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Präsidentin |27.06.2022|15:50

Bärbel Bas: Früher Libero, heute Bundestag

Bärbel Bas (l.) beim MSV Duisburg: "Ich würde mich freuen, wenn die Frauen immer so viel Unterstützung bekämen."[Foto: imago images]

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Seit 2009 sitzt Bärbel Bas für die SPD im Deutschen Bundestag. Am 26. Oktober 2021 wurde Sie von den Parlamentarier*innen zur Bundestagspräsidentin gewählt. Wir sprechen mit der 54-Jährigen über Lockdowns für den Amateurfußball, zwei Spiele mit der Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg und ihre fußballerischen Anfänge in Duisburg.

FUSSBALL.DE Frau Bas, was hat Sie in Ihrer Jugend am Fußball so begeistert, dass Sie in einen Verein eingetreten sind?

Bärbel Bas: Ich habe überwiegend in den 80er Jahren erst als Linksaußen, später dann als Libero bei GA Möllen , KBC-Duisburg und zuletzt DJK Adler Duisburg gespielt. Natürlich meist auf Asche. Ich habe immer gegen Dosen gekickt und irgendwann hat mich eine Freundin mit zum Training genommen. Das Vereinsleben fand ich sofort toll. Eben nicht nur allein auf dem Bolzplatz mit Stangentor, sondern mit geselliger Teamkultur und regelmäßigen Spielen. Gemeinsam gewinnen, gemeinsam verlieren. Dabei war ich immer eine Teamspielerin, die gerne die Bälle verteilt und auch mal ein Tor schießt. Ich habe meist die Standards getreten und meine Flanken haben es auch häufig bis in den Strafraum geschafft. Ich hatte einen ziemlich harten und präzisen Schuss. Das durfte ich auch vor ein paar Jahren bei einem Promi-Elfmeterschießen von Viktoria Buchholz in meinem Duisburger Wahlkreis gegen den Ex-Profitorwart Daniel Masuch beweisen. Ich hatte extra meine alten Fußballschuhe herausgesucht.

Auf Ihrer Homepage schreiben Sie, dass Sie sogar zweimal mit der heutigen Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg in einer Mannschaft gespielt haben. Warum kam es zu keinem dritten Mal?

"Der Amateursport ist und bleibt eine wichtige Säule für unsere Gesellschaft"

Bas: Ich durfte damals beim KBC-Duisburg – 1983 DFB-Pokalsieger und 1985 Deutscher Meister – immerhin zwei Mal in der 1. Mannschaft aushelfen, in der damals Martina Voss spielte. Der Personalmangel war sehr groß. Ich gebe zu: Ich hatte Konditionsprobleme. Trotzdem bleibt das eine Ehre. Das sind Spiele, an die ich immer gerne zurückdenke.

Wie groß ist Ihr Interesse am Frauenfußball?

Bas: Zum Frauenfußball gehe ich grundsätzlich immer gerne und freue mich auf die Frauen-Europameisterschaft. Zuletzt war ich vor wenigen Wochen beim 6:1-Saisonfinalsieg der MSV-Frauen gegen RB Leipzig in der MSV-Arena. Mehr als 1500 Zuschauer waren dabei. Ich würde mich freuen, wenn die Frauen immer so viel Unterstützung bekämen. Mein MSV ist bei den Frauen jetzt wieder zurück in die Bundesliga aufgestiegen. Die Männer brauchen etwas länger, aber ziehen hoffentlich auch sehr bald nach.

Haben Sie einst von einer Karriere als Fußballerin geträumt oder schon früh das Ziel verfolgt, Politikerin zu werden?

Bas: Ehrlich gesagt: Weder noch. Als ich mit Frauenfußball angefangen habe, ging es um Zeitvertreib. "Karrieren" im Sinne von spannenden Jobs mit lukrativen Verträgen in interessanten Ländern gab es damals ja nicht. Außerdem fehlte mir wegen meiner Arbeit und meinem politischen Engagement einfach die Zeit, um regelmäßig zum Training zu gehen. Für Träumereien war da gar keine Zeit.

