12.04.2009, 11:47 Uhr
Sascha Riether bejubelt sein Siegtor zum 2:1 in Gladbach (Foto: imago)Trotz des neunten Erfolgs in Serie und der verteidigten Tabellenführung will in Wolfsburg immer noch niemand laut vom Titel reden. "Es sind noch sieben Spiele, da kann so viel passieren. Da machen wir uns keinen Kopf, davon lassen wir uns nicht blenden", sagte Torhüter Diego Benaglio nach dem glücklichen 2:1 (1:0) beim Abstiegskandidaten Borussia Mönchengladbach. Auch Spielmacher Zvjezdan Misimovic ließ sich keine Kampfansage entlocken: "Wir müssen höllisch aufpassen. In der Bundesliga kann jeder jeden schlagen. Uns hätte es heute beinahe erwischt". Und Trainer Felix Magath verwies auf das Schicksal eines früheren vermeintlichen Titelkandidaten: "Es ist noch ein langer Weg zu gehen. Auch andere Mannschaften waren schon mal vorn wie Hertha BSC. So schnell kann's gehen", befand der Coach.
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SpielberichtWolfsburg siegt in Gladbach
Der Live-Ticker zum NachlesenGladbach - Wolfsburg
Matchwinner Diego Benaglio
In der Tat hing der 16. Saisonerfolg - so viel hat der Club zuvor in keiner seiner elf Bundesliga-Spielzeiten errungen - eine Woche nach dem glanzvollen 5:1 gegen Bayern München lange Zeit am seidenen Faden. Die gut gestarteten Gastgeber vergaben zunächst leichtsinnig den möglichen Führungstreffer, ehe Edin Dzeko die "Wölfe" in der 21. Minute überraschend in Front brachte. Nach dem späten Ausgleich durch Gladbachs neuen brasilianischen Abwehrchef Dante (79.) schien die Partie gelaufen, ehe Sascha Riether (85.) doch noch den Dreier rettete. "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen", sagte der Siegtorschütze nach dem Abpfiff. Eigentlicher Matchwinner für die Gäste war jedoch Torhüter Benaglio, der drei hochkarätige Torchancen von Alexander Baumjohann (12.), Karim Matmour (16.) und Michael Bradley (28.) entschärfte. "Das war heute sicherlich nicht unser bestes Spiel, aber wir haben große Moral bewiesen und es ist auch nicht schlecht, solche Spiele zu gewinnen", befand der Schlussmann.
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WolfsburgMagath spricht vom Titel
Gladbach verpasst Sprung auf Platz 15
Die nun schon wieder drei Spiele sieglosen Gladbacher verpassten zum wiederholten Male die Chance, den 16. Tabellenplatz zu verlassen. Zwei Heimniederlagen gegen Bochum und nun gegen Wolfsburg bringen die Borussia arg in die Bredouille. "Wir hatten zwischenzeitlich die Chance, die Sache etwas entspannter zu gestalten. Das haben wir uns selbst verdorben, aber wir sind noch nicht abgestiegen", meinte Trainer Hans Meyer. "Wir wissen schon lange, dass es bis zum Saisonende knapp zugehen wird. Nach dem Sieg der Bochumer stecken momentan vier Mannschaften unten drin. "Wir wollen Platz 16 verteidigen, und wenn es geht, noch auf Platz 15 klettern", sagte Sportdirektor Max Eberl. Immerhin haben die Gladbacher die Chance, im Restprogramm gegen Energie Cottbus und Arminia Bielefeld noch gegen zwei unmittelbare Konkurrenten anzutreten. "Wir wissen, dass wir uns da die Punkte holen müssen", gab Jung-Nationalspieler Marko Marin schon einmal die Marschroute vor.
dpa/FUSSBALL.DE
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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