18.03.2013, 16:33 Uhr | FUSSBALL.DE
In Nordrhein-Westfalen wurde ein Referee von einem Spieler tätlich angegriffen. (Quelle: imago/Avanti )
Schlimmer Zwischenfall in der Niederrheinliga: Nach dem Spiel zwischen den Sportfreunden Baumberg und Blau-Weiß Oberhausen (1:0) kam es zu einem körperlichen Angriff auf Schiedsrichter Sven Grolik. Ein Oberhausener Spieler streckte den Unparteiischen nach Abpfiff per Kopfnuss nieder, so dass dieser ins Krankenhaus gebracht werden musste.
"Meine Spieler teilten mir mit, dass die Nummer 20 der Oberhausener den Schiedsrichter umgeknockt hat und wohl auch selber am Kopf blutete", erklärte Baumberg-Trainer Frank Stoffels gegenüber der "Reviersport".
"Wir haben daraufhin sofort Polizei und Krankenwagen alarmiert, um die Situation zu entschärfen. Auch meine Kollegen von Blau-Weiß waren entsetzt über das Geschehen", sagte er. Schiri Grolik musste mit einer Platzwunde und Verdacht auf Nasenbeinbruch in die Klinik. Nicht nur dem Angreifer, auch seinem Verein Blau-Weiß droht nun noch eine saftige Strafe.
Der betroffene Spieler hatte kurz vor Spielschluss - offenbar wegen Meckerns - die Rote Karte gesehen. Im Spielverlauf war zudem ein weiterer Teamkollege des Feldes verwiesen worden. Dennoch war das Spiel ohne wirklich strittige Entscheidungen abgelaufen. "Der Schiedsrichter hat eigentlich sehr gut gepfiffen und aus meiner Sicht einen guten Job gemacht. Die beiden Roten Karten gegen die Oberhausen waren meines Erachtens nachvollziehbar", sagte Stoffels. "Wir haben verdient gewonnen und der BWO-Trainer sah es wohl auch so. Da sind einem Spieler, warum auch immer, einfach die Sicherungen durchgebrannt."
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"Ich muss das jetzt erst mal sacken lassen und hoffe, dass der Schiedsrichter Privatanzeige erstatten wird", zeigte sich Oberhausens Coach Markus Schmidt erschüttert. "Wir befürworten ein solches Verhalten mit Sicherheit nicht und haben den Spieler unmittelbar danach aus dem Verein geworfen. Vom Naturell her ist das eigentlich ein Spieler, von dem ich so etwas nie gedacht hätte. Ich kenne den Spieler seit sechs Jahren und hätte mir nie erträumt, dass der so etwas mal machen wird. Aber es gibt selbstverständlich keine Entschuldigung dafür."
Das Augenmerk läge nun aber hauptsächlich auf der Genesung des Unparteiischen: "Wir als Verein hoffen, dass es dem Schiri schnellstmöglich wieder besser gehen wird und dass sich der Verdacht eines Nasenbeinbruchs nicht bestätigt", sagte Schmidt.
Quelle: FUSSBALL.DE
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