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Torjägerin |30.09.2021|08:15

Anna-Lena Ruwolt: 12 Treffer in einem Spiel

Torjägerin Anna-Lena Ruwolt schwärmt von Schleswig 06: "Es tut gut, einer solchen Gemeinschaft anzugehören."[Foto: Schleswig Damen/Privat]

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Lars Timmermann, gemeinsam mit seinem Kollegen Thorsten Bähle Trainer bei den Kreisliga-Fußballerinnen von Schleswig 06, kann sich auf Anna-Lena Ruwolt verlassen. Das gilt in der Küche seines Landgasthofes ("Landhaus am Langsee") im nahen Süderfahrenstedt, in der die 24-Jährige hauptberuflich beschäftigt ist. Das gilt aber auch auf dem Fußballplatz, wo die torgefährliche Stürmerin aus dem hohen Norden zu den Leistungsträgerinnen ihres Teams zählt und einen fulminanten Saisonstart hingelegt hat.

Mit sagenhaften 14 Treffern in nur zwei Partien gehört Anna-Lena Ruwolt aktuell zu den erfolgreichsten Torschützinnen in Deutschland, belegt im Rennen um die Torjägerkanone für alle in der sechsthöchsten Spielklassenebene den sechsten Platz hinter Kim Dahlmanns (18 Tore für den SV Viktoria Waldenrath-Straeten II), Linda Tümmler (16 Treffer, SV 07/08 "Rot-Weiß" Unna ), Lisa Freese ( Mettmann-Sport ), Jolie Buerschaper ( SC Condor ) und Isabell Cassandra Schneider ( VfL Lüneburg , alle 15). Alle Konkurrentinnen haben allerdings schon jeweils fünf Ligaspiele absolviert.

Außerdem ist das Dutzend Tore, das Ruwolt zum 19:3-Kantersieg der Schleswig Damen im Heimspiel gegen Eckernförde IF beisteuerte, in dieser Saison bundesweit im Frauenfußball noch unerreicht. "Um ehrlich zu sein, hatte ich gar nicht auf dem Schirm, dass ich so gut im Rennen liege", gesteht Ruwolt im Gespräch mit FUSSBALL.DE . "Das ist auf jeden Fall ein riesiger Anreiz, um auch weiterhin so erfolgreich wie möglich zu sein: In erster Linie natürlich als Team, aber auch als Stürmerin. Schließlich helfe ich auch der Mannschaft, wenn ich viele Tore erziele."

Dass es für das Team schon so gut läuft, ist alles andere als selbstverständlich. Der Grund: Erst vor dieser Saison schlossen sich die Frauenmannschaft der beiden konkurrierenden Vereine VfR Schleswig und Schleswig 06 zusammen, gehen seitdem gemeinsam als "Schleswig Damen" unter dem Dach von Schleswig 06 an den Start. Demnächst ist auch die Bildung einer offiziellen Spielgemeinschaft ("FSG Schleswig") geplant. Die beiden Trainer Thorsten Bähle (zuvor VfR) und Lars Timmermann (schon vorher bei 06 tätig) bilden ebenfalls ein Team und formten die beiden Mannschaften schnell zu einer Einheit.

"Schon jetzt ist das Team wie eine Familie. Das ist eine wunderbare Sache"

Teambuilding mit Wasserski und Grillabend

"Viele haben nicht geglaubt, dass es funktionieren wird, denn die beiden Vereine waren über viele Jahre echte Rivalen", sagt Anna-Lena Ruwolt, fügt aber gleich hinzu: "Wir alle haben inzwischen gemerkt, dass es das Beste war, was uns passieren konnte. Schon jetzt ist das Team wie eine Familie. Das ist eine wunderbare Sache." Dabei half auch die eine oder andere Teambuilding-Maßnahme wie eine Wasserski-Aktion oder ein Grillabend entscheidend mit.

