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Schiefes Fußballtor wird zur Kostenfalle

03.07.2013, 15:13 Uhr | FUSSBALL.DE

Gerade oder schief? Beim SV Rathmannsdorf sorgt ein Streit um ein Fußballtor für Ärger. (Quelle: imago\HochZwei/Angerer)

Gerade oder schief? Beim SV Rathmannsdorf sorgt ein Streit um ein Fußballtor für Ärger. (Quelle: HochZwei/Angerer/imago)

In der Salzlandliga im Raum Magdeburg ist ein verrückter Streit um ein schiefes Fußballtor entbrannt. Der Kreisfachverband hat den Sportplatz des Amateurklubs SV Rathmannsdorf aufgrund nicht regelkonformer Tor-Pfosten vorübergehend absperren lassen, weil die Tore nicht gerade seien. Daraufhin zog der Verein zweimal gegen die für die damalige Sanierung beauftragte Baufirma vor Gericht - und scheiterte.

Der Sportverein machte die Baufirma bereits 2008 für den Fauxpas verantwortlich und klagte die Mängel nach der 23.000 Euro teuren Sanierung vor dem Landesgericht Magdeburg ein - allerdings ohne Erfolg. "Der Platz hat sich noch nie so geneigt, wie nach der Sanierung. Daher die schiefen Tore", argumentiert Vereinspräsident Peter Frey laut "Bild"-Zeitung.

Auch OLG weist Einspruch des Vereins zurück

Das beschuldigte Schönebecker Unternehmen sieht das allerdings anders. "Der Platz war schon immer schief, wir haben ihn vertragsgemäß begradigt. Die Tore stellte der Verein auf", so Prokurist Reinhard Schäfer. Daher ging der Verein in Berufung und zog nun vor das Oberlandesgericht (OLG) in Naumburg. Dieses billigte zwar den Antrag, doch der Einspruch wurde zurückzuweisen.

Platz nicht regelkonform

Nach den Statuten des DFB werden 2,44 Meter je Pfosten zwischen Spielfeld und Latte vorgegeben. In Rathmannsdorf misst eine Seite 2,46 Meter und die andere 2,52 Meter. Zudem besteht auf dem gesamten Platz ein seitlicher Höhenunterschied von 40 Zentimetern. Daher bleibe der Platz weiter gesperrt, bis er neu abgenommen werde, so der Kreisfachverbands-Präsident Markus Scheibel laut "volksstimme.de". "Nach jetzigem Stand wird es nicht möglich sein, nach Regel 1 des DFB zu spielen", sagt Scheibel weiter.

Lücke im Regelwerk des DFB?

Für Frey sei das Urteil keine Niederlage für den Verein, sondern für den Fußball allgemein. "Der Richter hat eine Lücke im Regelwerk des DFB gesehen, wonach nichts darin enthalten sei, dass das Tor waagerecht stehen müsse". Dennoch hat der Verein formal nun keine Möglichkeit mehr, seine Rechte einzuklagen. Daher bleibt der Klub wohl auf den Kosten sitzen.

Allerdings habe man nun Rechtssicherheit und werde das Tor dem Platzniveau anpassen, also schräg aufstellen. Ob der Kreisfachverband das auch so sieht, bleibt abzuwarten.

Quelle: FUSSBALL.DE

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