11.12.2010, 15:42 Uhr | sid
Verstimmt: Claus-Dieter Wollitz. (Foto: imago)
Claus-Dieter Wollitz, der Trainer von Energie Cottbus, hat mit seiner Mannschaft in der zweiten Liga Tuchfühlung zu den Aufstiegsrängen. Dennoch ist das Verhältnis zu den eigenen Fans getrübt. "Ich denke, ich habe dem Verein und der Region sehr viel gegeben. Trotzdem muss ich mich hier beschimpfen lassen: als Wessi-Arschloch", sagte der Coach der Lausitzer der "Berliner Zeitung". Seine weitere Zukunft in Cottbus ist ungewiss.
Zwar bekomme er auch Lob, doch die Kritik ginge "teilweise unter die Gürtellinie," sagte Wollitz. Es gäbe "Diskussionen im Umfeld, die mich ernsthaft nachdenken lassen: Macht es Sinn, weiterzumachen?"
Viele Fans sind wütend, weil sich der Trainer für einen Verkauf der Namensrechte am Stadion der Freundschaft ausgesprochen hat. "Einige glauben, ich will dem FC Energie seine ostdeutsche Seele rauben und einen Luxus-Verein daraus machen", sagte Wollitz: "Aber ich möchte die Strukturen hier weiter professionalisieren, damit wir dauerhaft im Profifußball überleben können." Mit dem Geld aus dem Namenssponsoring solle nicht die Mannschaft verstärkt, sondern die Geschäftsstelle ausgebaut werden, erklärte er.
Des Weiteren bemängelte der 45-Jährige die schwachen Besucherzahlen trotz teilweise sehr starker Auftritte. "Die Fans, die dann auch kommen, sind voller Leidenschaft. Aber viele bleiben wohl auch weg, weil sie zu viel erwarten", sagte Wollitz. Die Fans sollten sich ein Beispiel am Ostrivalen Union Berlin nehmen: "Diese Fans sind realistisch, geduldig. Bei uns muss sofort alles von null auf hundert gehen."
Wollitz' Vertrag läuft im Sommer aus - verlängert hat er bisher nicht. "Ich brauche mehr Zeit zum Überlegen. Wir reden im Januar wieder."
Quelle: sid
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
mehr zur RelegationAmateurtor der Woche: Wähle aus drei Treffern!
zum Voting-VideoDer Europa-League-Sieger sorgt für ein Highlight.
zum VideoDer Europa-League-Sieger sorgt für ein Highlight.
zum Video