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Favoritensterben im DFB-Pokal geht weiter

19.08.2012, 20:37 Uhr | FUSSBALL.DE

Die HSV-Profis können das Pokal-Aus nicht fassen. (Quelle: Reuters)

Die HSV-Profis können das Pokal-Aus nicht fassen. (Quelle: Reuters)

Hoffenheim und Greuther Fürth sind nicht länger allein: In der ersten Runde des DFB-Pokals sind die nächsten Favoriten gestürzt. Der Hamburger SV unterlag beim leidenschaftlich kämpfenden Karlsruher SC mit 2:4 (2:1). Dabei hatten die Hanseaten zur Halbzeit noch in Führung gelegen. Der 1. FC Nürnberg verlor nach Verlängerung mit 2:3 (1:1) beim viertklassigen TSV Havelse. Eintracht Frankfurt kassierte bei Zweitligist Erzgebirge Aue eine bittere 0:3 (0:1)-Niederlage. Als insgesamt sechster Bundesligist scheiterte der SV Werder Bremen. Das Team von Thomas Schaaf schied durch ein 2:4 (1:0, 2:2), ebenfalls nach Verlängerung, bei Preußen Münster aus. Zudem verabschiedete sich Bundesliga-Absteiger Hertha BSC nach einer peinlichen Vorstellung durch ein 1:2 (0:1) beim Regionalligisten Wormatia Worms aus dem Pokal. (Alle Ergebnisse der 1. DFB-Pokalrunde auf einen Blick)

HSV-Stürmer Marcus Berg (24.) und Maximilian Beister (45.+1) hatten den HSV vor 16.138 Zuschauern zweimal in Führung geschossen, ehe Koen van der Biezen (31.), Selcuk Alibaz (58.), Martin Stoll und Elia Soriano vor 16.138 Zuschauern noch die Wende zugunsten der Badener erzwangen. Bereits beim letzten Pokalduell beider Teams im Oktober 2000 hatte der KSC, damals ebenfalls Drittligist, den Bundesliga-Dino aus dem Wettbewerb geworfen.

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Debakel für den Club

Eine Woche vor dem Bundesliga-Start machten die Havelser Spieler Christian Biermann (13. Minute), Patrick Posipal (60.) und Marc Marc Vucinovic (97.) mit ihren Toren das Nürnberger Debakel perfekt. Die 3500 Zuschauer im kleinen Wilhelm-Langrehr-Stadion trauten ihren Augen kaum. "Wir wollen unsere Chancen eiskalt nutzen", hatte TSV-Trainer Andre Breitenreiter vor dem Spiel mutig verkündigt. Das gelang seiner Mannschaft bei Temperaturen von mehr als 40 Grad auf dem Rasen nahezu perfekt. Die Nürnberger Tore durch Alexander Esswein (7.) und Robert Mak (80.) konnten das erste Erstrunden-Aus seit 2001 nicht verhindern.

Eintracht Frankfurt: Endstation Aue

Für Aufsteiger Eintracht Frankfurt endete die erste Pokal-Runde ebenfalls ernüchternd. Keeper Kevin Trapp sah nach einer Notbremse die Rote Karte, Thomas Paulus verwandelte den Elfmeter zum 1:0 (21.) für Aue. Zwei Tore von Jakub Sylvestr (60., 90.) brachten den 3:0-Endstand. Die Schlussphase mussten diese ebenfalls mit zehn Mann überstehen, nachdem Oliver Schröder (71.) die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels gesehen hatte.

Taylor schießt den SV Werder ab

Mit drei Treffern gegen Werder Bremen schoss Matthew Taylor Preußen Münster in die nächste Runde. Die Bremer waren durch Neuzugang Eljero Elia noch mit 1:0 in Führung gegangen (45.), ehe Taylor ausglich (54.). Niklas Füllkrug (67.) brachte Werder zwar wieder in Front, Taylor (81.) rettete Münster jedoch in die Verlängerung. Dort machten Dimitrij Nazarov (96.) und Taylor zum Dritten (118.) den Sensations-Sieg der Münsteraner perfekt. In der 108. Minute erhielt der Bremer Sokratis wegen unsportlichen Verhaltens zudem noch die Gelb-Rote Karte.

Auch die Hertha streicht die Segel

Nach dem Fehlstart in der 2. Bundesliga hat sich Hertha BSC Berlin auch im DFB-Pokal blamiert. Romas Dressler erzielte in der 82. Minute den Siegtreffer für den Außenseiter Wormatia Worms, der zum ersten Mal seit dem 16. Oktober 1982 (2:0 gegen KSV Baunatal) wieder ein Spiel im DFB-Pokal gewann. Tim Bauer hatte den Viertligisten bereits in der dritten Minute per Foulelfmeter in Führung gebracht, Sandro Wagner (64.) zwischenzeitlich aber noch einmal ausgeglichen.

Außer der Hertha erwischte es noch die Zweitligisten SC Paderborn und FC Ingolstadt. Paderborn unterlag im Ostwestfalen-Derby Arminia Bielefeld mit 1:3 (1:0), die Schanzer verloren klar mit 0:3 (0:2) gegen den VfR Aalen.

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Hannover, Schalke und Düsseldorf eine Runde weiter

Fortuna Düsseldorf verhinderte die Pokalblamage durch einen 1:0 (0:0)-Erfolg bei Wacker Burghausen. Hannover 96, Schalke 04 und Mainz 05 erledigten ihre Aufgaben äußerst souverän: Die Niedersachsen setzten sich mit 5:1 (2:0) beim FC Nöttingen durch, die Königsblauen schalteten den Drittligisten 1. FC Saarbrücken mit 5:0 (2:0) aus. Die Mainzer ließen dem SV Roßbach/Verscheid mit 4:0 (2:0) keine Chance. 1860 München hatte ebenfalls keinerlei Probleme und fertigte den FC Hennef 05 mit 6:0 (2:0) ab. Der 1. FC Kaiserslautern gewann 3:1 (0:0) gegen Hansa Rostock.

Quelle: FUSSBALL.DE

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