25.10.2012, 23:11 Uhr | dpa
Dem VfB Stuttgart droht ein frühes Aus in der Europa League. Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia enttäuschte auch im dritten Gruppenspiel über weite Strecken und kam so gegen den FC Kopenhagen nicht über ein mageres 0:0 hinaus. Mit gerade einmal zwei Punkten sind die Chancen auf das Erreichen der K.-o.-Runde für den Bundesligisten gering.
Der VfB hat auf internationaler Bühne nun in Kopenhagen und Bukarest zwei schwere Auswärtsspiele vor sich.
Die Schwaben konnten nach dem 1:0-Erfolg in Hamburg nicht wie erhofft den Schwung aus der Bundesliga mitnehmen. Dort hatten die Stuttgarter zuletzt sieben Punkte aus den drei Partien geholt.
Am Sonntag steht gegen den Tabellenzweiten Eintracht Frankfurt die nächste Bewährungsprobe an. In der Form von Donnerstagabend dürften die Stuttgarter aber erhebliche Probleme bekommen.
In der von Sportdirektor Fredi Bobic als "Schlüsselspiel" bezeichneten Partie der Gruppe E präsentierten sich die Schwaben trotz einer leichten Steigerung nach der Pause meist harm- und einfallslos. Der VfB war von Beginn an zwar um Ballkontrolle bemüht, agierte aber zu sehr in die Breite, um die Defensive von Kopenhagen in Gefahr zu bringen.
Bis zum ersten Torschuss von Raphael Holzhauser dauerte es 15 Minuten. Davor sahen 15.300 Zuschauer wenig Aufregendes, da auch der Gast aus Dänemark kaum Anstalten machte, konsequent nach vorne zu spielen.
Wie schon in den Spielen gegen Bukarest (2:2) und in Molde (0:2) offenbarten die Stuttgarter vor allem spielerisch einige Probleme. Den Aktionen fehlten die Kreativität, die Zielstrebigkeit und die Präzision. Kopenhagen hatte deshalb meist leichtes Spiel. Auch VfB-Angreifer Vedad Ibisevic kam dadurch nicht wie erhofft zum Zug.
"Wir haben zu wenig investiert", monierte Bobic. Bezeichnenderweise hatten die Gäste aus Kopenhagen die erste gute Chance des Spiels, als Cesar Santin eine Hereingabe des früheren Nürnbergers Lars Jakobsen knapp verpasste (41.).
Nach dem Wechsel intensivierte der VfB zumindest kurzfristig seine Bemühungen. Ibisevic prüfte Johan Wiland mit einem Schuss von der Strafraumgrenze (47.). Der Torwart der Gäste konnte den Ball nicht festhalten, der eingewechselte Tunay Torun war zur Stelle, ließ sich beim Nachfassen von Wiland aber zu theatralisch fallen. Schiedsrichter Artur Soares zeigte Torun wegen einer Schwalbe die gelbe Karte. Schon in der ersten Hälfte hatte der VfB nach einem vermeintlichen Foul an Cristian Molinaro vergeblich einen Strafstoß gefordert.
Kurz danach hatte der VfB allerdings Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Thomas Kristensen vertändelte völlig freistehend den Ball. Anschließend verflachte die Partie erneut, ehe Cristian Molinaro FC-Torwart Wiland mit einem Schuss prüfte (70.). Der VfB erhöhte nun noch einmal den Druck - ohne Erfolg.
Quelle: dpa
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