05.07.2010, 15:28 Uhr | sid
Der ehemalige DFB-Kapitän im Nationaltrikot von 1962: Herbert Erhardt. (Foto: dpa)Der Kapitän der Jahre 1959-1962 der deutschen Nationalmannschaft ist tot: Herbert Erhardt verstarb nach längerer Krankheit im Alter von 79 Jahren. Erhardt, ein gebürtiger Fürther, war Teil des Weltmeisterkaders von 1954 und nahm an zwei weiteren Weltmeisterschaften (1958, 1962) teil. Für die DFB-Auswahl bestritt er 50 Länderspiele, das letzte am 30. September 1962 in Zagreb gegen Jugoslawien (3:2).
Über 800 Spiele absolvierte Erhardt zudem für seinen Heimatverein SpVgg Fürth von 1948 bis 1962, ehe er zum Ende seiner Karriere zu Bayern München wechselte. Nach zwei Spielzeiten beendete er dort 1964 mit 34 Jahren seine 17-jährige Liga-Laufbahn und kehrte wieder nach Fürth zurück. "Ertl" hielt seiner SpVgg auch nach seiner aktiven Karriere die Treue und war gern und häufig gesehener Gast bei den Heimspielen.
Der damalige Bundestrainer Sepp Herberger schätzte an dem Abwehrspieler die Zweikampfstärke und die Fähigkeit, die Abwehr zu organisieren. Zwar nominierte ihn Herberger auch für den Kader der WM 1954, doch zum Einsatz kam Erhardt beim überraschenden Titelgewinn in der Schweiz nicht. Nach seiner aktiven Laufbahn war Erhardt bis zu seiner Pensionierung 1994 als Sportlehrer an der Fürther Hauptschule "Pfisterstraße" beschäftigt. Er ist Inhaber des DFB-Ehrenschildes und war als Trainer bei der SpVgg Büchenbach und beim FC Augsburg tätig.
Quelle: sid
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