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Neu in Uerdingen|21.03.2018|09:30

Krämer: "RL West die stärkste der 5 Staffeln"

Der neuer Trainer des KFC Uerdingen: Stefan Krämer.[Foto: 2017 Getty Images]

Die Brust von Stefan Krämer, seit wenigen Tagen neuer Trainer beim ambitionierten Regionalliga West-Aufsteiger KFC Uerdingen 05, ziert ein großes Tattoo von Arminia Bielefeld. Der 50-Jährige war 2013 mit den Bielefeldern in die 2. Liga aufgestiegen. Ein weiteres Tattoo von einem Verein wird sich Krämer aber nicht stechen lassen. "Das war eine einmalige Aktion", sagt der gebürtige Mainzer, der beim KFC die Nachfolge von Michael Wiesinger angetreten hat, im Gespräch mit FUSSBALL.DE. Ein Aufstieg soll für Krämer, der bis Anfang Oktober 2017 bei Rot-Weiß Erfurt in der 3. Liga gearbeitet hatte, allerdings keine einmalige Sache bleiben. Die Marschroute beim KFC ist klar: So schnell wie möglich soll es hoch in die 3. Liga gehen. Aktuell rangiert der Ex-Bundesligist auf Rang zwei.

Im aktuellen FUSSBALL.DE -Interview spricht Stefan Krämer mit Mitarbeiter Thomas Palapies-Ziehn über seine ersten Tage beim KFC, das Titelrennen sowie die Gemeinsamkeiten von Versicherungskaufleuten und Fußballtrainern.

FUSSBALL.DE: Nach etwas mehr als fünf Monaten stehen Sie wieder auf dem Trainingsplatz. Wie sehr haben Sie das vermisst, Herr Krämer?

Stefan Krämer: Ehrlich gesagt vermisse ich die Arbeit auf dem Trainingsplatz immer schon nach fünf Stunden. Wenn etwas zu Ende geht, ist es allerdings immer gut, ein wenig Abstand zu bekommen und zu reflektieren, was nicht optimal gelaufen ist. Die freie Zeit habe ich genutzt, um mir viele Spiele - den Großteil in den ersten vier Ligen - anzuschauen. Wenn man auf der Tribüne sitzt, ohne den Punktedruck, verändert sich der Blickwinkel. Das hat dazu geführt, dass ich nun beim KFC gerne jemanden hätte, der das Spiel für mich von der Tribüne aus verfolgt. Im Idealfall hat dieser Mitarbeiter sogar keinen größeren emotionalen Bezug zur Mannschaft.

"Als Trainer muss man 25 Ich-AGs so führen, dass man ein gemeinsames Ziel erreicht. Dabei gilt es, die Menschen nicht zu manipulieren, sondern ehrlich mitzunehmen"

Wie kam das Engagement in Uerdingen zustande?

Krämer: Eine Anfrage gab es schon im vergangenen Sommer. Damals stand ich aber noch bei Rot-Weiß Erfurt unter Vertrag. Der Kontakt ist danach nie ganz abgebrochen. Nach der für mich überraschenden Trennung von Michael Wiesinger ging es sehr schnell. Mittwochvormittag kam der Anruf, mittags haben wir uns getroffen und Donnerstag wurde der Vertrag unterzeichnet.

Von außen betrachtet ist es eine komplizierte Aufgabe. Sie sollen einen Aufsteiger möglichst schnell in die 3. Liga führen. Wie ist Ihre innere Sichtweise?

Krämer: Die Aufgabenstellung mit Uerdingen ist klar. Der KFC will so schnell wie möglich in den richtigen Profibereich, der in der 3. Liga beginnt. Wir haben eine gute Mannschaft beisammen, die im Fußball schon einiges erlebt hat und über viel Erfahrung verfügt. Dennoch ist es keine Selbstverständlichkeit, dass ein Aufsteiger gleich ganz oben mitmischt. Mein Vorgänger Michael Wiesinger, mit dem ich gemeinsam die Ausbildung zum Fußball-Lehrer besucht habe, hat da sehr gute Arbeit geleistet. Nun beginnt aber eine neue Zeitrechnung. Ich muss schnell erkennen, wie die Mannschaft zusammengesetzt ist, um die Art von Fußball spielen zu lassen, mit der wir die meisten Punkte einfahren können. Nur darum geht es.

