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Kultfigur |20.01.2017|15:00

Billion begrüßt alle: Auch den FC Barcelona

Erich Billion bei seinem letzten offiziellen Spiel: Der 1. FC Kleve gegen den SC Cronenberg am 8. Juni 2016. [Foto: privat]

Fast 35 Jahre lang war Erich Billion der Stadionsprecher des 1. FC Kleve beziehungsweise dessen Vorgängervereins SC Kleve 63. Bei mehr als 500 Spielen hat er Spielernamen, Torschützen und mehr mit fester Stimme und dem richtigen Ton angesagt. Dass der heute 70-Jährige in dieser Zeit von den Zuschauern ausgepfiffen wurde, kam so gut wie nie vor. Einmal aber, gleich zu seiner Anfangszeit am Mikrofon, zog sich unsere FUSSBALL.DE-Kultfigur der Woche den Zorn der Zuschauer zu: Das war am 7. August 1982 und der Grund für den Ärger hieß Diego Maradona.

Das Starensemble des FC Barcelona war zu Gast am beschaulichen Niederrhein, die Spanier absolvierten in der Nähe ein Trainingslager. Eine Sensation für den kleinen SC Kleve 63, mehr als 10.000 Zuschauer im randvollen Gustav-Hoffmann-Stadion fieberten vor Aufregung, doch dann wurden sie bitter enttäuscht. Ausgerechnet Superstar Diego Maradona fiel kurzfristig aus, der Argentinier hatte die Grippe. „Dass Maradona nicht dabei sein konnte, hat uns allen einen Schlag ins Gesicht versetzt. Als ich durchgesagt habe, dass er nicht dabei ist, kamen die Pfiffe“, erinnert sich Erich Billion.

"Dann schaue ich mir auf FUSSBALL.DE die Spielernamen des Gegners an, ob was kompliziertes dabei ist"

Immerhin: Mit Trainer Udo Lattek und Regisseur Bernd Schuster hatte Barcelona nicht nur zwei deutsche Prominente im Team, sondern rund um die vielen spanischen Nationalspieler auch den ehemaligen Mönchengladbacher Publikumsliebling Allan Simonsen. „Bernd Schuster war vorher verletzt und feierte in Kleve sein Comeback auf dem Platz“, berichtet Erich Billion und erzählt lachend: „Beim Warmlaufen wurde 'der blonde Engel' von einer Hundestaffel und Sicherheitsleuten bewacht.“

Lattek benötigte derweil zwar keine Security, aber einen anderen Service: Der Erfolgscoach war abends ins ZDF- sportstudio eingeladen und rauschte gleich nach dem Spiel mit dem Hubschrauber von Kleve ab nach Mainz. Kleves Bürgermeister, der dem berühmten Gast eigentlich ein Geschenk der Stadt überreichen wollte, zog mit seinem Präsent unverrichteter Dinge wieder von dannen.

Das Spiel gegen den großen FC Barcelona war ein früher Höhepunkt seiner Stadionsprecher-Karriere, doch namhafte Gegner hat Erich Billion auch in den vielen Jahren danach noch am Klever Bresserberg begrüßen dürfen: Borussia Dortmund, Fortuna Düsseldorf, VfL Bochum, MSV Duisburg und auch seinen Lieblingsklub Borussia Mönchengladbach. Der letzte Bundesligist, der seine Visitenkarte in der Schwanenstadt abgab, war vor dreieinhalb Jahren der FC Schalke 04. Die Gelsenkirchener traten allerdings nicht gegen den heimischen 1. FC Kleve an, sondern in einem Vorbereitungsspiel gegen die Auswahl eines eigenen Sponsors. „Die Partie habe ich zusammen mit dem Schalker Stadionsprecher Dirk Oberschulte-Beckmann angesagt“, bemerkt Erich Billion nicht ohne Stolz.

1962 schließt sich Erich Billion dem SC Kleve 63 als Jugendspieler an, später übernimmt er verschiedene Funktionärsposten im Verein und leitet auch die Stadionzeitung. Weil er eine prägnante Stimme hat und ohnehin schon bei Turnieren gelegentlich als Moderator einen guten Job macht, wird er Stadionsprecher des Vereins und leitet zudem die anschließenden Pressekonferenzen. Im Jahr 2000 fusionieren der SC Kleve 63 und der VfB Kleve 03 zum heutigen 1. FC Kleve. Erich Billion bleibt seinem Verein natürlich treu und ist heute immer noch bei jedem Heimspiel des Landesligisten im Stadion – aber seit Beginn der laufenden Saison nicht mehr in der Sprecherkabine. Der sportliche Rentner hat im Sommer 2016 das Mikro seinen Nachfolgern Ralf Fischer und Tobias Budde übergeben.

Die Zuschauer am Bresserberg mussten seitdem aber nicht vollends auf Erich Billions unvergleichliche Stimme verzichten. Als die von ihm selbst eingearbeiteten Kollegen am 6. November im Match gegen den SV Sonsbeck und am 17. Dezember gegen den VfL Rhede zweimal verhindert waren, sprang Kleves „ewiger Stadionsprecher“ kurzerhand ein. Und wie immer, bevor er das Mikro anknipste, bereitete er sich auf den jeweiligen Klever Gegner gewissenhaft vor - und das auf FUSSBALL.DE . „Dann schaue ich mir die Spielernamen des Gegners an, ob was kompliziertes dabei ist“, erklärt Erich Billion.

Diego Maradona ist recht leicht auszusprechen – ihn hätte Erich Billion nur zu gerne angesagt, aber dann kam eine Grippe dazwischen.

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