20.04.2012, 20:00 Uhr
Energie Cottbus steckt weiter im Tabellenkeller der 2. Bundesliga fest. Die Lausitzer kamen am 32. Spieltag im Heimspiel gegen den VfL Bochum trotz zahlreicher Chancen nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Derweil konnte der FSV Frankfurt den fast sicheren Aufsteiger Greuther Fürth trotz langer Führung nicht besiegen und kam ebenfalls zu einem 1:1 (1:0)-Unentschieden. Mit dem Remis machte Fürth den Aufstieg in die Bundesliga endgültig perfekt.
Eintracht Braunschweig und der MSV Duisburg trennten sich 0.0.
Vor 15.822 Zuschauern egalisierte Bochums Kevin Vogt in der 57. Minute den Führungstreffer des Cottbussers Jules Reimerink (33.). In einer munteren ersten Hälfte zweier offensiv ausgerichteter Teams, hatte Lukas Sinkiewicz per Kopfball die erste Gelegenheit für die Gäste (5.). Danach übernahm Cottbus das Ruder und hätte durch Daniel Adlung in Führung gehen müssen, doch der Mittelfeldspieler verfehlte aus fünf Metern das leere Tor (28.). Sein Teamkollege Reimerink machte es besser und traf nach überragender Vorarbeit von Dimitar Rangelov zum verdienten 1:0.
Die Cottbus-Fans sahen eine komplett andere zweite Hälfte. Bochum zeigte vor allem viel mehr Einsatz und glich nach einem Strafraum-Gewühl aus. Die Lausitzer hielten zwar kämpferisch dagegen, hatten jedoch kaum Ideen im Spiel nach vorne.
Dagegen könnte die Stimmungslage bei der Spvgg Greuther Fürth nicht besser sein. Durch das 1:1 (0:1) beim FSV Frankfurt ist das Team von Trainer Michael Büskens nun auch theoretisch nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze zu verdrängen. Die zwölftplatzierten Frankfurter müssen nach der Niederlage noch ein wenig um den Klassenverbleib bangen. Björn Schlicke hatte die Gastgeber vor 8.000 Zuschauern in der 17. Minute in Führung gebracht. Bernd Nehrig (75.) besorgte per Elfmeter den verdienten Ausgleich.
Beflügelt vom praktisch feststehenden Aufstieg starteten die Fürther mit viel Tempo in die Partie. Allerdings bissen sich die Gäste am starken Defensivverbund der Frankfurter die Zähne aus. Der FSV wiederum suchte sein Heil in Standardsituationen - und wurde in der 17. Minute nach einem Freistoß von Zafer Yelen belohnt: Ausgerechnet der ehemalige Fürther Schlicke staubte aus kurzer Distanz ab. Fürth antwortete mit wütenden Angriffen, Chancen erspielte sich das Büskens-Team allerdings nicht. Stattdessen hatten die Franken sogar Glück, als Yelen nach einer Direktabnahme nur knapp das 2:0 für Frankfurt verpasste.
Dem MSV Duisburg ist der Klassenerhalt fast nicht mehr zu nehmen. Die Mannschaft von Trainer Oliver Reck kam bei Eintracht Braunschweig in einer niveauarmen Begegnung zu einem 0:0 und vergrößerte den Vorsprung auf den Relegationsplatz auf acht Punkte. Damit könnte die Rettung des MSV bereits am Sonntag feststehen. Aufsteiger Braunschweig bleibt nach dem torlosen Unentschieden auf Platz acht. Vor 19.825 Zuschauern erwischten die Gäste den besseren Start, fanden gegen die Braunschweiger Abwehr aber kein Mittel.
Die Eintracht gewann mit zunehmender Spieldauer an Sicherheit und war ab der 20. Minute die tonangebende Mannschaft. Besonders die Vorstöße von Raffael Korte über die rechte Seite sorgten in dieser Phase für Gefahr. Doch Dennis Kruppke (32.) und Ken Reichel (33.) verpassten nach Kortes Hereingaben die mögliche Führung. Auch nach dem Wechsel taten sich beide Mannschaften in der Offensive schwer. Die Eintracht war aber weiterhin das bessere Team und hatte durch Reichel eine weitere gute Möglichkeit (83.), doch MSV-Schlussmann Felix Wiedwald war zur Stelle.
Der Klub sucht bereits einen Nachfolger.
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