Dass die Kooperation der beiden Klubs vor allem auch sportlich ein wichtiger Fortschritt ist, weiß nicht zuletzt Torjägerin Ruwolt, die zuvor drei Jahre lang für den VfR Schleswig am Ball war, der im Gegensatz zum benachbarten Lokalrivalen "nur" mit einer 7er-Mannschaft am Spielbetrieb teilgenommen hatte. "Dort kam ich zwar als Stürmerin durch das kleinere Spielfeld zu noch mehr Torchancen und habe auch regelmäßig getroffen", berichtet sie. "Vom richtigen Fußball ist das aber doch ein ganzes Stück entfernt. Es ist definitiv eine andere Herausforderung, auf dem großen Feld zu spielen."

Aber auch dort klappt es ausgezeichnet. Dafür sind die ersten beiden Saisonspiele ein klarer Beleg. Erst schoss Anna-Lena Ruwolt ihre Mannschaft mit einem Doppelpack zum 2:1 gegen den MTV Dänischenhagen . Es folgten die zwölf Volltreffer gegen Eckernförde. Darunter war kein Kopfball ("Das kriege ich nicht hin"), aber auch kein Elfmeter. "Die meisten Tore erziele ich, wenn ich mit dem Rücken zum Tor angespielt werde, mich dann drehen und meine Schnelligkeit ausspielen kann", beschreibt die treffsichere Angreiferin. "Das Zusammenspiel klappt bei uns schon wirklich gut."

Besonders bemerkenswert: Erst im Alter von 16 Jahren hatte Anna-Lena Ruwolt mit dem Fußball im Verein begonnen. Ihre jetzige Teamkollegin und Kapitänin Ornella Schrenk hatte sie damals mit zum Training beim Schleswiger Vorortverein TSV Friedrichsberg-Busdorf genommen - und weckte damit schnell die Begeisterung. Auch das Talent war offensichtlich. "Ich habe dann noch kurzzeitig bei den Juniorinnen gekickt, aber auch schon schnell bei den Frauen ausgeholfen", sagt Ruwolt im Rückblick.

0:13 gegen Oberligisten

Inzwischen ist der Fußball aus ihrem Leben kaum mehr wegzudenken. "Es ist mein Ausgleich, ich kann komplett abschalten", schwärmt die Norddeutsche. "Vor allem aber tut es gut, einer solchen Gemeinschaft anzugehören. Bei uns ist jede und jeder willkommen, um die Familie noch weiter zu vergrößern."

Daran ändern auch erste Negativerlebnisse in der noch jungen Teamgeschichte nichts. So missglückte die Pflichtspielpremiere im Kreispokal gegen den Ligakonkurrenten TSV Kropp (1:5) . Nur zwei Tage nach dem 19:3-Schützenfest gegen Eckernförde IF gingen die Schleswig Damen außerdem im Landespokal gegen den zwei Ligen höher spielenden Oberligisten IF Stjernen Flensborg selbst 0:13 unter.

"Das war natürlich ein Wechselbad der Gefühle, aber wir wissen das schon gut einzuschätzen", betont Anna-Lena Ruwolt. "Dieser Gegner war für uns eine Nummer zu groß, davon lassen wir uns nicht runterziehen. Die Oberliga ist schon ein anderes Niveau."

Obwohl ihr selbst nicht wenige durchaus den Sprung in eine höhere Liga zutrauen, bleibt die vielseitige Stürmerin, die beruflich auch schon im medizinischen Bereich, in der Pflege und in der Landwirtschaft tätig war, bescheiden und bodenständig. "Ich fühle mich in Schleswig sehr wohl, denke aktuell nicht an einen Vereinswechsel", stellt sie klar. "Vielleicht schaffen wir es ja mit unserem Team, in die Landesliga aufzusteigen. Es muss ja nicht gleich in der ersten Saison sein." Sollte Anna-Lena Ruwolt ihre eindrucksvolle Trefferquote in den nächsten Wochen und Monaten auch nur annähernd bestätigen können, stehen die Chancen sicher nicht schlecht.

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