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Themenwoche DFB-Pokal|13.08.2014|09:00

Amateure und DFB-Pokal: Unsere Top-Ten-Fakten

Das erste ganz große Ding: Gerd Störzer schießt 1974 den HSV raus und den VfB Eppingen weiter. [Foto: Imago]

Der DFB-Pokal geht in seine 72. Saison. Und Bayern München hin, Borussia Dortmund her – neben dem Endspielort Berlin sind es die Teilnehmer aus dem Amateurbereich, die dem traditionsreichen Wettbewerb seine ganz besondere Note verleihen. Und es sind die Sensationen dieser Underdogs, die den Stoff für Legenden liefern. So wie das 2:0 des SC Geislingen gegen den Hamburger SV vor 30 Jahren. Oder das 1:0 des FV Weinheim gegen den FC Bayern im Jahr 1990.

Zur Einstimmung auf die erste Hauptrunde des DFB-Pokals 2014/2015 am Wochenende bietet FUSSBALL.DE die Top-Ten-Fakten zum Thema DFB-Pokal und Amateure.

Die große Bühne Fernsehen: Ein Sechstligist live im Fernsehen - das gibt es wohl nur in Deutschland. Alle Spiele des DFB-Pokals werden live von Sky übertragen, auch die 32 Partien der ersten Runde mit den Waldkirchs, Waldalgesheims und Palomas dieser Welt. Manchmal zieht ein kleiner Klub auch das ganz große Los und ist in voller Länge in der ARD zu sehen – so wie vergangenes Jahr der BSV SW Rehden. Das 0:5 des Regionalligisten gegen Bayern München verfolgten rund fünf Millionen Menschen.

Die Mutter der Sensationen: Viele denken jetzt wahrscheinlich spontan an 1994, den TSV Vestenbergsgreuth, den FC Bayern, die wallende Mähne von Harry Koch und das entsetzte Gesicht von Giovanni Trapattoni nach der 0:1-Niederlage. Das erste ganz große Ding war aber dem VfB Eppingen gelungen. Am 26. Oktober 1974 bezwang der Klub aus der Amateurliga Nordbaden den Hamburger SV mit 2:1. Im Vorjahr hatte der HSV noch im DFB-Pokal-Finale gestanden. Wenige Tage vor dem Gastspiel in Eppingen war im UEFA-Cup noch ein lockeres 8:0 gegen Steagul Rosu Brasov (Rumänien) gelungen. Nun eliminierte ein gewisser Gerd Störzer die Hamburger mit seinen beiden Treffern in der zweiten Runde. Besagten Störzer hatte 1968 der FC Bayern verpflichten wollen, weil er zweimal im Testspiel gegen die Münchner getroffen hatte. Eine Verletzung ließ den Transfer scheitern. Letztlich zum Leidwesen des HSV.

"Deutschlands Fußball kann den größten Schock seiner Geschichte vermelden"

Die glücklichen Teilnehmer: 64 Mannschaften sind in der ersten Runde am Start. Davon kommen in dieser Saison 19 Teilnehmer nicht aus dem Profibereich. Angeführt wird die Riege der Außenseiter von 13 Regionalligisten – die gleiche Zahl wie in der vergangenen Saison. Aus der Oberliga (5. Liga) sind mit dem USC Paloma Hamburg, FSV Optik Rathenow, 1. FC Neubrandenburg und Bremer SV vier Mannschaften dabei. Die klassentiefsten Teilnehmer sind die beiden Verbandsligisten SV Waldkirch und SV Alemannia Waldalgesheim (6. Liga).

Der größte Überraschungsfinalist: 1993 schaffte es zum ersten und einzigen Mal eine Amateurmannschaft ins DFB-Pokalfinale. Die als Bubis bekannt gewordenen Amateure von Hertha BSC unterlagen im Olympiastadion als Oberligist (damals 3. Liga) dem haushohen Favoriten Bayer Leverkusen mit 0:1. „Eine Bande von Mechanikern, Studenten und Schuljungen“, wurde das Team von Trainer Jochem Ziegert in der ausländischen Presse genannt. Zur Stammelf gehörte unter anderem der spätere Vizeweltmeister Carsten Ramelow.
Aus dem Weg räumten die Berliner den damaligen Zweitligisten VfB Leipzig (4:2) und Titelverteidiger Hannover 96 (4:3), selbst im Vorjahr Sensationssieger als Zweitligist. Nach dem 2:1-Halbfinalsieg der Hertha-Bubis gegen Chemnitz titelte die malaysische Tageszeitung „New Straits Times“: „Deutschlands Fußball kann den größten Schock seiner Geschichte vermelden.“ Die EURO 2000 sollte ja erst noch folgen. Als Regionalligisten erreichten 2001 Union Berlin (0:2 gegen Schalke 04) und 1997 Energie Cottbus (0:2 gegen den VfB Stuttgart) das Endspiel im DFB-Pokal.

