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Rückflug |19.03.2021|15:30

Boston statt Drochtersen: USA statt 4. Liga

Jean-Philippe Meibohm: "Die drei Jahre waren absolut genial."[Foto: Bilder: Elon University, Collage: FUSSBALL.DE]

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Fußball und Studium in den USA: Davon träumen viele Talente. Jean-Philippe Meibohm (23) hat sich diesen Traum bereits erfüllt. Von 2017 bis 2020 war er für US-Colleges am Ball. Im August kehrt der Abwehrspieler der SV Drochtersen/Assel aus der Regionalliga Nord zurück in die Staaten. Diesmal zieht es ihn nach Boston. Wir haben mit Meibohm über die Faszination USA und ein unvergessliches Turnier in Spanien gesprochen.

FUSSBALL.DE: Nach drei Jahren in den USA kickten Sie zuletzt für die SV Drochtersen/Assel in der Regionalliga Nord. Bald geht es für Sie erneut in die Staaten. Warum, Herr Meibohm?

Jean-Philippe Meibohm:  Da muss ich direkt ein wenig ausholen. 2017 war der Hauptgrund für meinen Schritt in die USA, dass ich dort eine bessere Chance hatte, Studium und Fußball zu verbinden. Ich konnte meinen Bachelor in Sportmanagement machen und parallel auf professionellem Niveau Fußball spielen. Danach wollte ich eigentlich direkt zwei Jahre dranhängen. Leider kam Corona dazwischen. Als dann die Anfrage aus Drochtersen kam, nahm ich die Möglichkeit wahr, vorerst nach Deutschland zurückzukehren und in der Regionalliga zu kicken. Für mich war aber klar, dass ich so schnell wie möglich zurück in die USA möchte. Ich habe mich in das Land und die dort gelebte Mentalität verliebt. Ich bin überglücklich, dass es in diesem Jahr klappt.

Sie spielten und lebten bereits in Colorado, North Carolina und Buffalo. Wie verliefen Ihre bisherigen drei Jahre in den USA?

"Schon das erste Semester in Colorado war überwältigend"

Meibohm:  Ein Wort: überragend. Schon das erste Semester in Colorado war überwältigend. Landschaften wie die Rocky Mountains haben mich absolut beeindruckt. Und klar: Mit gerade erst Anfang 20 fand ich das Collegeleben natürlich auch klasse.  (lacht)  Beim Fußball konnten wir eine professionelle Umgebung genießen. In der Kabine hatte beispielsweise jeder Spieler seinen eigenen Schrank. Zu Auswärtsspielen sind wir bereits einen Tag vorher geflogen. Die drei Jahre waren absolut genial.

Was war Ihr Höhepunkt?

Meibohm:  Da tue ich mich ehrlich gesagt schwer, mich festzulegen. Es gab so viele schöne Momente, die ich nie vergessen werde. Aber gut, ich entscheide mich für einen.  (lacht)  Bei meiner Uni wurde jedem Sportteam alle vier Jahre eine Reise ins Ausland finanziert. Wir sind mit der Mannschaft nach Portugal und Spanien geflogen. Dort haben wir zehn Tage lang in Lissabon und Madrid gegen die zweiten Mannschaften von Profiteams gespielt. Unter anderem zählten der FC Getafe und CD Leganés dazu. Das war schon klasse.

Haben Sie in den USA auch viele Freunde gefunden, mit denen Sie noch in Kontakt stehen?

Meibohm:  Ja, sehr viele sogar. Und die sind weltweit verteilt. Erst vor wenigen Tagen habe ich fast zwei Stunden mit einer Freundin über Facetime gesprochen. Anfang August habe ich vor, gemeinsam mit einem Unifreund aus Madrid unseren College-Kollegen in Island zu besuchen. Von dort aus werde ich dann in die USA fliegen.

Ihre neue Heimat wird Waltham bei Boston sein. Dort absolvieren Sie an der renommierten Bentley University ihren Master in Finance. Warum fiel Ihre Wahl auf diese Uni?

Meibohm:  Mein Fokus liegt mittlerweile auf der beruflichen Laufbahn. Der Fußball war lange Zeit ein großer und wichtiger Bestandteil meines Lebens, jetzt haben sich die Prioritäten verschoben. Deshalb hatte ich den Wunsch, meinen Master an einer angesehenen Universität zu machen. Ich hatte mich an drei verschiedenen Unis beworben und wurde tatsächlich überall angenommen. Die Wahl fiel dann schlussendlich auf Boston und nicht Wake Forest in North Carolina, weil mich dort die Uni mit dem Teilstipendium finanziell mehr unterstützt.

Wie lauten Ihre Ziele und wie lange wollen Sie diesmal bleiben?

Meibohm:  Zunächst einmal möchte ich meinen Master so gut wie möglich abschließen. Danach will ich auf jeden Fall in den USA bleiben. Ein Visum für weitere drei Jahre nach den eineinhalb Jahren im Master habe ich bereits. Generell sehe ich meine Zukunft eher in den USA als in Deutschland. Aber mal sehen, wie es am Ende wirklich kommt.

Spielen Sie denn weiter Fußball?

Meibohm:  Das ist zumindest vorerst nicht geplant. Aber wer weiß: Vielleicht ergibt sich ja an der Universität etwas. Auf jeden Fall vermisse ich den Fußball jetzt schon.

Viele Fußballer haben den Traum, an einem US-College zu spielen und zu studieren. Wie haben Sie damals die Möglichkeit dazu erhalten?

Meibohm:  Zu meiner Zeit in der Jugend beim  FC Erzgebirge Aue  hat sich eine Agentur bei mir gemeldet, die Spieler in die USA vermittelt. Zunächst lehnte ich ab, weil ich den Traum von einer Profikarriere in Deutschland verfolgen wollte. Ich erkannte aber früh, dass daraus nichts wird. Also kam ich noch einmal auf die Agentur zurück. Gegen eine Vermittlungsgebühr kümmert sie sich um den Kontakt zu den Colleges und den dortigen Trainern. Ich konnte mir aus mehreren Angeboten das für mich beste herauspicken. Insgesamt kann ich nur jedem empfehlen, diese Erfahrung zu machen. Wenn man merkt, dass es schwer wird, sich im Profibereich durchzusetzen, ist das Abenteuer in den USA ein optimaler Ausweg. Man spielt nicht nur auf professionellem Niveau, sondern macht auch wichtige Lebenserfahrungen in jungen Jahren. Ich bin durch meinen Schritt in die USA definitiv früher erwachsener geworden.

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