04.06.2010, 16:36 Uhr | dpa, sid
Bitter für die Ivorer: Superstar Didier Drogba wird nicht bei der WM spielen können. (Foto: Reuters)Schock für die Elfenbeinküste: Der Geheimfavorit muss bei der WM in Südafrika höchstwahrscheinlich auf seinen Superstar Didier Drogba verzichten. "Es ist sehr schlimm. Er ist der Kapitän und unser bester Spieler," sagte Sven-Göran Eriksson, schwedischer Trainer der Elfenbeinküste. Nach Angaben der französischen Sporttageszeitung "L'Equipe" hat Drogba bereits selbst erklärt, dass er in Südafrika nicht eingesetzt werden könne. Den Ausfall bestätigte Teamkollege Kolo Touré: "Er sagte mir: Der World Cup ist vorbei". Dies wurde jedoch auf der Webseite des ivorischen Verbandes dementiert. Dort hieß es, dass Drogba seine Teilnahme noch nicht abgesagt habe. "Es ist definitv nicht das WM-Aus für ihn", sagte ein Sprecher des ivorischen Fußballverbandes FIF. "Er kann weiterhin spielen. Wir wissen aber nicht, ob er für das erste Spiel fit wird", so der Sprecher weiter.(Video: Drogba - Tormaschine der Elefanten)
Drogba erlitt beim 2:0 (1:0)-Testspielsieg der Ivorer gegen Japan einen Bruch des rechten Ellbogens. Der Torjäger des FC Chelsea war nach einem Zweikampf mit seinem Gegenspieler Tulio auf den Arm gefallen. Daraufhin musste er ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht werden.
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Drogba wäre nach Ghanas Michael Essien bereits der zweite afrikanische Superstar, der bei der ersten Weltmeisterschaft auf dem Kontinent fehlen würde. Auch von einem Chelsea-Fluch ist bereits die Rede, würde nach Essien und Michael Ballack nun schon der dritte Star des englischen Meisters bei der WM ausfallen.
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Drogba würde in Topform nach Südafrika fliegen. Der 32-Jährige wurde in der abgelaufenen Saison englischer Meister und Pokalsieger mit dem FC Chelsea und sicherte sich mit 29 Treffern die Torjägerkanone der Premier League. Für seine Nationalmannschaft schoss er 44 Tore in 67 Spielen. Er ist Kapitän, Rekordtorjäger und uneingeschränkte Führungsfigur der Elefanten. Einige Beobachter sprechen ihm sogar einen größeren Einfluss auf das Team zu als dem jeweiligen Trainer. "Was für ein Malheur! Das ist schrecklich", schrieb "sport-ivoire.ci" in einer ersten Reaktion.
Der einzige Trost für die Ivorer ist, dass sie Ausfälle im Angriff besser verkraften können als in jedem anderen Mannschaftsteil. Auch ohne Drogba wären sie im Sturm mit Salomon Kalou, Aruna Dindane, Gervinho oder Kader Keita noch gut besetzt. Als aussichtsreichster Ersatzkandidat für die Mittelstürmer-Position im 4-3-3-System von Trainer Sven-Göran Eriksson gilt der 22 Jahre alte Shootingstar Seydou Doumbia. Der Torjäger der Young Boys Bern wechselt nach der WM für eine Ablösesumme von rund 10 Millionen Euro zu ZSKA Moskau. (Video: Die Elfenbeinküste bleibt in der Qualifikation ungeschlagen)
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Quelle: sid , dpa
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