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Pokalkracher |12.07.2021|10:30

Villingens Yahyaijan: "Schalke ist zu packen"

Yahyaijan (M.): "Je länger es ausgeglichen ist, umso höher ist unsere Chance auf eine Überraschung."[Foto: FC 08 Villingen]

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Als Ex-Nationalspieler und EM-Experte Thomas Broich bei der DFB-Pokalauslosung am vorigen Sonntag den 16. Vertreter kleinerer Klubs aus der Trommel fischte, hielten sie im Schwarzwald den Atem an. FC 08 Villingen stand auf der Kugel, doch wer würde der Gegner des Oberligisten sein?

"Wir haben uns einen Traditionsverein gewünscht", bekannte sich schon vorher Villingens Trainer Marcel Yahyaijan zu seinen Vorleben. Der 28-Jährige ist gleichzeitig auch noch Sportlicher Leiter der 08er. Und es kam so, wie erhofft! Der FC Schalke 04 ist am 8. August (15.30 Uhr) beim südbadischen Pokalsieger zu Gast.

Kamran Yahyaijan ist der jüngere Bruder des Trainers und Stürmer im Trikot der Schwarz-Weißen. Er freut sich sehr auf das Duell mit dem gerade in die zweite Liga abgestiegenen Schwergewicht des deutschen Fußballs.

FUSSBALL.DE: Kamran Yahyaijan, was war in Villingen los, als das Pokallos Schalke fiel?

"Meinem Bruder habe ich zu verdanken, dass ich heute wieder auf dem Platz stehe und von einer Sensation gegen Schalke träumen darf"

Kamran Yahyaijan:  Wir sind begeistert! Kurz vor der Auslosung habe ich noch mit meinem Mitspieler Frederick Bruno geflachst, dass Bremen oder Schalke vielleicht nicht schlecht wären, weil die im Pokal auch schon mal gegen kleinere Gegner patzen. Dass es nun Schalke geworden ist, macht uns in Villingen alle sehr glücklich. Das ist nicht nur ein absoluter Traditionsverein mit einem großen Namen, Schalke befindet sich nach dem Abstieg auch gerade im Umbruch und ist daher vielleicht auch sportlich zu packen.

Sie waren vor zwei Jahren schon dabei, als es in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Fortuna Düsseldorf ging. Dort konnte Villingen nur kurz an der Sensation schnuppern...

Yahyaijan:  Ja, das war ein tolles Erlebnis. Wir haben gut gespielt und sind nach einer halben Stunde in Führung gegangen. Danach war unser kleines Stadion ein Tollhaus, doch leider hat es am Ende nicht ganz gereicht und wir haben 1:3 nach Verlängerung verloren.

Schalke war vor fünf Jahren schon einmal Villingens Erstrundengegner, damals waren die Königsblauen aber noch ein Bundesligist mit Ambitionen auf die Champions League und mit Stars wie Weltmeister Benedikt Höwedes in der Mannschaft. Jetzt sind die Voraussetzungen nicht mehr ganz so ungleich...

Yahyaijan:  Schalke spielt immer noch drei Klassen höher als wir und ist daher der klare Favorit. Aber wir müssen die Partie mutig angehen und versuchen, ein frühes Gegentor zu vermeiden, um möglichst lange im Spiel zu bleiben. Je länger es ausgeglichen ist, umso höher ist unsere Chance auf eine Überraschung. Dazu haben wir die Zuschauer im Rücken, auch wenn sicher etliche Schalke-Fans nach Villingen kommen werden.

Was haben Sie sich persönlich für das Spiel vorgenommen?

Yahyaijan:  Als Stürmer, der immer viel läuft, möchte ich die Räume eng machen, früh den Gegner pressen und wenn wir am Ball sind gute Laufwege finden. Gerne hätte ich gegen Salif Sané gespielt, ein großer Name, der aus der Bundesliga bekannt ist, aber ja verletzt ausfällt. Auch wenn ich mich immer aus der Ferne für Schalke interessiert habe, besonders wenn sie erfolgreich gespielt haben wie bei diesem wahnsinnigen 4:3-Sieg in der Champions League 2015 bei Real Madrid: Jetzt kenne ich gar nicht mehr so viele Spieler in der Mannschaft und bin daher gespannt, was da auf uns zukommen wird.

Sie haben in der Jugend beim SC Freiburg gespielt. Wie nah waren Sie selbst am Profifußball und der Bundesliga?

Yahyaijan:  Nicht sonderlich nah, ich hatte in den vergangenen Jahren leider sehr viel Verletzungspech. Ich habe als Kind beim FC Weilersbach angefangen und bin dann im ersten C-Jugendjahr zum FC 08 Villingen gewechselt. Von dort aus ging es in der U 17 zum SC Freiburg, das heißt, ich bin mit knapp 16 Jahren schon von zu Hause ausgezogen und in eine andere Stadt gegangen. In Freiburg habe ich zunächst mit einem Teamkumpel zusammen in einer WG gewohnt und hatte dann eine eigene Wohnung. Ich war also recht früh selbstständig und hätte mir durchaus zugetraut, mich bei den Profis durchzusetzen. In der Junioren-Bundesliga zu spielen, mit Leuten wie Keven Schlotterbeck, der jetzt mit der deutschen U-21-Nationalelf bei Olympia antritt, war eine schöne Zeit. Aber kurz nach dem Übergang in den Seniorenbereich, nachdem ich einen Vierjahresvertrag, der für die Profis und die U 23 gültig war, unterschrieben habe, habe ich mich zum ersten Mal schwer verletzt.

Was war passiert?

Yahyaijan:  Es war das dritte Training 'oben', als ich mir alle Bänder im Sprunggelenk gerissen habe. Als ich danach wieder halbwegs fit war, habe ich mir eine Schambeinentzündung zugezogen, die mich fast ein Jahr lang außer Gefecht gesetzt hat. Da ich in Freiburg wenig Chancen auf Einsätze gesehen habe, bin ich 2018 nach Villingen zurückgekehrt, doch auch dort ging es mit Verletzungen weiter. Im zweiten Testspiel habe ich mir einen Muskelfaserriss geholt und wollte dann eigentlich komplett aufhören.

Warum haben Sie dann doch nicht aufgehört zu spielen?

Yahyaijan:  Weil mein Bruder Marcel mich überredet hat weiterzumachen. Er war zu der Zeit Trainer der zweiten Mannschaft, die in der Landesliga gespielt hat. Ihm habe ich also zu verdanken, dass ich heute wieder auf dem Platz stehe und von einer Sensation gegen Schalke träumen darf. In der U 23 hat es mir wieder Spaß gemacht, Fußball zu spielen, ich habe langsam meine Form wiedergefunden und bin dann in die erste Mannschaft in die Oberliga hochgezogen worden.

Wo Ihr Bruder erneut Ihr Trainer ist. Komisch, oder?

Yahyaijan:  Nein, gar nicht! Wir können privates und den Fußball gut voneinander trennen und sprechen, wenn wir uns mit der Familie treffen, gar nicht über Fußball. Das ist natürlich nicht so einfach, denn unser Papa Arash ist ja als Vorstand auch im Verein tätig, und das schon ewig lange. Trotzdem wollen wir es auch vor dem Schalke-Spiel so halten, dass wir zu Hause das Thema außen vor lassen. Klar ist dennoch: Das ist ein absolutes Highlight für Villingen und für die ganze Region. Wir wollen Schalke packen, mal gucken, ob es klappt!

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