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Magazin | 28.08.2025 | 15:00

Alizadeh: "Sport ist die einfachste Art, sich schnell zu integrieren"

Alizadeh trainiert Geflüchtete: "Für mich war der Sport bei der Integration eine sehr große Hilfe."[Foto: privat]

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Wenn am 20. September im Freizeitpark Tropical Islands in das Finale um die Straßenfußball-Meisterschaft des Bundeslandes Brandenburg ausgespielt wird, dann ist auch Mahmood Alizadeh im Organisationsteam als Trainer und Betreuer dabei. Der 45-Jährige engagiert sich im Sport, seit er 2019 sein Heimatland Iran verlassen und sich in Deutschland eine neue Existenz aufgebaut hat.

Mahmood Alizadeh kommt aus Maschhad, mit gut drei Millionen Einwohnern nach der Hauptstadt Teheran die zweitgrößte Stadt im Iran. Schon als Kind spielt er Fußball, schafft es später sogar mit den Klubs Aboumoslem Khorasan und Payam Maschhad in die Profiliga am Persischen Golf. "Ich wurde sogar zu einem Trainingslager der iranischen U 21-Nationalmannschaft eingeladen", berichtet Mahmood Alizadeh.

Dann aber bricht er sich bei einem Unfall die rechte Hand und trägt eine bleibende Lähmung davon. Als für den Juristen und Eventmanager mit zwei Bachelorabschlüssen die politische und gesellschaftliche Lage in dem islamischen Staat zu instabil wird, plant er gemeinsam mit seiner Lebenspartnerin Fahimeh die Flucht. Sie ist Afghanin, die Heirat mit einer Ausländerin erlaubt das strenge Mullah-Regime nicht. "Wir wollten nach Deutschland", verrät Mahmood Alizadeh.

"Fußball ist für alle da - man braucht nicht viel, um dabei zu sein, einen Ball und einen Platz"

Das war 2019. Über die Türkei, Griechenland und die Balkanroute kommen sie nach Deutschland, werden zunächst in einer Gruppenunterkunft in Eisenhüttenstadt untergebracht. Trotz der ungewohnten Umgebung in einem fremden Land und ohne die Sprache zu kennen, macht Mahmood Alizadeh sofort Pläne. "Ich wollte etwas im Sport machen, das ist oft die einfachste Art, sich schnell und gut zu integrieren", erzählt er.

Das klappt. Als Fahimeh und er 2020 in eine Unterkunft für Geflüchtete in Bad Freienwalde umziehen, lernt Mahmood Alizadeh dort Jörg Schneider kennen. Der stellvertretende Leiter des Projekts "Integration durch Sport" beim Landessportbund Brandenburg lädt den motivierten Zugezogenen zur Jahrestagung der Brandenburgischen Sportjugend ein. "Das hat mir sehr gut gefallen, das war etwas für mich", nickt Mahmood Alizadeh.

Ein Highlight: In Berlin tritt er mit dem Team "Integration durch Sport" gegen den FC Bundestag an. Ob Fahimeh und er aber in Deutschland bleiben dürfen, wissen sie lange Zeit nicht. "Unser Asylantrag wurde zunächst abgelehnt", so Alizadeh. "Dann haben wir eine Duldung erhalten, aber trotzdem war die Situation für uns ungewiss."

Dabei sind seine Bemühungen, sich in Deutschland integrieren zu wollen, vorbildlich. Beim Kreissportbund Märkisch/Oderland absolviert er den 18 Monate dauernden Bundesfreiwilligendienst, er erwirbt Zertifikate als DFB-Basiscoach und Kinder-Teamleiter. Bei den Stephanus Kickern Bad Freienwalde, einem Team für Menschen mit Behinderung, ist er zudem selber am Ball.

Training für Geflüchtete

Mahmood Alizadeh möchte aber in Deutschland, wo er so gut aufgenommen wurde, auch schnell etwas an die Gesellschaft zurückgeben. Was würde sich da eher anbieten, als Menschen zu helfen, die ihre Heimatländer wegen instabiler Verhältnisse verlassen mussten und sich in Deutschland eine bessere Zukunft erhoffen? Also bietet er in Bad Freienwalde und Strausberg zweimal die Woche Fußballtraining für Geflüchtete an. Alizadeh: "Für mich war der Sport bei der Integration eine sehr große Hilfe. Ich hoffe, dass es bei den Jungs auch gelingt."

Wenn es zeitlich und organisatorisch klappt, möchte er sogar einen eigenen Verein gründen, in dem neu zugezogene Menschen aus der Umgebung gemeinsam kicken können – wie am Weltflüchtlingstag bei der DFB-Vorrunde zum UNITY-CUP am 20. Juni in Erfurt. Im Rahmen eines Auswahlturniers kickten in der Landeshauptstadt Thüringens vier Teams aus Geflüchteten aus Berlin und Niedersachsen um die Teilnahme am UNITY-CUP 2025. Das UEFA-Turnier für geflüchtete Fußballer findet vom 14. bis zum 16. Oktober in Zeist in den Niederlanden statt. "Fußball ist für alle da", sagt Mahmood Alizadeh. "Man braucht nicht viel, um dabei zu sein, einen Ball und einen Platz."

Seine kleine Familie, zu der die in Deutschland geborenen Kinder Dario und Daniel zählen, ist derweil nicht nur gefühlt gut in der neuen Heimat angekommen, sondern auch offiziell. Seit dem 11. Januar dieses Jahres sind die Alizadehs im Besitz eines vorläufigen Aufenthaltstitels. Voraussetzung für das Bleiberecht in Deutschland ist unter anderem eine feste Arbeitsstelle, die hat Mahmood Alizadeh als Übungsleiter beim Kreissportbund Märkisch-Oderland. "Deutschland ist meine zweite Heimat geworden", sagt er. "Deswegen möchte ich nächstes Jahr zunächst die unbefristete Aufenthaltserlaubnis beantragen und danach die Einbürgerung und den deutschen Pass."

Bis dahin wird er sich weiterhin im Sport engagieren. Beim Straßenfußball-Turnier kürzlich in Bad Freienwalde war Mahmood Alizadeh wieder in seinem Element. Seine Begeisterung für den Sport möchte er noch vielen Neuankömmlingen in Deutschland weitergeben, und nicht nur denen - ganz im Sinne der DFB-Stiftungen. 

Mehr zum Engagement des Deutschen Fußball-Bundes in den Bereichen Integration und Verständigung, Kultur und Bildung sowie Inklusion und Solidarität gibt es hier.

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