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Schiri-Blog|28.03.2023|21:45

Schick: "Ich werde oft positiv überrascht"

Steffi Schick: "Ich bin unheimlich gerne Schiedsrichterin".[Foto: privat]

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Seit 2018 ist Steffi Schick als Schiedsrichterin für Eintracht Glindow aktiv. In der ersten Ausgabe unseres neuen Schiri-Blogs teilt sie ihre Ansichten zum "Jahr der Schiris", benennt aktuelle Probleme und beschreibt, warum sie "unheimlich gerne" Schiedsrichterin ist.

Das Jahr der Schiris hat begonnen. Zwei Bundesligaspieler pfeifen in der Bezirksliga. Dass sich Anton Stach und Nils Petersen dazu bereiterklärt haben, freut mich sehr. Das hat für mich Modellcharakter.  Es ist der richtige Ansatz, die positiven Seiten des Schiedsrichterwesens aufzuzeigen.

Die mediale Berichterstattung betont häufig die negativen Seiten, was potenziell interessierte Menschen abschreckt. Wir können Schiedsrichter*innen aber nur gewinnen, wenn wir aufzeigen, was für ein tolles Hobby wir ausüben. Aus meinem Frauenteam hat sich zum Beispiel eine junge Spielerin gefunden, die meine positiven Erzählungen über das Pfeifen zum Anlass genommen hat, selbst Schiedsrichterin zu werden. Sie hat am ersten gemeinsamen "Girls Only"-Lehrgang in Brandenburg und Berlin teilgenommen – und erfolgreich bestanden.

Ich selbst habe meinen Schiri-Lehrgang im September 2018 mit 38 Jahren als einzige Frau mit meinem damals 13-jährigen Sohn gemacht, ohne zu wissen, was auf mich zukommt. Inzwischen bin ich bei Eintracht Glindow Schiedsrichterin, Obfrau und Jugendleiterin. Auch die Social-Media-Kanäle des Vereins betreue ich. Beim Werderaner FC stehe ich zusätzlich als Spielerin in einer Freizeitmannschaft auf dem Platz.

"Mein größtes Anliegen ist es, mehr Schiedsrichterinnen zu begeistern, aber auch für Respekt gegenüber den Schiedsrichter*innen zu werben. Ohne uns findet kein Spiel statt"

Neue Freunde und kaum Langeweile

Ich pfeife neben der Landesliga Frauen auch die 2. Kreisklasse Männer. Die Männermannschaften sagen mir oft, dass sie noch nie von einer Frau gepfiffen wurden. Ich mag es, diese Herausforderung anzunehmen und zeige gerne, dass auch Frauen im Männerbereich pfeifen können. Das wird auch von den Spielern anerkannt. Ich werde oft positiv überrascht, wenn mir Lob für meine Leistungen zugesprochen wird.

Dass ich als Frau im Schiedsrichterwesen unterrepräsentiert bin, bekam ich bisher nur äußerst selten zu spüren. Lediglich bei einem Spiel am Anfang meiner Schiri-Laufbahn dachte ein Trainer mal, er müsse mir erklären, dass ich als Frau nur Frauenspiele pfeifen solle. Ein anderes Mal beleidigte mich ein jugendlicher Fan von außen sehr grob. Hier schritt der Heimtrainer jedoch ein und verwies den Jugendlichen des Geländes, nachdem ich den Fan zur Rede gestellt hatte.

Neben den Partien im Senior*innenbereich pfeife ich auch bei den Jugendmannschaften im Verein, für die kein Schiri angesetzt wurde, und bei Ü-Spielen. Da kommt nie Langeweile auf. Ich bin unheimlich gerne Schiedsrichterin! Gerade zu Beginn war es für mich eine Zeit des Lernens und des Kritikübens. Im Laufe der Zeit haben sich meine Körpersprache und meine Kommunikation weiter verbessert. Ich mag diese Herausforderung: schnelle Entscheidungen treffen, verbunden mit dem sportlichen Aspekt. Es ist charakterbildend, stärkt dich in deiner Persönlichkeit und lässt dich immer wieder neue Leute kennenlernen, die über die Jahre auch Freund*innen geworden sind.

Idee: Perspektivwechsel statt Spielsperre

Zur Wahrheit gehören aber auch die unschönen Seiten unseres Hobbies. Ein Freundschaftsspiel im Jugendbereich stellte für mich im vergangenen Jahr eine Zäsur dar. Vorher hatte ich auf dem Platz eine eher großzügige Linie. In besagtem Jugendspiel kam es allerdings zu Bedrohungen und erheblichen Beleidigungen in Richtung der Heimmannschaft. Danach sagte ich mir, dass solch ein Spiel nach Möglichkeit nie wieder in dieser Art stattfinden soll und überdachte meinen Ansatz. Wer ähnliche Erfahrungen als Schiri erlebt hat, versteht auch die kritischen Stimmen, die es in den sozialen Netzwerken rund um die Startaktion mit Anton Stach, Nils Petersen und Deniz Aytekin gab. "Warum pfeifen sie nicht in einer Kreisliga ohne Gespann?", war da beispielsweise zu lesen. Für tausende Unparteiische ist das jedes Wochenende die Realität.

Viele meiner Schiri-Kolleg*innen wünschen sich eine umfassendere Hilfestellung, wenn es zu Vergehen gegen Schiedsrichter*innen kommt – inklusive einer konsequenteren Ahndung. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass nach einem entsprechenden Vergehen der Spieler verpflichtet wird, selbst eine Partie zu leiten. Dieser Perspektivwechsel schafft mehr Verständnis für die schwierige Aufgabe der Unparteiischen. Als Ausgleich könnte den betroffenen Spielern eine Spielsperre erlassen werden.

Mir gefällt es, kreativ über Verbesserungen des Schiedsrichterwesens nachzudenken. Daher habe ich mich auch sehr gefreut, als ich in Brandenburg im vergangenen Jahr am Leadership-Programm für Frauen im Fußball teilnehmen durfte – gemeinsam mit drei weiteren Schiedsrichterinnen. Aus dem Programm entstand – angelehnt an die DFB-Strategie FF27 – das Projekt "Für Frauen im Fußball" (FFIF), dessen Ziel es unter anderem ist, Schiedsrichterinnen zu stärken und für mehr Nachwuchs zu sorgen.

Mein größtes Anliegen ist es, mehr Schiedsrichterinnen zu begeistern, aber auch für Respekt gegenüber den Schiedsrichter*innen zu werben. Ohne uns findet kein Spiel statt. Unser Hobby ist es, anderen ihr Hobby zu ermöglichen! Das Schönste ist es für mich, auf den Platz in Glindow zu kommen und gefragt zu werden: "Steffi, pfeifst du uns heute?"

Das ist Steffi Schick

Ich bin 42 Jahre alt.

Ich bin seit September 2018 Schiedsrichterin für Eintracht Glindow.

Ich pfeife bis zur Landesliga (Frauen) und 2. Kreisklasse (Männer).

Ich bin Schiedsrichterin, weil es mir Spaß macht, Spiele zu leiten und mich den Herausforderungen eines Spiels zu stellen. Es macht mich immer wieder aufs Neue stolz, dieser Herausforderung gewachsen zu sein. Das Pfeifen ist ein besonderes Hobby. Trotz der Nachwuchsprobleme wird es von vielen geschätzt.

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