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Leichtathlet |02.12.2021|14:15

Fabian Linne: Ex-Sprinter knipst in 5. Liga

Einer der schnellsten Fußballer Deutschlands: Fabian Linne (l.).[Foto: Imago]

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Fabian Linne spielte Fußball im Nachwuchs von Werder Bremen, wechselte dann die Sportart und zählte zu den besten deutschen Nachwuchssprintern. Heute gilt seine Leidenschaft wieder dem Leder: Er kickt bei der SG Aumund-Vegesack in der Oberliga Bremen - und das recht erfolgreich. Mit seinen drei Nachspielzeittreffern Mitte November ist er von kicker zum Premierenvertreter der neuen Reihe "Torjäger des Monats" gekürt worden.

Geschwindigkeit. Zahllose Talente wurden auf der U-Treppe hinauf zur Profi-Etage mit der Begründung aussortiert, sie seien zu langsam. Fabian Linne kickte selbst bis zur U 13 bei Werder Bremen - Tempodefizite waren aber nicht der Grund, warum es für ihn dann nicht mehr weiterging: Schon damals stoppte ihn eine Verletzung, er hatte zudem so seine Probleme mit dem Trainer. Bei der SG Findorff ging es dann zwar weiter bis zur A-Jugend, dann aber brachte ein Sportlehrer den damals 17-Jährigen auf die Idee, mal den Untergrund zu wechseln.

Nur wenige Monate später zählte Linne dann plötzlich zu Deutschlands Top-Sprintern im Nachwuchsbereich, rannte in seiner Paradedisziplin über 200 Meter bei U-Meisterschaften regelmäßig aufs Treppchen und hielt diverse Landesrekorde. Seine Bestzeit über die halbe Stadionrunde: 21,04 Sekunden.

Die kurze Karriere eines Spätberufenen: "Ja, ich war recht spät dran, aber ich hatte einfach die Voraussetzungen dafür", erinnert sich Linne im Gespräch. Zunächst probiert er sich in den Sprungdisziplinen ("da war ich ganz passabel"), wechselt dann schnell auf die Tartanbahn. Bei seinem ersten 100-Meter-Lauf sprintet er direkt unter 11 Sekunden - und schon im Jahr, in dem er anfängt, landet er bei der deutschen Meisterschaft der U 18 über 200 Meter auf Rang zwei: "Für viele überraschend, man hat mich ja kaum gekannt", lacht er.

"Usain Bolt ist das beste Beispiel, dass beim Fußball so viel mehr dazugehört"

Muskeln fest wie Stein

Der 21-Jährige ist ein offener Mensch. Eloquent erzählt er von seinem Werdegang, und auch wenn es mal weniger erfreulich wird, wirkt es nicht so, als gebe es da noch etwas zu verarbeiten. Denn: Dass das mit der Leichtathletik heute vorbei ist, hat auch mit seinem Körper zu tun. Der machte die Belastungen nicht mehr mit. Als er einmal zur Europameisterschaft reiste, fing es an mit seiner Muskulatur. Immer wieder zog sie sich so stark zusammen, "dass sie fest wurde wie ein Stein". Bei der EM konnte er daher nicht starten, nur der Beginn einer längeren Verletzungsserie: "Zuletzt war der Muskel beschädigt, zwar nicht gerissen, aber einfach kaputt. Das hat keinen Spaß mehr gemacht", sagt er.

Als er sich wieder einmal mit seinem Körper herumplagte, verbot ihm ein renommierter Sportarzt in seiner Heimatstadt Bremen das Sprinten: "Das Fußballspielen hat er mir aber gelassen", lacht Linne, "das lag einfach daran, dass beim Sprint 100 Prozent des Muskels beansprucht wird, beim Fußball aber nur rund 85 Prozent." Da fasst er den Entschluss, dass er diesen ständigen Kampf nicht mehr will. Bereut hat er das nicht: "Vielleicht hätte ich das Problem noch in den Griff bekommen", sagt er, "aber hier in Bremen hat man nicht die besten Bedingungen dafür". Der 21-Jährige macht eine Ausbildung in seiner Heimat, will die auch fertig machen. Ein Wechsel an Sprint-Hochburgen, wie etwa Frankfurt, kann er sich nicht vorstellen.

Also wieder Fußball - "den Sport, den ich gemacht habe, seitdem ich laufen kann"  - und man meint, dass seine Stimme etwas wärmer wird. Ganz am Anfang habe er ja noch beides gemacht, aber das habe er schnell sein lassen, "die Verletzungsgefahr beim Fußball war einfach zu hoch". Dass es ihn letztlich aber bei der Leichtathletik erwischte, war vielleicht ein Fingerzeig seines Körpers. Jedenfalls entschließt er sich, einen höherklassigen Verein in Bremen zu suchen. Seit Sommer 2021 läuft er nun für die SG Aumund-Vegesack in der fünftklassigen Bremen-Liga auf. Und das durchaus erfolgreich: Aus 16 Partien sind sieben Treffer notiert.

Experte für die Nachspielzeit

Denn natürlich ist ein ehemaliger Sprinter auf der offensiven Außenbahn zuhause, dort, wo man am ehesten mal Räume vor sich bekommt. Oder? "Nein, ich bin eher so der Allrounder", lacht Linne, "habe auch schon Innenverteidiger und Sechser gespielt. Aber wenn es die Personallage zulässt, ist es schon der Sturm. Ja, ich bin schnell, das ist meine Stärke, aber es ist ein anderer Begriff von Sprinten, die Technik ist eine ganz andere. Die kurzen, schnelle Sprints aber, die habe ich den anderen schon voraus. Man hat ja nicht immer 40 Meter vor sich."

Dass es kein Selbstläufer wird, wenn man nur große Geschwindigkeit mitbringt, mussten vor ihm schon namhaftere Kollegen feststellen: "Usain Bolt ist das beste Beispiel, dass beim Fußball so viel mehr dazugehört", lacht Linne, angesprochen auf den ehemals schnellsten Mann der Welt, der nach wie vor den Weltrekord hält - und sich nach seiner Karriere kurzzeitig im Profifußball ausprobierte. Doch Linne legt großen Wert darauf, dass Tempo bei ihm selbst auf dem Rasen nicht alles ist. "Nicht dass da ein falsches Bild entsteht: Es ist kein Zufall, dass ich Tore schieße. Ich will mal behaupten, ich kann auch etwas am Ball. Fußballerisch muss ich mich nicht verstecken, auch wenn ich vier Jahre ausgesetzt habe." 

"Ich würde nicht beschwören, dass die Trainer mich kennen", sagt Linne, angesprochen darauf, wie sich die Liga eigentlich auf ihn einstellt. Das dürfte sich so langsam ändern - vor allem, wenn er weiterhin solche Leistungen zeigt wie zuletzt Mitte November am 14. Spieltag: Drei Treffer gelangen ihm da beim verrückten 5:4-Erfolg seiner SG über den SV Hemelingen, allesamt in den Bonus-Spielzeiten von Durchgang eins (45+1./45+3.) und zwei (90+2.). "Ich habe gar nicht mitbekommen, dass die alle in der Nachspielzeit gefallen sind", sagt er lachend, "und eigentlich waren das echt schöne Tore": Einmal direkt aus der Luft, einmal platziert ins kurze Eck - nur bei seinem dritten und entscheidenden, dem erlösenden 5:4-Siegtreffer, musste er vor seinem Abschluss das machen, was er dann doch am besten kann: Kurz das Tempo anziehen. 

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