13.01.2013, 18:00 Uhr | dpa, FUSSBALL.DE
Ende November haben die Fans noch Hoffnung. (Quelle: imago/osnapix)
Ausschreitungen zwischen Fanlagern zweier Vereine kommen immer wieder mal vor, dass sich Anhänger eines Klubs attackieren, ist dagegen neu. Beim Spiel des insolvenzbedrohten Drittligisten Alemannia Aachen bei Viktoria Köln (2:5 n.E.) kam es zu Auseinandersetzungen zwischen links und rechts gerichteten Ultras.
Die Fanlager sind zerstritten. Zuletzt kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen. Aachens Trainer Rene van Eck war schockiert. "Das hat mit Fußball nichts zu tun", sagte er zu "Reviersport.de". Viktoria-Sponsor Franz Josef Wernze wurde deutlicher: "Das ist erbärmlich und würde mir die Lust am Sport verderben. Da habe ich lieber nur hundert Fans, anstatt so etwas miterleben zu müssen."
Zu Beginn der Partie demonstrierten links gerichtete Ultras mit Bannern gegen rechte Fans, die sich in einem zweiten Gästefanblock befanden. Kurz vor dem Elfmeterschießen eskalierte die Situation. Feuerwerkskörper und Stöcke flogen zwischen den Blöcken hin und her. Die Polizei musste eingreifen.
Die Auseinandersetzungen haben offenbar nun auch Konsequenzen. Wie "Spiegel Online" berichtet, haben sich die "Aachen Ultras" nicht zuletzt wegen dieses Vorfalls aufgelöst. Nach Informationen des Internetportals will die Gruppierung, die den ehemaligen Bundesligisten seit 1999 unterstützte, keine Alemannia-Spiele mehr besuchen.
Die Fan-Organisation fühle sich "vom Verein im Stich gelassen und hilflos den rechtsorientierten Aachen-Anhängern 'Karlsbande Ultras' ausgesetzt". Der Verein war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Quelle: dpa, FUSSBALL.DE
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