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Serie "Familienbande" |15.05.2016|12:30

Aymen und Änis: Ein Ben-Hatira ist hüftsteif

Aymen Ben-Hatira (links) schoss im DFB-Pokal einst einen Doppelpack. Sein Bruder Änis (rechts) kämpft mit Eintracht Frankfurt aktuell um den Klassenerhalt in der Bundesliga. [Foto: Getty Images/Privat/Collage FUSSBALL.DE]

Am Donnerstag kämpft Änis Ben-Hatira mit der Frankfurter Eintracht in Relegation gegen den 1. FC Nürnberg um ein weiteres Jahr in der Bundesliga. Zusammen mit den heutigen Weltmeistern Manuel Neuer, Jerome Boateng und Mesut Özil holte der Flügelspieler vor sieben Jahren den Titel bei der U 21-EM in Schweden. Mittlerweile läuft er auf internationalem Terrain jedoch für die tunesische Nationalmannschaft auf, das Geburtsland seiner Eltern – und seines älteren Bruders Aymen, dem diese Erfahrungen auf höchstem Niveau verwehrt blieben. Eine neue Folge unserer Serie Familienbande.

Aymen Ben-Hatira spielt mittlerweile als Teilzeitkraft in der Ü 32 der Spandauer Kickers . „Der Aufwand, drei- viermal die Woche zu trainieren, war mir einfach zu hoch“, sagt Ben-Hatira. Die Mannschaft ist in der Verbandsliga, der höchsten deutschen Spielklasse der Senioren, Tabellenzweiter und nimmt nach dem ersten Platz in der vergangenen Saison im Juni an der inoffiziellen deutschen Meisterschaft der Altherren in Ratzeburg teil. In der Ü 32 kann der 35-Jährige seinen Profi-Traum etwas verwirklichen, denn sie ist gespickt mit ehemaligen Bundesliga-Akteuren. Maik Franz, Francis Kioyo oder Nico Frommer sind nur ein paar Namen, die in der Vergangenheit im deutschen Oberhaus unterwegs waren und nun hin und wieder für die Kickers auf dem Platz stehen.

"Mit meinen Freunden habe ich in der Freizeit immer nur Basketball gespielt. Ich konnte sie nicht für den Fußball begeistern"

Alle Liga-Spiele kann Aymen Ben-Hatira allerdings nicht bestreiten. Die Zeit lässt es schlichtweg nicht zu. Neben seiner beruflichen Tätigkeit im Deutschen Herzzentrum in Berlin kümmert sich der zweifache Vater zu Hause um seine Familie. Außerdem trainiert er in seiner Freizeit die B-Jugend des 1. FC Wilmersdorf und gründete vor kurzem die kleine Beraterfirma „Ben-Hatira Sports Management“, bei der es ihm hauptsächlich darum geht, jungen Spielern die Tür zum professionellen Fußball zu öffnen.

Ein Blick zurück: Als Dreijähriger kam Aymen Ben-Hatira mit seinen Eltern und seinem älteren Bruder aus Tunesien nach Deutschland. Seine Eltern fanden als Gastarbeiter Beschäftigung bei den französischen Alliierten in Berlin. Schon in der Kindheit spielte der Fußball eine große Rolle für den Stürmer – gespielt wurde allerdings lediglich auf dem Vereinsgelände der Füchse Berlin Reinickendorf . „Mit meinen Freunden habe ich in der Freizeit immer nur Basketball gespielt. Ich konnte sie nicht für den Fußball begeistern“, berichtet Aymen.

Dafür aber seinen acht Jahre jüngeren Bruder Änis, der eigentlich immer mitkam, wenn es auf den Fußballplatz ging: „Dadurch, dass mein Papa und meine Brüder schon Fußball gespielt hatten, kam ich automatisch mit dem Fußball in Kontakt“, sagt der heutige Offensivspieler von Eintracht Frankfurt. Anders als bei Aymen drehte sich bei ihm alles um das runde Leder: „Änis war 24 Stunden mit dem Ball unterwegs. Mit den Boatengs und Ashkan Dejagah hat er manchmal den ganzen Tag im Käfig gespielt“, sagt Aymen Ben-Hatira.

Der Ü 32-Spieler versuchte sich während seiner Laufbahn bei einer ganzen Reihe von Ober- und Regionalliga-Teams. Unter anderem spielte er für den Berliner AK , die Sportfreunde Siegen und den KSV Baunatal . Das Geld, was er dort verdiente, reichte zum Leben aus. „Nur zur Seite legen konnte ich mir nichts“, betont Aymen Ben-Hatira. Seine erfolgreichste Station erlebte er beim SV Babelsberg 03 . In der Saison 2006/07 zog er mit der Mannschaft durch einen Sieg über den damaligen Zweitligisten Hansa Rostock in die 2. Runde des DFB-Pokals ein. Gegen den späteren Meister VfB Stuttgart war dort aber Schluss. „Wir haben zwar 2:4 verloren, ich habe allerdings beide Tore geschossen. Das sind Spiele, die man nicht vergisst“, erinnert sich Aymen Ben-Hatira.

Die Enttäuschung darüber, dass es nicht zum Bundesliga-Profi gereicht hat, ist bei Aymen Ben-Hatira aber nicht sonderlich groß. „Ich habe mein Maximum erreicht. Ich bereue nicht, dass ich es versucht habe, es zu schaffen.“ Zufrieden stimmt ihn dazu, dass es mit seinem Bruder Änis einem anderen Familienmitglied geglückt ist, das ohnehin wendiger ist. „Ich bin dagegen schon etwas hüftsteif“, ist er ehrlich. Etwas zu bemängeln, gibt es trotzdem: Nach Änis Ben-Hatiras Wechsel in der diesjährigen Winterpause von Hertha BSC nach Frankfurt sind regelmäßige Treffen zur Seltenheit geworden. „Seitdem ich bei der Eintracht bin, ist es natürlich schwieriger – wir haben uns vielleicht zweimal gesehen“, so Änis und Aymen fügt hinzu: „Wir telefonieren immer wieder, aber nicht so häufig, wie wir es gerne hätten.“

Wenn die Profi-Karriere des 27-Jährigen irgendwann endet, kann er sich aber vorstellen, noch einmal mit seinem großen Bruder gemeinsam in einer Mannschaft zu kicken. Schmunzelnd stellt Änis Ben-Hatira ihm jedoch zwei Bedingungen: „Sofern er sich dann noch bewegen kann und auch nicht zu viel zugenommen hat.“

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