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4 Monate, 3 Jobs|10.01.2019|16:00

Berbig: "Plötzlich war ich selbst der Alte"

Erst Torwart, dann Interimstrainer, jetzt Sportlicher Leiter: Tino Berbig.[Foto: imago/Matthias Koch]

Torwart, Trainer, Sportlicher Leiter: Diese Karriere hat Ex-Zweitligaprofi Tino Berbig (38) beim FSV Wacker Nordhausen in der Regionalliga Nordost innerhalb nur weniger Monate hingelegt. Als Torhüter spielte Berbig im Profibereich für die SG Dynamo Dresden, den VfL Osnabrück und seinen Heimatklub FC Carl Zeiss Jena in der 2. Bundesliga (62 Einsätze) und in der 3. Liga (76 Partien). 2015 folgte der Schritt nach Nordhausen. Mittlerweile ist Berbig dort aber nicht mehr Schlussmann beim Viertligisten: Nach der Freistellung von Cheftrainer Volkan Uluc im Oktober übernahm er interimsweise die Trainingsleitung. Wegen der noch fehlenden Trainerlizenzen durfte Berbig den Job allerdings nicht langfristig übernehmen. Jetzt ist er Sportlicher Leiter des Tabellenfünften der Nordost-Staffel und unterstützt den neuen Cheftrainer und Ex-Nationalspieler Heiko Scholz.

Im FUSSBALL.DE -Interview spricht Tino Berbig über seine verschiedenen Jobs in kurzer Zeit, sein Karriereende als Spieler und seine Ziele.

FUSSBALL.DE: Erst waren Sie Torhüter, dann Interimstrainer. Nun arbeiten Sie als Sportlicher Leiter beim FSV Wacker Nordhausen. Heißt das, dass wir Sie nicht mehr zwischen den Pfosten stehen sehen, Herr Berbig?

Tino Berbig: Das ist korrekt. Meine aktive Laufbahn habe ich bereits im Oktober beendet, als ich mich gemeinsam mit Matthias Peßolat dazu entschieden habe, die Mannschaft als Trainerteam interimsweise zu übernehmen. Es gibt für mich auch kein Zurück mehr.

"Den Fußball aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und in das Trainerdasein reinzuschnuppern, hat sehr viel Spaß gemacht"

Wie schwer ist Ihnen die Entscheidung gefallen, Ihrer Karriere ein Ende zu setzen?

Berbig: Es war tatsächlich einfach für mich. Ich habe über Nacht den Entschluss gefasst, interimsweise als Trainer einzuspringen und nicht mehr aktiv zu spielen. Daher hatte ich kaum Zeit, darüber nachzudenken. Ich trauere der Entscheidung auch keinesfalls hinterher. Mit 38 Jahren ist es in Ordnung, einen Schlussstrich zu ziehen.

Sie betreuten die Mannschaft rund anderthalb Monate. Wie hat Ihnen der Job als Trainer gefallen?

Berbig: Den Fußball aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und in das Trainerdasein reinzuschnuppern, hat sehr viel Spaß gemacht. Ein wenig komisch war es aber dennoch. Gestern war ich noch Spieler, heute Trainer. Als Spieler fragt man sich hin und wieder: Was will der „Alte“ eigentlich von mir? Plötzlich war ich selbst der „Alte“. (lacht)

Wegen Ihrer noch fehlenden Trainerlizenzen durften Sie der Tätigkeit nicht weiter nachgehen. Der erfahrene Trainer Heiko Scholz leitet nun die Geschicke. Ist es vorgesehen, dass Sie demnächst weitere Trainerlizenzen erwerben?

Berbig: Es ist definitiv mein Ziel, mich als Trainer weiterzubilden und die A-Lizenz zu erwerben, damit ich auch dazu befugt bin, eine Regionalligamannschaft langfristig zu coachen. Aber eins nach dem anderen. Innerhalb weniger Wochen habe ich nun mehrfach den Job gewechselt, war Spieler, Trainer und Sportlicher Leiter. Noch kann ich nicht abschätzen, wann ich den Kopf frei und genügend Zeit habe, um den Erwerb der A-Lizenz anzugehen.

Wie kam es dazu, dass Sie nun Sportlicher Leiter sind?

Berbig: Ich wäre gerne weiter Trainer geblieben. Weil das aber nicht ging, habe ich mich mit Vereinspräsident Nico Kleofas zusammengesetzt und wir haben gemeinsam geschaut, in welcher anderen Funktion ich dem Klub helfen kann.

Nach dem Schritt vom Spieler zum Trainer war das für Sie sicher erneut eine große Umstellung.

Berbig: Auf jeden Fall. Ich bin die meiste Zeit nicht mehr auf dem Fußballplatz, sondern arbeite vom Büro aus. Viele Telefonate, Planung, Organisation und die Schaffung von Strukturen gehören jetzt zu meinen Aufgabenbereichen. Aber ich bin immer offen für Neues. Auch der Job als Sportlicher Leiter bereitet mir viel Freude.

In welcher Position sehen Sie sich langfristig: eher als Trainer oder als Sportlicher Leiter?

Berbig: Aus langfristigen Planungen wird im Fußball doch ohnehin nie etwas. (lacht) Ich weiß nicht, welcher Tätigkeit ich in zehn Jahren nachgehen werde. Aber das ist auch nicht schlimm. Ich freue mich jetzt erst einmal darauf, als Sportlicher Leiter zu arbeiten und fokussiere mich komplett darauf. Darüber hinaus ist es wie gesagt mein Wunsch, demnächst weitere Lizenzen als Trainer zu erwerben. Alles andere ist Zukunftsmusik. Fakt ist, dass mir beide Jobs gefallen.

Der neue Cheftrainer Heiko Scholz war zuletzt fast fünf Jahre für den Ligakonkurrenten 1. FC Lok Leipzig tätig. Wie läuft die Zusammenarbeit mit ihm?

Berbig: Wir kennen uns jetzt erst seit ein paar Tagen, nachdem am Montag Trainingsauftakt war. Bis wir als Funktionsteam eingespielt sind, wird es noch ein wenig dauern. Das Trainingslager im türkischen Belek vom 19. bis zum 29. Januar wird sicher helfen. Der erste Eindruck ist aber positiv. Die Kommunikation mit Heiko Scholz ist unkompliziert.

Nach der ersten Saisonhälfte steht für den FSV Wacker Platz fünf zu Buche, Spitzenreiter Chemnitzer FC ist bereits 18 Zähler entfernt. Zu wenig für die Ansprüche des Vereins, oder?

Berbig: Dass wir mehr wollen, als Fünfter zu werden, sollte klar sein. Mit unserem neuen Trainer Heiko Scholz analysieren wir nun, was in der Hinserie schiefgelaufen ist und haben den Anspruch, in der Tabelle noch ein paar Plätze zu klettern. In der nächsten Saison werden wir dann erneut einen Angriff auf die 3. Liga starten. Wir planen nicht den Neubau unseres Stadions für mehrere Millionen Euro, um noch einige Jahre in der Regionalliga zu spielen.

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