Mit KFC-Investor Mikhail Ponomarev hat beim KFC ein russischer Geschäftsmann das Sagen. Wie häufig treffen Sie sich zu Gesprächen?

Krämer: Bis jetzt gab es die Vertragsgespräche. Wie das im Tagesgeschäft genau abläuft, weiß ich noch nicht. Mikhail Ponomarev will als Investor aber sicher ständig auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Ponomarev nimmt sich nach schwachen Auftritten auch schon einmal die Mannschaft zur Brust. Wie gehen Sie damit um?

Krämer: Das ist doch ganz normal. In jeder Firma und in jedem Fußballklub gibt es Gesprächsbedarf, wenn es nicht läuft. Bei dem einen Chef ist die Zündschnur länger, bei dem anderen kürzer. Wichtig ist, dass ich die Zusicherung habe, dass die Entscheidungen im sportlichen Bereich von meinem Team und mir getroffen werden. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass Herr Ponomarev in den sportlichen Bereich hineinreden will.

Der Druck wird aber insgesamt nicht geringer, oder?

Krämer: Fußball ist Ergebnissport. Das wissen wir doch alle. Wir müssen abliefern.

Einen Trainerwechsel bei einem Tabellenzweiten gibt es nicht so häufig. Sonst geht es für den neuen Trainer meistens darum, einen Verein vor dem drohenden Abstieg zu bewahren oder zumindest einen Abwärtstrend zu stoppen. Macht das den Einstieg für Sie leichter oder eher schwieriger?

Krämer: Einen Tick schwieriger würde ich sagen. Kommt ein Trainer zu einem Verein, bei dem es nicht läuft, stellt man alles auf den Prüfstand. Das tun wir jetzt zwar auch. Allerdings ist es beim KFC ja auch schon vorher ganz gut gelaufen. Es geht daher darum, das Gute zu bewahren und möglicherweise nur die Nadel im Heuhaufen zu finden.

Wie gut kennen Sie die Mannschaft nach nur wenigen Tagen?

Krämer: Das Wetter macht uns im Moment ein wenig zu schaffen und bremst. Wegen Schnee und Eis mussten wir in die Soccerhalle ausweichen, arbeiten außerdem viel mit Videostudium und an der Taktiktafel. Doch auch ohne auf dem Trainingsplatz gewesen zu sein, geht es für mich darum, von Beginn an ein vertrauensvolles Miteinander zu schaffen. Ich habe mir vorgenommen, mir für jeden Spieler mindestens eine halbe Stunde Zeit zu nehmen, um die jeweilige sportliche und persönliche Situation zu besprechen. Viele Gespräche habe ich schon hinter mir, einige folgen noch.

Sie sind erstmals in der Regionalliga West tätig. Wie gut kennen Sie die Spielklasse?

Krämer: Für mich ist die Regionalliga West die stärkste der fünf Staffeln in der 4. Liga. Um die genauen Stärken und Schwächen der einzelnen Mannschaft kennenzulernen, dürfte aber noch ein wenig Zeit vergehen. Wir haben beim KFC allerdings ein gutes Scouting. Die Mitarbeiter aus diesem Bereich sind momentan meine ersten Ansprechpartner, wenn es um die Gegnervorbereitung geht.

Sie sind mit Arminia Bielefeld in die 2. Bundesliga aufgestiegen und waren zuletzt Trainer in der 3. Liga in Erfurt. Ist die 4. Liga für Sie persönlich kein Rückschritt?

