17.07.2009, 14:49 Uhr
Danke Jesus - Danke Lucio (Foto: imago)Die Bundesliga hat eine Attraktion verloren. Lucimar da Silva Ferreira spielt nie wieder für den FC Bayern München. Der Kapitän der brasilianischen Nationalmannschaft kehrt der Bundesliga den Rücken und wechselt zu Inter Mailand. Warum nur? Er war eine Institution. Er hinterlässt ein großes Loch. Ich bin traurig.
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Danke Jesus
Vorbei sind die Zeiten, als Lucio sich den Ball schnappte und nach vorne stürmte wie einst Waldemar Cierpinski beim Marathon. Mit gesenktem Haupt, nur auf den Ball konzentriert, lief er durch Gegenspieler durch als wären sie Luft. Die Fans waren begeistert. Nur Ottmar Hitzfeld bekam regelmäßig Bauchschmerzen bei Lucios Attacken. Kein Lucio mehr, der seine Abwehr-Kollegen nach schwachen Leistungen zusammenstaucht. Kein Lucio mehr, der nach getaner Arbeit seinem Freund Jesus dankt.
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Danke Lucio
Wenn der FC Bayern im DFB-Pokal seinen Aufgalopp zur neuen Saison gibt, dann werden auch die Kritiker den Lucio vermissen. Seit 2001 hat der Brasilianer mit den deutschen Tugenden die Bundesliga bereichert. Wenn seine Landsleute Hacke, Spitze, eins, zwei, drei gespielt haben, dann hat der Lucio einfach mal dazwischen gelangt. Humorlos und schmerzfrei. Fußballerisch war Lucio ein klassischer Vorstopper, gefangen im Körper eines Zuckerhut-Kickers. Lucio sagt: "Danke, Jesus!" Wir sagen: „Danke, Lucio!“
Ich sag mal Tschööö mit ö
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