Für politische Träumereien auch nicht?

Bas: Bis mich 2009 die Menschen in meinem Duisburger Wahlkreis zum ersten Mal in den Deutschen Bundestag gewählt haben, habe ich Politik mehr als 20 Jahre ehrenamtlich gemacht. Karriere habe ich bis dahin in meinem Beruf bei einer Gesetzlichen Krankenkasse gemacht und mich nebenbei immer weitergebildet bis zur Personalmanagement-Ökonomin.

Während der Corona-Pandemie wurde der Politik von unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen zum Teil massive Kritik entgegengebracht. Auch der Amateursport fühlte sich vernachlässigt. Wie haben Sie diese Kritik wahrgenommen?

Bas: Ich bin als Bundestagsabgeordnete viel unterwegs und spreche unter anderem mit Vereinen. Ich war bis 2021 ja auch stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende für Gesundheit. Deshalb kann ich sicher sagen, dass alle meine Kolleginnen und Kollegen und ich die Kritik aus dem Amateursport wahrgenommen haben und nachvollziehen können. Die Pandemiezeit mit den Lockdowns war für den Amateursport natürlich besonders schwierig, keine Frage. Diese Pandemie war und ist eine riesige Herausforderung für uns alle. Wir haben die Schutzmaßnahmen aber natürlich nicht gemacht, um die Menschen unnötig einzuschränken, sondern uns alle vor einem gefährlichen Virus zu schützen.

Von welchem Ziel waren Sie geleitet?

Bas: So viel Schutz wie nötig – gerade für vulnerable Gruppen – aber auch so viel Freiheit wie möglich. Und Sie dürfen auch nicht vergessen: Niemand hatte im Frühjahr 2020 eine Blaupause mit dem perfekten Plan für diese Corona-Pandemie. Wir mussten uns alle heranarbeiten und Sie können mir glauben: Es war sehr viel Arbeit. Der Amateursport ist und bleibt eine wichtige Säule für unsere Gesellschaft. Das sehen wir zum Beispiel gerade wieder bei der Integration von geflüchteten Menschen aus der Ukraine. Sport verbindet über alle Grenzen hinweg und die Vereine leisten da unschätzbar wichtige Arbeit.

Inzwischen unterliegt der Sportbetrieb überwiegend keinerlei Einschränkungen mehr. Warum ist das der richtige Schritt?

Bas: Zusammenkünfte von Menschen sind sehr wichtig für unsere Gesellschaft. Dies gilt in ganz besonderem Maße für den Sport und dort für das Vereinsleben. Deshalb freue ich mich, dass die Menschen ihren Sport wieder mit deutlich weniger Schutzmaßnahmen leben können. Der Grundgedanke des überarbeiteten Infektionsschutzgesetz ist: So viel lockern wie möglich, aber Vorkehrungen schaffen, um schnell reagieren zu können, wenn dies nötig werden sollte. Wenn die Fallzahlen sinken, wenn die Todeszahlen sinken, wenn keine Überlastung des Gesundheitssystems droht – dann können wir auf tiefgreifende Einschränkungen in unserem Alltag verzichten. Wir brauchen ein Mindestmaß an Basismaßnahmen zum Schutz vulnerabler Gruppen und im Zweifel müssen die Länder passgenaue Schutzmaßnahmen bei Bedarf wieder oder weiter gelten lassen können. Aktuell freue ich mich sehr, wenn ich die Menschen auf den Sportplätzen und in den Sporthallen sehe. Was vor Corona selbstverständlich war, lernen wir doch jetzt noch einmal ganz anders zu schätzen.

Der DFB veröffentlichte im vergangenen Herbst die Ergebnisse einer vom Verband in Auftrag gegebenen Studie, die von einer Forschergruppe unter der Leitung von Dr. Florian Egger und Prof. Dr. Tim Meyer vom Institut für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes und unter Mitwirkung der Universität Basel durchgeführt wurde. Wichtigste Erkenntnis: Outdoor-Sportaktivitäten, auch wenn sie Kontakte beinhalten, bergen ein sehr geringes Ansteckungsrisiko und sind somit eine sehr sichere Option für Sport und Bewegung während der Pandemie. Handelte die Politik mit Blick auf den Amateursport im Freien rückblickend unverhältnismäßig streng?

