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Themenwoche |23.01.2020|15:30

Bierhoff: "Darfst nie abschalten beim Futsal"

Oliver Bierhoff (l.) begeistert von Futsal: "Du darfst keine Sekunde abschalten."[Foto: Getty Images/Collage DFB]

Brasilien ist verrückt nach Fußball. Das Land gilt als Wiege des Fußballs. Und trotzdem – oder gerade deshalb – kommt kein Kind in Brasilien, das Fußball spielt und auf die große Fußballbühne strebt, an Futsal vorbei. Denn die Fußballvariante in der Halle hat seinen Ursprung in Südamerika und schult aufgrund des kleinen Spielfeldes und des ständigen Zeitdrucks alle wichtigen Fähigkeiten eines Fußballers. Daher unterstützt der Deutsche Fußball-Bund die Entwicklung des Futsal in Deutschland und führt im Zuge der Professionalisierung zur Saison 2021/2022 eine Futsal-Bundesliga ein.

"Mir gefällt am Futsal, dass darin viele Elemente des Bolzplatzes vorkommen: Das Spiel auf engem Raum, es geht hin und her, Du darfst keine Sekunde abschalten und brauchst eine hohe Handlungsschnelligkeit", sagt Oliver Bierhoff, Direktor Nationalmannschaften und Akademie: "Unsere Trainer binden diese Elemente vor allem auch bei den U-Nationalmannschaften ein."

Der Futsal ist dem Fußball im Freien sehr viel näher als der traditionelle Hallenfußball. So ermöglicht Futsal eine nahtlose Fortführung der fußballerischen Ausbildung im Winter und könnte dadurch zu einem zentralen Element in der Talentförderung werden. In Deutschland findet die Variante immer mehr Anhänger. Die Trainingsreize, die das regelmäßige Futsal spielen schon im Kindesalter mit sich bringen, werden in der Praxis jedoch noch nicht ausgenutzt. Dabei ist der Mehrwert des Futsal gerade für Kinder- und Jugendliche offensichtlich.

"Futsal schult Handlungsschnelligkeit, Spielverständnis und Technik. Damit bietet Futsal - gerade während der Wintermonate - eine gute Möglichkeit andere Trainingsreize zu setzen. Ich bin überzeugt, dass diese den jungen Fußballern in ihrer Entwicklung weiterhelfen und der Futsal perspektivisch auch ein wichtiger Baustein in der Talentförderung junger Fußballer in Deutschland werden muss", sagt Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter Nationalmannschaften: "Länder wie Spanien und Portugal beweisen dies schon seit Jahrzehnten und profitieren von den Erfahrungen, die die jungen Spieler beim Futsal sammeln."

"Mir gefällt am Futsal, dass darin viele Elemente des Bolzplatzes vorkommen: Das Spiel auf engem Raum, es geht hin und her, Du darfst keine Sekunde abschalten und brauchst eine hohe Handlungsschnelligkeit"

Viele der besten Fußballer der Welt wurden auch durch den Futsal ausgebildet. Superstars wie Neymar, Lionel Messi, Cristiano Ronaldo, Ronaldinho oder Bayern Münchens Coutinho haben in ihrer Kindheit lange Futsal gespielt. "In meiner Kindheit in Portugal haben wir nur Futsal gespielt. Das enge Spielfeld hat mir geholfen, meine Ballkontrolle zu verbessern. Immer wenn ich Futsal gespielt habe, fühlte ich mich frei", sagt Cristiano Ronaldo. Auch sein ewiger Widersacher vom FC Barcelona, Lionel Messi, wuchs mit Futsal auf. "Futsal hat mir geholfen, der zu werden, der ich heute bin", sagt Messi. Und für Ronaldinho ist Futsal "ein sehr wichtiger Schritt für Kinder in der Entwicklung, weil es ihnen hilft, bessere Fähigkeiten und mehr Spielverständnis zu erlangen."

In Deutschland werden die Strukturen gerade professionalisiert. Spieler, die im Herren- und U 19-Bereich den Sprung nicht nach ganz oben geschafft haben, werden umgeschult. Eine Ausbildung ab dem Kindesalter gibt es noch nicht, wird aber Schritt für Schritt ermöglicht. Der Bayerische Fußball-Verband hat beispielsweise seit einem Jahr während der Wintermonate Futsal-Ligen von der F- bis zur A-Jugend eingeführt. Einige Landesverbände des DFB haben bereits Futsal-Stützpunktteams.

Einführung der Futsal-Bundesliga

Der wichtigste Schritt nach der Gründung der Futsal-Nationalmannschaft 2015 ist aber die Einführung der Futsal-Bundesliga zur Saison 2021/2022. In vielen Ländern der Welt hat Futsal bereits den Status einer Profisportart mit entsprechender Liga. Die neue Spielklasse soll der weiteren positiven Entwicklung des Futsal in Deutschland dienen, damit deutsche Vereins- und Auswahlmannschaften auch international wettbewerbsfähiger werden.

"Um diesen Trend aufrechtzuerhalten und auch international konkurrenzfähig zu sein, ist die Austragung einer Bundesliga unter professionellen Bedingungen zwingend notwendig", sagt Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung.

In der Futsal-Champions-League verpasste der Deutsche Meister TSV Weilimdorf den Einzug in die Eliterunde der besten 16 Teams Europas. Von den deutschen Teams war bisher lediglich dem deutschen Rekordmeister Hamburg Panthers 2016/2017 der Einzug in die Eliterunde der Königsklasse gelungen.

"Wir wollen auch im Futsal der Stellung des DFB in der Fußballwelt gerecht werden. Die Einführung der Bundesliga ist dabei ein wichtiger Baustein. Unsere Nationalspieler können sich so regelmäßig auf hohem Niveau messen, das wird sie individuell besser machen und davon wird die Nationalmannschaft profitieren", sagt Futsal-Nationaltrainer Marcel Loosveld.

Bundesliga: Start mit zehn Teams

Derzeit ist der Futsal-Spielbetrieb noch in fünf Regionalligen aufgespalten. Das führt zu einem deutlichen Leistungsgefälle innerhalb der Ligen. Die besten Teams werden bis zum Finalturnier um die Deutsche Meisterschaft zu selten gefordert, um sich bestmöglich entwickeln zu können. Das soll sich mit der im September 2019 auf dem DFB-Bundestag in Frankfurt am Main beschlossenen bundesweiten Spielklasse ändern.

Für die Auftaktsaison der Bundesliga qualifizieren sich jeweils die Meister und Vizemeister der Regionalligen Süd, West, Nord und Nordost sowie der Meister der Regionalliga Südwest. Dazu kommt als zehnter Teilnehmer der Sieger einer Qualifikationsrunde aus dem Vizemeister der Regionalliga Südwest sowie den Drittplatzierten der Regionalligen Süd, West, Nord und Nordost.

Die Futsal-Bundesliga wird in einem Rundensystem ausgetragen, dem sich eine Meisterrunde anschließt, in der der Deutsche Futsal-Meister ermittelt wird. Am Ende der regulären Saison steigt der Tabellenletzte in die Regionalliga ab. Der Tabellenvorletzte nimmt gemeinsam mit den fünf Regionalligameistern an einer Relegationsrunde teil. In zwei Gruppen mit jeweils drei Mannschaften wird in einem Rundensystem mit Hin- und Rückspiel der jeweilige Gruppensieger ermittelt, der sich für die kommende Saison der Futsal-Bundesliga qualifiziert.

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