21.12.2012, 14:50 Uhr | dpa
Hohe Ziele in Wolfsburg? Bernd Schuster. (Quelle: dapd)
Bernd Schuster ist noch gar nicht offiziell Trainer beim VfL Wolfsburg,da bekommt er bereits heftigen Gegenwind zu spüren: Zahlreiche VfL-Fans sind gegen die geplante Verpflichtung des früheren Meistertrainers von Real Madrid, der an diesem Samstag seinen 53. Geburtstag feiert. Die Anhänger machen ihren Unmut und ihr Unverständnis darüber in Internet-Foren publik.
Auch die örtlichen Medien kommunizierten ihre Vorbehalte gegen den designierten Trainer in ungewöhnlicher Form. Zeitungs-Kommentare mit der Überschrift "Bitte nicht" klingen nicht nach einem "Herzlich Willkommen" für den gebürtigen Augsburger, der bereits 2005 und 2010 Gespräche mit dem VfL führte und seit März 2011 ohne Job ist. Schuster, der bisher noch keinen Bundesligaklub trainiert hat, gilt als Freund von Aufsichtsratschef Francisco Javier Garcia Sanz.
Nach Informationen der "Bild-Zeitung" soll er zunächst nur einen Vertrag bis 2014 erhalten. Der Kontrakt würde sich automatisch um ein Jahr verlängern, wenn sich der Klub in der nächsten Saison für einen internationalen Wettbewerb qualifiziert. Ein Vereinssprecher wollte die Europa-Klausel nicht kommentieren.
Die Wolfsburger möchten den Nachfolger von Interimscoach Lorenz-Günther Köstner in den nächsten Tagen vorstellen. Einen genauen Termin gab es zunächst aber nicht. VfL-Manager Klaus Allofs hatte Schuster als Kandidaten bestätigt und hinzugefügt: "Aber es müssen alle Rahmenbedingungen stimmen." Dafür sei nicht nur der sportliche Erfolg wichtig. "Wir müssen aber auch Kontinuität, Struktur und Ruhe in den Verein bekommen", betonte Allofs.
Quelle: dpa
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