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Familienbande |21.09.2017|07:30

Daum in London: Köln lockt schon wieder

Zuletzt sorgte Christoph Daum (links) als Nationaltrainer Rumäniens für Schlagzeilen, sein Sohn Jean-Paul geht mittlerweile in London zur Schule. [Foto: Fotos Getty, privat; Collage FUSSBALL.DE]

London-Stansted. Wo viele Deutsche landen, wenn sie mit dem Billigflieger mal eben auf die britische Insel jetten, um von dort möglichst schnell mit dem Zug in Richtung Big Ben, London Eye oder Buckingham Palace weiter zu fahren, lebt ein junger Deutscher mit einem im Fußball äußerst bekannten Namen: Jean-Paul Christoph Daum. Der Sohn von Trainerlegende Christoph Daum, bis zur Trennung in der vergangenen Woche Nationaltrainer Rumäniens, geht seit diesem Sommer in Stansted zur Schule und spielt im Norden Londons Fußball. In Deutschland wird er bei den B-Junioren des FC Hürth schmerzlich vermisst – die neueste Folge unserer Serie Familienbande.

Es ist der Traum vieler Teenager oder gerade Volljähriger, die für eine Zeit ins Ausland gehen, um dort Erfahrungen fürs Leben zu sammeln. Ob als Schüler in Frankreich, Kanada oder den USA oder beim Work and Travel in Australien oder Neuseeland: Die Heimat zu verlassen, andere Ländern und Kulturen zu entdecken, reizt viele junge Menschen. Jean-Paul Daum bleibt sogar zwei Jahre im Ausland, entdeckt aber nicht die große, weite Welt, sondern macht in England sein Abitur. „Da mein Vater in den vergangenen Jahren einige Trainerjobs im Ausland hatte, unter anderem mehrmals in der Türkei, war ich schon als Kind auf einer internationalen Schule und habe dort Englisch lernen können“, sagt der 16-Jährige. „Daher bietet die Schule in Felsted mir die Möglichkeit, mein Englisch weiter zu verbessern und meinen Horizont insgesamt zu erweitern.“

"Mein Vater hat mich als kleines Kind nicht zum Training geschickt, weil er das so wollte, sondern ich wollte immer selbst Fußball spielen"

Der Trainer schwärmt

In Köln geboren, führt einer seiner ersten Wege, sobald er laufen kann, auf den Sportplatz. Der SC Borussia Lindenthal-Hohenlind ist sein erster Verein, schon bei den Bambini kickt er hier, keine vier Kilometer vom Müngersdorfer Stadion und dem FC entfernt, wo sein Vater in den 80er Jahren seine Trainerkarriere fulminant startete.

Jean-Paul Daum erlebt bei dem Vorortklub erfolgreiche Jahre in der Mittelrhein-Liga und wechselt in der C-Jugend von der Borussia zunächst zum FC Rheinsüd, ehe er sich im vergangenen Winter für ein halbes Jahr der U 17 des FC Hürth anschließt. „Jean-Paul ist ein sehr intelligenter Junge, der bei uns als Rechtsfuß auf dem linken Flügel gespielt hat“, sagt Trainer Ludwig Lippold über seinen ehemaligen Schützling. „Schade, dass er nicht mehr bei uns ist.“

Lindenthal-Hohenlind, Rheinsüd oder Hürth – kleine Vereine im Vergleich zu den meisten Stationen seines Vaters. So ehrgeizig aber „Motivator“ Christoph Daum als Trainer stets wirkt, seine vier Kinder – darunter aus erste Ehe Sohn Marcel, der als Videoanalyst für Eintracht Frankfurt tätig ist – lässt er eigene Wege gehen. „Mein Vater hat mich als kleines Kind nicht zum Training geschickt, weil er das so wollte, sondern ich wollte immer selbst Fußball spielen“, verrät Jean-Paul Daum. Gelegentlich gibt es Einzeltraining im Garten und wertvolle Tipps, was er verbessern kann, aber das ist es auch schon.

Natürlich hat der Name Daum in Köln und Umgebung auch heute noch, acht Jahre nach dem zweiten und letzten Trainerengagement von Christoph Daum beim „Effzeh“, einen großen Klang. Für Jean-Paul aber „hat der Name Daum in meiner bisherigen Fußballer-Laufbahn eigentlich keine große Rolle gespielt“. Für ihn war und ist es wichtig, als eigenständige Person wahrgenommen zu werden und nicht als Sohn von Christoph Daum. „In meinem bisherigen Mannschaften war ich immer als ganz normaler Mitspieler sehr gut integriert“, sagt Jean-Paul.

Nun ist er also in England, schon mit 16 weit weg von den Eltern und der gewohnten Umgebung. In Felsted hat Jean-Paul Daum ein Zimmer in einem Wohnheim für Schüler. Er ist dort nicht der einzige Deutsche, sondern hat sogar einen Mitschüler aus Köln. Fußball spielt er für die Schulmannschaft des Felsted Football Club. „Wie in einem normalen Verein haben wir dreimal in der Woche Training, inklusive Krafttraining und am Wochenende Freundschaftsspiele oder Turniere“, sagt Jean-Paul Daum.

Im Rahmen des IB-Diploma-Programms wird er, wenn alles klappt, in zwei Jahren seinen englischen Abschluss in der Tasche haben. Und danach? „Ich könnte mir vorstellen, wieder zurück in meine Heimat nach Köln zu gehen und dort auch wieder Fußball zu spielen. Ob das wieder beim FC Hürth oder bei einem anderen Verein sein wird, weiß ich jetzt noch nicht“, sagt Jean-Paul Daum.

So viel ist sicher: Wer mit 18 sein Abi in London baut und zudem auch noch ein wenig kicken kann, dem stehen viele Türen offen.

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