08.10.2012, 09:53 Uhr | FUSSBALL.DE
Bayern-Präsident Uli Hoeneß setzt sich für Breno ein. (Quelle: imago)
Uli Hoeneß wehrt sich gegen den Vorwurf, die Probleme des Brasilianers Breno nicht rechtzeitig bemerkt zu haben. "Wir hatten ja sogar einen Psychologen im Haus, der jetzt von Red Bull abgeworben wurde. Der hat es auch nicht so gemerkt“, sagte der Präsident des FC Bayern München dem "Spiegel".
Auf die Frage, wie es dem inhaftierten Abwehrspieler derzeit geht, antwortete Hoeneß: "Nicht gut. Er muss eine Chance zur Resozialisierung haben. So ist sein Leben kaputt."
Hoeneß fordert aufgrund der besonderen Situation im Fall Brenos eine Chance für den 22-Jährigen, in der Gesellschaft wieder Fuß fassen zu können. "Wenn er nach 22 Monaten, der kürzesten Frist für eine Begnadigung, rauskommt, ohne trainiert zu haben mit einem Knie, das nicht in Ordnung ist, dann ist seine Profikarriere zu Ende", sagte der FCB-Boss. "Er hat keinen Vertrag, er ist nicht fit, er hat keine Schulausbildung. Leidtragend ist die Familie mit drei Kindern. Man konnte nicht ahnen, dass so etwas passieren würde."
Am 4. Juli hatte das Landgericht München Breno, dessen Vertrag Ende Juni ausgelaufen war, wegen schwerer Brandstiftung zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt. Der Brasilianer, der in der JVA Stadelheim einsitzt, hatte im September 2011 seine Miet-Villa angesteckt und einen Schaden von rund einer Million Euro verursacht. Bei der Tat sowie in den Wochen und Monaten zuvor soll Breno sehr viel Alkohol konsumiert haben. Sein Anwalt Werner Leitner hat Revision gegen das Urteil eingelegt. Mit einer Entscheidung wird im Spätherbst gerechnet.
Quelle: FUSSBALL.DE
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