21.11.2011, 15:01 Uhr | berliner-fussball.de
Die Sieger des diesjährigen BFV-Integrationspreises (Foto: bfv)
Der Berliner Fußballverband (BFV) setzt sich seit langem für Integration auf und neben dem Fußballplatz ein. Auch in diesem Jahr wurden Vereine ausgezeichnet, die sich verstärkt für die Integration von Menschen verschiedener Herkunft bzw. aus verschiedenen Gesellschaftsgruppen eingesetzt haben.
Am 18. November verlieh der Berliner Fußball-Verband im Rahmen einer feierlichen Festveranstaltung den BFV-Integrationspreis 2011. Im Bildungs- und Informationszentrum der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) wurden die Sieger des diesjährigen Integrationspreises feierlich für ihr Engagement um die Integration in ihren Vereinen geehrt.
Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, berief sich auf die Verantwortung des Verbandes. Gerade auch in der aktuellen gesellschaftlichen Situation sei es wichtig, sich weiter auf den Plätzen zu engagieren: "Wir bekennen uns ausdrücklich zu unserer sozialen Verantwortung und den Aufgaben, die damit verbunden sind."
Thomas Härtel, Staatssekretär für Sport, sieht die Verantwortung bei jedem Einzelnen: "Fußball ist nicht nur ein Spiel mit dem Ball, es bedeutet sehr viel mehr. Jeder von uns kann einen wichtigen Beitrag leisten zur Integrationsarbeit. Wir können diese Aufgabe nicht an andere und schon gar nicht an Institutionen abgeben." In diesem Sinne nahm der Verein SV Blau Gelb Berlin (für die Integration eines gehörlosen Schiedsrichters) den Hauptpreis und einen Scheck in Höhe von 4.000 Euro entgegen. Bernd Schultz fand nur lobende Worte: "Trotz der körperlichen Einschränkung wurde dem gehörlosen Ricardo Scheuerer die Tür in den organisierten Fußball geöffnet und eine Schiedsrichterausbildung ermöglicht. Genau so funktioniert vorbildliche Integration durch den Fußball.“
Den zweiten Platz, dotiert mit einem Geldpreis von 2.000 Euro, belegte der Verein FV Blau-Weiss Spandau 03. Die Spandauer unterstützen Kinder und Jugendliche mithilfe einer Kooperation mit den ansässigen Schulen und Ausbildungsbetrieben. Dritter Sieger mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 € wurde der Berliner Sport-Verein 1892, der Flüchtlingskinder mit problematischem Aufenthaltsstatus in den Verein integriert hat. Zudem wurde ein Sonderpreis verbunden mit einem NIKE-Warengutschein verliehen, der an SV Rot-Weiß Viktoria Mitte 08 ging. Der Verein bringt behinderte mit nichtbehinderten Kindern zusammen
Auch die Plätze fünf bis zwölf erhielten eine Auszeichnung in Form einer Urkunde für ihr Engagement für Integration auf und neben Berlins Fußballplätzen. Mehmet Matur, Präsidialmitglied und Integrationsbeauftragter des Berliner Fußball-Verbandes, freute sich über die vielen unterschiedlichen Bewerbungen: „Viele Vereine leisten Tag für Tag vorbildliche Integrationsarbeit. Auch wenn nicht alle Vereine den Hauptpreis gewinnen können, so wollen wir mit dem BFV-Integrationspreis den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern in den Vereinen eine Anerkennung für die vorbildliche Integrationsarbeit entgegenbringen.“ Um den BFV-Integrationspreis konnte sich jeder Mitgliedsverein des BFV bewerben, der mithilfe des Fußballs die Integration von Menschen verschiedener Herkunft bzw. aus verschiedenen Gesellschaftsgruppen fördert. Es konnten Einzelprojekte oder die alltägliche Integrationsarbeit eines Vereins, sportliche oder über den Sport hinausgehende Initiativen, vereinsinterne Projekte oder Kooperationen beworben werden.
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