01.08.2010, 08:31 Uhr | dpa
Deutschlands Torjägerin Nummer eins: Duisburgs Alexandra Popp. (Foto: dpa)
DFB-Präsident Theo Zwanziger freut sich auf ein tolles Finale, Cheftrainerin Silvia Neid glaubt fest an den Titel, und die Mannschaft will ihr WM-Märchen krönen. "Natürlich wollen wir jetzt Weltmeister werden", sagte Nachwuchs-Trainerin Maren Meinert vor dem heutigen Endspiel der U-20-Weltmeisterschaft (15 Uhr/ Eurosport) in Bielefeld gegen Außenseiter Nigeria. "Ich freue mich riesig auf ein schönes Finale", sagte Zwanziger. Der 65-Jährige schwärmte als Tribünengast beim 5:1-Sieg gegen Südkorea in Bochum von der Erfolgsstory und blickte schon voraus: "Das ist ein schöner Vorbote für die Frauen-WM 2011."
Fünf Spiele, fünf Siege, 18:5 Tore - die DFB-Frauen ließen sich von einer Euphoriewelle ins Endspiel tragen. Den zweiten Nachwuchs-Titel nach 2004 in Thailand wollen sie sich nicht mehr nehmen lassen und den WM-Pokal aus den Händen von FIFA-Präsident Joseph Blatter entgegennehmen. "Niemand", sagte Svenja Huth selbstbewusst auf die Frage, wer die DFB-Elf nun noch schlagen könne. Auch die Chefin der A-Elf ist sicher: "Deutschland gewinnt", sagte Neid.
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Toptorjägerin Alexandra Popp, die bisher in jedem Spiel traf und mit neun Turniertoren einen Rekord aufstellte, will ihren Superlauf trotz Fersenproblemen fortsetzen. "Versprechen kann ich nichts, aber natürlich hoffe ich, dass ich nochmal treffe", meinte die 19-Jährige vom FCR Duisburg. "Aber es ist egal, wer die Tore schießt. Wichtig ist, dass wir den Titel holen."
Popp ist neben Ji So-Yun (7 Tore), die am Sonntag mit Südkorea gegen Kolumbien zuvor um Platz drei spielt, erste Anwärterin auf den Goldenen Schuh für die erfolgreichste Torschützin. Zudem hat Popp beste Aussichten, zur besten Spielerin (Goldener Ball) gekürt zu werden. Neben ihr gehört Kim Kulig (Hamburger SV) als zweite deutsche Spielerin zu den von der FIFA zehn nominierten Akteurinnen.
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Kulig erzielte gegen Südkorea ihre ersten beiden Tore und steigerte sich im WM-Verlauf. Nun will die Europameisterin in Bielefeld, wo sie 2009 ihr erstes A-Länderspiel bestritt, nachlegen. "Aber ich messe meine Leistung nicht an Toren", sagte sie vor ihrer Rückkehr in die mit mehr als 20.000 Zuschauern gefüllte Arena.
Die Nigerianerinnen, die im Viertelfinale Titelverteidiger USA im Elfmeterschießen und im Halbfinale Kolumbien (1:0) ausschalteten, gelten als unberechenbarer Gegner. Meinert lieferte eine ungewöhnlichen Analyse der ersten afrikanischen Mannschaft, die ein U-20-WM-Finale der Frauen erreichte. "Es besteht die Gefahr, dass sie mit der Euphorie über sich hinauswachsen. Sie haben besondere Fähigkeiten in Sachen Schnelligkeit und Schusskraft. Und Nigeria spielt mit einer auf dem Platz verteilten Gegner-Zuordnung."
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Quelle: dpa
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