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Cacau steht in der Kritik

22.01.2012, 14:51 Uhr

Symbolisch: Stuttgarts Angreifer Cacau am Boden. (Foto: imago)

Symbolisch: Stuttgarts Angreifer Cacau am Boden. (Foto: imago)

Die Krise von Cacau will einfach nicht enden. Dem Angreifer vom VfB Stuttgart will aktuell nichts gelingen, das Vertrauen in seine Person schwindet. Nach der klaren 1:3-Niederlage beim FC Schalke 04 zählt VfB-Coach Bruno Labbadia den Nationalstürmer nun öffentlich an. "Er ist definitiv gefordert. Es geht gar nicht darum, dass er Tore macht, das habe ich ihm auch klar gesagt. Sondern dass er einfach mehr Engagement zeigen muss und sich mehr bewegt", sagte der 45-Jährige, der langsam die Geduld mit dem Angreifer zu verlieren scheint, gegenüber "LIGA total!".

Er nimmt den 30-Jährigen deshalb in die Pflicht: "Es ist keine einfache Situation, weil wir ihm sehr viel Vertrauen entgegen gebracht haben und ihm gesagt haben, wie wichtig er für die Mannschaft sein kann. Er muss sich da selber ein Stück rausholen."

Schwache Tor-Quote

Cacau spielt bisher eine schwache Bundesliga-Saison, in 18 Spielen traf er ganze vier Mal, einen Treffer bereitete er nicht vor. Dazu steht der Stürmer auch noch wegen seines Auftretens zur Disposition. Bereits vor wenigen Wochen hatte Labbadia die destruktive Körpersprache des Offensivspielers kritisiert.

Egoismus-Vorwürfe gegen Cacau

Nun verlor Cacau, der die Schwaben in der Hinrunde noch als Kapitän des verletzten Mathieu Delpierre aufs Feld führte, sein Amt. Seine Kollegen wählten ihn zudem nicht einmal mehr in den Mannschaftsrat. Das Vertrauen in Cacau scheint nicht mehr vorhanden zu sein. Grund dafür ist seine angebliche Eigensinnigkeit. Sein Teamkollege Martin Harnik hatte vor wenigen Wochen in einem Radio-Interview offene Kritik am gebürtigen Brasilianer geübt: "Wenn er selbst keine Tore schießt, dann ist er unzufrieden. Ich glaube, er lernt auch nicht mehr, dass er da auch mal mit dem Mannschaftserfolg zufrieden sein kann."

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Aufreger - Pfiffe, Fouls und Feuer
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Der VfB ist auf Stürmersuche

Die Luft wird für Cacau jedenfalls immer dünner. Die Stuttgarter Verantwortlichen befinden sich bereits seit Wochen auf Stürmersuche, neben Srdjan Lakic vom VfL Wolfsburg haben sie ihre Fühler nach Vedad Ibisevic von der TSG 1899 Hoffenheim ausgestreckt. Kommt ein Transfer zustande, wird es für den 30-Jährigen eng. Cacau will im Sommer undbedingt mit der deutschen Nationalmannschaft zur Europameisterschaft in Polen und der Ukraine fahren. Dazu muss er sportlich in die Spur finden, sonst nimmt Bundestrainer Joachim Löw wohl einen anderen Angreifer mit.

Quelle: FUSSBALL.DE

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