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Interview |02.05.2021|09:00

Ex-Profi Schieber wird Oberliga-Trainer

Julian Schieber: "Am Tag, als die TSG meine Verpflichtung bekannt gegeben hat, hat mein Handy in einer Tour geklingelt."[Foto: TSG Backnang]

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Er hat mit 19 in der Bundesliga debütiert, das Trikot der deutschen U 21-Nationalmannschaft getragen und sogar das Finale der Champions League erreicht: Julian Schieber, 167 Erstligaspiele für den VfB Stuttgart, den 1. FC Nürnberg, Borussia Dortmund, Hertha BSC und den FC Augsburg (27 Tore), hat den großen Fußball kennengelernt. Nun beendet er zum 30. Juni offiziell seine Profikarriere.

Der 31 Jahre alte Stürmer, der beim FCA allerdings schon zu Beginn dieser Saison im vorigen Sommer aus dem Bundesligakader aussortiert und in die U 23 abkommandiert worden war, wird ab dem 1. Juli Trainer – und zwar bei seinem früheren Verein TSG Backnang . Bei dem Oberligisten wird er Chefcoach Mario Marincic als "Co" unterstützen. Wir haben uns mit Julian Schieber über seine Zeit in der Bundesliga und die Zukunft im Amateurfußball unterhalten.

FUSSBALL.DE: Julian Schieber, wie kam der Kontakt nach Backnang zustande?

Julian Schieber: Die TSG ist ja mein alter Jugendverein und ich bin in der Region groß geworden. Von daher ist die Verbindung zur alten Heimat nie abgerissen, egal ob ich in Nürnberg, Dortmund oder Berlin gespielt habe. Für mich ist das jetzt die Möglichkeit für einen Neuanfang, darauf freue ich mich schon sehr.

"Ich werde auch als Trainer authentisch bleiben. Die Jungs sollen wissen, woran sie bei mir sind"

Beenden Sie Ihre Profikarriere mit einem lachenden und einem weinenden Auge?

Schieber: Das kann man so sagen. Durch die vielen Verletzungen in den vergangenen Jahren war es klar, dass es bald vorbei sein würde – auch wenn ich mit 31 Jahren ja noch nicht ganz so alt bin (lacht) . Mein Körper hat mir einfach signalisiert, dass er Fußball auf Bundesliga-Niveau auf Dauer nicht mehr mitmacht. Natürlich hätte ich mir einen schöneren Abschluss gewünscht, als dass deine Karriere mitten in einer Pandemie einfach so ausläuft und du dich nicht auf dem Platz verabschieden kannst. Aber dann habe ich mir gesagt: "Hey Julian, du bist gesund, hast eine tolle Familie mit drei Kindern und jetzt kommt etwas Neues." In Augsburg habe ich mich ja auch schon ein wenig auf das Trainergeschäft vorbereiten können.

Wie genau?

Schieber: Nachdem der Verein mir letztes Jahr mitgeteilt hat, dass ich trotz meines gültigen Vertrags bis zum 30. Juni 2021 nicht mehr Teil des Profikaders sein würde, habe ich mich der U 23 zur Verfügung gestellt und wollte die Strukturen im gesamten Nachwuchsleistungszentrum kennenlernen. Leider hat Corona diese Zeit ziemlich durcheinander gewirbelt, denn die Saison in der Regionalliga Bayern war zwischenzeitlich unterbrochen, sodass eine kontinuierliche Arbeit in dem Bereich nicht möglich war. Ich habe mich dann für den Trainerlehrgang angemeldet und absolviere gerade die DFB-Elite-Jugend-Lizenz.

Wird man Sie in Backnang auch noch einmal im Trikot auf dem Platz sehen?

Schieber: Nein, das ist endgültig vorbei! Wenn ich weiter spielen könnte, hätte ich andere Optionen als die Oberliga gehabt. Dass ich bei der TSG mal bei der einen oder anderen Trainingseinheit aktiv mitmischen werde, ist ja klar. Ansonsten sind unsere Rollen klar verteilt, Mario Marincic ist der Cheftrainer, ich werde an seiner Seite als Assistent das Bindeglied zur Mannschaft sein. Dadurch, dass Mario auch spielen wird, kann ich ohnehin etwas mehr Einfluss nehmen, das macht die Aufgabe noch spannender.

Als langjähriger Bundesliga-Profi werden Sie im kleinen Backnang erst einmal im Mittelpunkt stehen, egal ob an der Seitenlinie oder woanders.

Schieber: Damit habe ich keine Probleme, und der Verein gewiss auch nicht. Am Tag, als die TSG meine Verpflichtung bekannt gegeben hat, hat mein Handy schon in einer Tour geklingelt. Je nachdem, wann es im Sommer wieder losgeht, wird das Interesse sicher aufflackern, aber dann wird sich das bestimmt schnell einspielen.

Sie hatten in den vergangenen zwölf Jahren Ihrer Profikarriere eine Reihe verschiedener Trainer, unter anderem Jürgen Klopp in Dortmund. Welcher hat Sie am meisten geprägt, auch mit Blick auf Ihre eigene kommende Trainertätigkeit?

Schieber: Von jedem Trainer nimmt man etwas mit, zum Beispiel als mich der VfB Stuttgart an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen hat. Da war ich noch sehr jung und hatte gerade meine ersten Erfahrungen in der Bundesliga und auch auf europäischer Ebene gesammelt. Beim Club, damals unter anderem mit Illy Gündogan im Team, war zu der Zeit Dieter Hecking der Chefcoach, von ihm habe ich viel gelernt. Und Kloppo war noch einmal eine ganz andere Hausnummer. Er ist nun einmal ein Typ, der stark polarisiert. Innerhalb der Kabine kann er mit seiner enormen Ausstrahlung recht autoritär wirken, auf der anderen Seite redet er aber auch viel mit den Spielern und ist ihnen somit automatisch nahe.

Was für ein Trainertyp wird Julian Schieber sein?

Schieber: Auf jeden Fall ein authentischer! Ich bin keiner, der sich verstellt, die Jungs sollen wissen, woran sie bei mir sind. Alles Weitere wird man aber erst sehen, wenn ich im Sommer in Backnang anfangen werde. Bis es soweit ist, habe ich ja noch genügend Zeit, mich auf diese neue Situation vorzubereiten.

Ist auch Ihre Frau froh, dass das typische Vagabundenleben eines Fußballprofis, der mal hier und mal dort spielt, nun vorbei ist?

Schieber: Ja! Wir haben uns früh kennengelernt, und sie ist immer mitgezogen, ob nach Nürnberg, Dortmund oder Berlin, wo auch unsere drei Kinder jeweils in einer anderen Stadt geboren wurden. Es ist schon interessant, mal in der Hauptstadt zu leben, aber jetzt haben wir unsere feste Basis in der Stuttgarter Region.

Thailand wäre da etwas weiter weg gewesen. Wie man liest, Sie hätten im Winter auch nach Asien gehen können.

Schieber: Das hat mich sehr gereizt, denn Asien und speziell Thailand habe ich durch Reisen kennengelernt, Bangkok ist meine Lieblingsstadt. Philip Roller, ein Deutsch-Thai und guter Freund von mir, ist Kapitän bei Ratchaburi FC. Im letzten Thailand-Urlaub habe ich mir die Bedingungen vor Ort angeschaut. Außerdem gab es im Januar noch eine Anfrage aus Vietnam, doch letztlich hat auch Corona diese Pläne zunichte gemacht. Nun heißt es also: Backnang statt Bangkok, etwas kleiner und weniger spektakulär, aber es ist für meine Familie und mich die richtige Entscheidung.

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