Bas: Hinterher ist man natürlich immer schlauer und wie gesagt: Es gab keine Blaupause. Wir als Deutscher Bundestag haben genau für diese Frage nach der verhältnismäßigen Wirksamkeit der Corona-Schutzmaßnahmen einen Expertenrat eingesetzt, der Maßnahmen wissenschaftlich beurteilt und Ende Juni seinen Bericht vorlegen wird. Wir wollen als Politik natürlich auch dazulernen und auf dieser fundierten Basis den weiteren Umgang mit der Pandemie planen.

Sportwissenschaftler wie der Kölner Professor Ingo Froböse warnte – auch bei Kindern und Jugendlichen – von einer "Bewegungsmangel-Pandemie". Haben wir als Gesellschaft das Thema Gesundheit in den vergangenen Monaten aus einer zu verengten Perspektive betrachtet?

Bas: Allen Beteiligten war immer klar und wichtig, dass Sport bei Kindern und Jugendlichen von besonderer Bedeutung ist. Das gilt gerade auch für den Schulsport, der leider ebenfalls zu kurz gekommen ist. Die verschiedenen Bundesministerien haben mit Informationsmaterial für Schulen oder Vereine einiges getan, um die Gestaltung eines bewegten Alltags unter Pandemiebedingungen zu fördern. Das kann aber weder Vereins- noch Schulsport ersetzen.

Wie lautet nun Ihr Rezept?

Bas: Umso wichtiger ist, dass wir diesen Bewegungsmangel jetzt aktiv angehen. Deshalb freue ich mich, dass SPD, Grüne und FDP im Koalitionsvertrag vereinbart haben, dass das Engagement für den Sport mit Nachdruck fortgeführt wird: z.B. mit einem "Entwicklungsplan Sport" und dem Ausbau von Bewegungs- und Sportangeboten, indem in Sportstätten und Schwimmbäder investiert werden soll. Sportanlagen sollen nachhaltig, barrierefrei und inklusiv werden.

Welchen sozialen Wert besitzt der Amateurfußball auch über die Bewegung hinaus – speziell für Kinder und Jugendliche?

Bas: Der Amateurfußball, aber auch alle anderen Mannschaftssportarten schulen das Sozialverhalten. Das habe ich selbst so in meiner aktiven Zeit erlebt: Man muss zusammenarbeiten, manchmal klare Ansagen machen und sich hin und wieder mal unterordnen. Man lernt, gemeinsam Probleme zu lösen und den Wert der Solidarität zu schätzen. Wichtig ist der Zusammenhalt. Ich treffe mich heute noch mit ehemaligen Mitspielerinnen. Da hält die Freundschaft ein Leben lang. Deshalb können wir auch gar nicht zu oft die vielen engagierten Übungsleiterinnen oder Trainer würdigen, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich mit Kindern und Jugendlichen beschäftigen. Diese Menschen verdienen ausdrücklich Dank und Respekt. Sie verdienen es aber auch, dass wir ehrenamtliche Strukturen weiter stärken und alles tun, um junge Menschen für das Ehrenamt zu begeistern.

Wagen wir eine Prognose: Wird der Amateurfußball im kommenden Herbst und Winter einen weiteren Lockdown erleben?

Bas: Zweieinhalb Jahre Corona-Pandemie haben gezeigt, dass die Entwicklung dieses Virus nur schwer prognostizierbar ist. Deshalb wage ich jetzt keine Prognose, aber ich sage deutlich: Wir tun alles, um einen weiteren Lockdown zu verhindern. Wir können darüber hinaus alle zusammen ganz konkret etwas tun, damit wir weiterhin mit Solidarität und Gemeinwohlorientierung durch diese Pandemie kommen: Impfen ist der beste Schutz. Lassen Sie sich impfen – und sagen Sie es weiter!

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