03.11.2011, 10:17 Uhr | hfv.de
Von links: Sportsenator Michael Neumann, Uwe Seeler, Torsten Kock (Abt.-Leiter WSV), Herbert Kessler (Jugendl. Wespe), Ulrich Lopatta (Präsident WSV) und Christian Pothe (Foto: Sportfoto Gettschat)
Engagement für Fußballspieler von morgen zahlt sich aus: Zum 25. Mal wurde am Mittwoch (2. November) der Uwe-Seeler-Preis verliehen, mit dem Fußballvereine des Hamburger Fußball-Verbandes (HFV) gewürdigt werden, die sich um den Jugendfußball im Bereich des Breiten- und Leistungssports besonders verdient gemacht haben.
Die Auszeichnung fand im Beisein von Sportsenator Michael Neumann, Sportstaatsrat Karl Schwinke, dem Ehrenspielführer der deutschen Fußballnationalmannschaft, Hamburgs Fußballidol Uwe Seeler, und dem Vorsitzenden des Verbands-Jugendausschusses des Hamburger Fußball-Verbandes e.V., Christian Pothe, im Rahmen eines Senatsempfangs im Kaisersaal des Rathauses statt.
Als Überraschungsgast zum Jubiläum und kurz vor dem 75. Geburtstag des Hamburger Ehrenbürgers Uwe Seeler war Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz bei der Preisverleihung dabei. Der Bürgermeister lobte Uwe Seeler als bekanntesten und beliebtesten Hamburger. "Heute werden zwei Vereine geehrt, die hervorragende Nachwuchsarbeit geleistet haben. Um diese Arbeit zu leisten, brauchen wir genügend Sportplätze, Trainer, Betreuer und Schiedsrichter. Ich danke allen Hamburger Vereinen für das bisher Geleistete und wünsche für die Zukunft alles Gute!"
Im Jahr 1986, zum 50. Geburtstag Uwe Seelers, hatte der Hamburger Senat den ursprünglich mit 10.000 Mark dotierten Preis gestiftet. 1987 wurde die Auszeichnung erstmals verliehen, damals an den SC Concordia und den Mümmelmannsberger SV Hamburg. Anlässlich des 25. Jubiläums der Preisverleihung und des 75-jährigen Geburtstags von Uwe Seeler hat der Senat in diesem Frühjahr beschlossen, das Preisgeld von 5000 Euro auf 10.000 Euro zu verdoppeln.
Hamburgs Ehrenbürger sagte in seiner Ansprache: "Dieser Preis war der schönste, den ich mir je wünschen konnte, denn er ist für die Jugend. Heutzutage haben viele Jugendliche Bewegungsarmut. Bewegung baut Aggressionen ab und Sport fördert den Geist. Außerdem, wer viel Sport treibt, kommt als Jugendlicher nicht auf dumme Gedanken. Der Stadt danke ich für diesen Preis, den es hoffentlich noch lange gibt." Mit einem Augenzwinkern ergänzte "Uns Uwe": "Vor 25 Jahren, also mit 50 Jahren, als der Preis gegründet wurde, hätte ich dem HSV in der jetzigen Situation noch helfen können!" Der Hamburger Fußball-Verband nahm das 25-jährige Jubiläum und den bevorstehenden 75. Geburtstag Uwe Seelers zum Anlass, Danke zu sagen. Christian Pothe überreichte im Namen des HFV einen Scheck über 500 Euro für die Uwe Seeler-Stiftung.
In diesem Jahr hat das Preisrichterkollegium entschieden, keinen ersten und zweiten Preis zu verleihen, sondern das Preisgeld zu teilen. Jeweils 5000 Euro erhalten der Walddörfer Sportverein von 1924 e. V. und der Sportverein West-Eimsbüttel von 1923 e.V. Beide Traditionsvereine werden damit für ihre vorbildliche Nachwuchsarbeit belohnt. So hat sich die Zahl der Juniorenmannschaften beim Walddörfer SV in den vergangenen fünf Jahren um 30 Prozent erhöht. Die "Wespen" aus Eimsbüttel beeindruckten das Preisrichterkollegium vor allem durch ihre seit vielen Jahren kontinuierliche, qualitativ hochwertige Jugendarbeit.
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