13.01.2011, 09:42 Uhr | FUSSBALL.DE
Könnten auch in der 2. Bundesliga für Werder auflaufen: Tim Wiese (li.) und Per Mertesacker. (Foto: imago)
Werder Bremen steckt in einer schweren sportlichen Krise. Mit Tabellenplatz 14 nach der Hinrunde der Bundesliga klaffen Wirklichkeit und Anspruch an der Weser meilenweit auseinander. Auch die Testspielergebnisse im Wintertrainingslager lassen keinen Optimismus aufkeimen. Manager Klaus Allofs hat den Verein auf alle Eventualitäten vorbereitet. "Bei uns haben die Verträge aller Spieler auch in der 2. Liga Gültigkeit", sagte Allofs der "Bild".
Der prominent besetzte Werder-Kader könnte also im Falle eines Abstiegs gegen Mannschaften wie Rot-Weiß Oberhausen und den SC Paderborn 07 auflaufen. Realistisch ist dies aber nicht. Die Klausel in den Verträgen der Spitzenspieler wie Torsten Frings, Claudio Pizarro, Tim Wiese und Per Mertesacker bringt Werder aber finanzielle Sicherheit. Denn bei einem Abstieg könnten die Bremer für ihre Top-Spieler zumindest eine Ablösesumme aufrufen.
Im harten Fußball-Geschäft ist dies jedoch nicht üblich. Viele Spielerverträge gelten nur für die erste Bundesliga oder die Stars lassen sich für den Fall eines Abstiegs einen ablösefreien Wechsel in ihren Kontrakt schreiben. Ob Mertesacker und Co. im Falle eines Nichtabstiegs an der Weser bleiben ist unsicher. Der internationale Wettbewerb liegt in weiter Ferne. Ihn zu erreichen ist im Werder-Etat jedoch eingeplant. "Wenn wir da nicht dauerhaft dabei sind, ist der Kader zu teuer", sagte Alloffs. Insofern müssten die Stars auch bei einem glücklichen Ausgang der Saison gehen, damit Werder die hohen Millionengehälter einsparen kann.
TransfermarktDie Wechsel in der Winterpause
Danach, das sich die Grün-Weißen in der Rückrunde nochmal berappeln, sieht es momentan nicht aus. Die peinlichen Pleiten im türkischen Trainingslager gegen Duisburg und Eskisehirspor waren laut der "Syker Kreiszeitung" ein "Schock für alle Werder-Fans". Nun geht es zum Auftakt der Rückserie gegen 1899 Hoffenheim. Eine Standortbestimmung. Und Alloffs verstärkt die Sorgen: "Es wird eine schwierige Saison, die Mannschaft ist im Wandel. Es ist möglich, dass es noch dauern kann, bis sie zu der Leistung findet, für die sie steht. Nach der schlechten Hinrunde können wir den Schalter nicht von heute auf morgen umlegen.“
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Quelle: FUSSBALL.DE
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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