Krämer: Ich wurde in Erfurt an einem Montag entlassen und hätte am folgenden Dienstag schon wieder einen Verein aus der 3. Liga übernehmen können. Dieses 'Vereins-Hopping' ist jedoch nichts für mich. Es muss einen professionellen Abgang geben. Nur so kann man sich auch emotional wieder auf einen neuen Klub einlassen. Ein Verein bekommt mich ganz oder gar nicht. Deshalb habe ich damals das Angebot auch ausgeschlagen. Wie sollte ich mich innerhalb von ein paar Stunden auf einen neuen Klub einlassen? Für mich war das nicht möglich. Als die Anfrage vom KFC kam, war ich wieder bereit. Die Klasse spielte bei meiner Entscheidung keine Rolle. Entscheidend ist immer die Perspektive des Klubs - und die stimmt beim KFC.

Ihr geplantes Debüt am vergangenen Wochenende in Rödinghausen musste witterungsbedingt abgesagt werden. Wie groß war die Enttäuschung?

Krämer: Ich bin ein Wettkampf-Typ und will mich messen. Ich bin überzeugt, dass wir in Rödinghausen eine gute Leistung gezeigt hätten, auch wenn wir vorher nur wenige Stunden zusammen waren. Deshalb habe ich mich über die Absage geärgert.

Nun starten Sie am heutigen Mittwoch gegen Schlusslicht Westfalia Rhynern. Zählt nur ein Sieg?

Krämer: Ich freue mich sehr, dass es endlich losgeht. Jede Mannschaft ist gegen die Spitzenteams ganz besonders motiviert. Wir haben Respekt vor dem Gegner, bereiten uns akribisch vor. Egal wie der Gegner heißt: Ich beschäftige mich im Vorfeld zu rund 70 Prozent nur mit meiner Mannschaft. Voraussetzung für Erfolg ist in erster Linie Leidenschaft. Wir dürfen nach einem Spiel niemals in der Kabine sitzen und uns sagen müssen, dass der Gegner den Sieg mehr gewollt hat. Fehler passieren, jeder hat einmal einen schlechten Tag. Aber die Niederlagen, in denen der Kontrahent den stärkeren Willen gezeigt hat, tun mir persönlich immer am meisten weh.

Der Rückstand auf Spitzenreiter Viktoria Köln beträgt bei einem mehr absolvierten Spiel einen Punkt. Wie wollen Sie am aktuellen Meister vorbeikommen, der am Sonntag in der Krefelder Grotenburg gastiert?

Krämer: Wenn wir gegen Rhynern gewinnen, sind wir ja erst einmal vorbei. Die Viktoria verfügt über eine extrem gute Mannschaft. Es wäre mir aber zu einfach, das Titelrennen auf einen Zweikampf zwischen Köln und uns zu reduzieren. Auch Alemannia Aachen und die U 23 von Borussia Dortmund habe ich noch auf dem Zettel. Die Viktoria ist einer der Konkurrenten. Mit einem Sieg im direkten Duell am Sonntag wollen wir unsere Chancen mit aller Macht erhöhen.

Ihr ehemaliger Verein Rot-Weiß Erfurt, der einzige verbliebene "Dino" der 3. Liga, hat einen Insolvenzantrag gestellt und will einen Neuanfang in der Regionalliga Nordost starten. Wie haben Sie diese Nachricht aufgefasst?

Krämer: Es hatte sich abgezeichnet und tut mir leid. Ich hoffe sehr, dass sich der Verein neu aufstellt und schnell zurück in die 3. Liga kommt. Ich kenne sehr viele Leute, denen der Verein extrem am Herzen liegt und hoffe, dass der Karren nicht vollends an die Wand gefahren wird.

Stimmt es, dass Sie noch Forderungen gegenüber Erfurt haben?

Krämer: Das ist für mich kein Thema. Viel wichtiger ist, dass der Klub wieder auf die Beine kommt.

Sie haben auch schon als Versicherungskaufmann gearbeitet. Was haben Sie mit in den Fußball genommen?

Krämer: Man hat in beiden Bereichen mit Menschen zu tun, denen man mit Respekt gegenübertreten muss. Die Trainingsarbeit auf dem Platz ist das Eine. Als Trainer muss man aber vor allem 25 Ich-AGs so führen, dass man ein gemeinsames Ziel erreicht. Dabei gilt es, die Menschen nicht zu manipulieren, sondern ehrlich mitzunehmen.

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