Schwarze Pumpe und die Elfmeterpremiere: Das Elfmeterschießen kam im DFB-Pokal erstmals in der Saison 1970/1971 zum Einsatz. Bis 1991 galt die Regelung, dass es nach einem Unentschieden zunächst zu einem Rückspiel mit Tausch des Heimrechts kommt. Erst dann ging es – wenn nötig – ins Elfmeterschießen. Seit 1991 erfolgt in jedem Pokalspiel bei einem Unentschieden nach Verlängerung direkt die Entscheidung vom Strafstoßpunkt. Ihre Premiere erlebte diese Regelung in der Nordost-Qualifikation beim modernen Klassiker zwischen Motor Eberswalde und Aktivist Schwarze Pumpe. Schwarze Pumpe gewann mit 4:3.

Der Europapokalsieger-Besieger: Über den Pokalhelden der Saison 97/98 kann es keine zwei Meinungen geben. Rudi Thömmes führte den Regionalligisten Eintracht Trier bis ins Halbfinale und schoss auf dem Weg dorthin sowohl den FC Schalke 04 als auch Borussia Dortmund aus dem Wettbewerb, zu dieser Zeit amtierende Gewinner des UEFA-Cups und der Champions League. Gegen Schalke gelang Thömmes der goldene Treffer zum 1:0-Sieg, beim 2:1 gegen den BVB holte er den Elfmeter zur Führung heraus und erzielte das 2:0 selbst. Den Sprung der Trierer ins Endspiel verhinderte der MSV Duisburg im Elfmeterschießen. Trotzdem gehört Rudi Thömmes heute zur Hall of Fame des DFB-Pokals.

Der klassentiefste Klub in Runde zwei: Als erster und einziger Fünftligist schaffte es der SSV Ulm in die zweite Hauptrunde. Der damalige Verbandsligist düpierte am 26. August 2001 den Bundesligisten 1. FC Nürnberg mit 2:1. Die Ulmer Tore erzielten Skowranek und Trkulja.

Der höchste Sieg: Den Amateuren des VfB Stuttgart gelang in der ersten Hauptrunde der Saison 2000/01 der deutlichste Erfolg einer Amateurmannschaft gegen einen Bundesligisten. Die Schwaben schlugen Eintracht Frankfurt mit 6:1. In der zweiten Hauptrunde unterlag die zweite Mannschaft des VfB dem eigenen Bundesligateam mit 0:3.

Die heftigsten Klatschen: Der VfB 05 Knielingen hat seit mehr als sieben Jahrzehnten seinen festen Platz in den Pokal-Geschichtsbüchern. Der Klub aus dem Karlsruher Stadtteil bekam in der Saison 1940/1941 von den Stuttgarter Kickers eine 0:17-Abfuhr verpasst. Die höchste Heimniederlage, nämlich ein 1:16, musste 1997 die DJK Waldberg hinnehmen, aber das wenigstens gegen den Rekordgewinner FC Bayern.

Elfmeter-Marathon: Der SV Sandhausen und Elfmeterschießen, das ist in etwa das Gegenteil von England und Elfmeterschießen. In der vergangenen Saison zog der der Zweitligist durch einen 4:3-Heimsieg über den 1. FC Nürnberg in die zweite Runde ein - erzwungen vom Strafstoßpunkt. Im Sommer 1995 hatte der Klub aus dem Hardtwald, damals gerade in die Regionalliga aufgestiegen, einen Rekord aufgestellt: In der ersten Runde lieferten sich die Sandhausener mit dem VfB Stuttgart das längste Elfmeterschießen der DFB-Pokal-Geschichte. 13:12 hieß es am Ende für den Außenseiter, weil Hendrik Herzog im letzten Versuch am Pfosten scheiterte.
VfB-Libero Frank Verlaat durfte nicht schießen, er hatte bereits nach sieben Minuten die Rote Karte gesehen. Nach der regulären Spielzeit hatte es 2:2 gestanden. Die Stuttgarter Torschützen hießen Krassimir Balakow und Fredi Bobic, für Sandhausen hatten Matthias Bernhardt und Slavisa Staletovic eingenetzt. Der VfB steckte die Blamage gut weg. In der Saison darauf gewannen die Schwaben mit Joachim Löw als Trainer den DFB-Pokal und zogen anschließend ins Finale des Europapokals der Pokalsieger ein (0:1 gegen den FC Chelsea).