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Teufelskerl |11.11.2017|10:00

Der Bliesgau-Maradona: Hattrick in 4 Minuten!

Unsere "Kultfigur der Woche": Thomas Kellmeyer (Foto rechts und Foto links, links) vom TuS Ormesheim aus dem Saarland. [Foto: privat (2) / Collage: FUSSBALL.DE]

Thomas Kellmeyer vom TuS Ormesheim ist wohl so etwas wie der Wandervogel des saarländischen Amateurfußballs. In seinen beinahe 20 Jahren als Fußballer hat der Defensivspezialist nicht nur alle Spielklassen im Saarland einmal durchlaufen, sondern war auch Meister, Torschützenkönig, und Trainer. Am wichtigsten war ihm trotz aller Erfolge aber immer Freund- und Kameradschaft - unsere Kultfigur der Woche auf FUSSBALL.DE.

Wenn man Thomas Kellmeyer nach seinen sportlichen Zielen für die Zukunft fragt, zeigt sich der Mittelfeldspieler bescheiden und genügsam. „Einfach verletzungsfrei bleiben“, sagt der Akteur des TuS Ormesheim kurz und knapp im Interview mit FUSSBALL.DE . „Außerdem ist die aktuelle Liga ohnehin optimal: Wir haben viele Derbys gegen die Nachbarvereine und können einfach Spaß haben“, erklärt der gebürtige Saarbrücker weiter und klingt tatsächlich erwartungsfroh, wenn er über die anstehenden Lokalduelle mit Teams wie der SG Ommersheim oder dem FV Biesingen spricht. Kellmeyer, mittlerweile 33 Jahre alt, hat viel erlebt. „Und sportlich gesehen ist es ohnehin schwierig, das Bisherige noch zu toppen“, gibt auch er selbst zu bedenken.

Als Jugendlicher wird der technisch versierte Mittelfeldstratege, von seinen Mitspielern auch „Bliesgau-Maradona“ genannt, beim 1. FC Saarbrücken ausgebildet. Während eines Trainingslagers zeichnen sich mit 15 die ersten Probleme ab, seine Kniescheibe springt bei einer Einheit heraus. Schon früh zeigt sich: Kellmeyer hat einen nicht wirklich trainierbaren Körper, ist den Belastungen nicht gewachsen. „Der Profi war mir nie vergönnt“, erläutert er rückblickend im Gespräch. „Die Knie haben einfach 'nein' gesagt.“ Er klingt dabei allerdings keineswegs geknickt. Warum auch? Er hat sein Glück woanders gefunden.

Nachdem es mit dem FCS nichts wird, tingelt der Vollblut-Fußballer durch die verschiedenen Ligen des Saarlands, macht unter anderem beim SV Reiskirchen, SV Einöd oder dem SV Schwarzenbach Halt. Der gelernte Abräumer sieht jeden Platz, von der Kreisliga bis zur Landesliga. Einmal wird er Meister, trotz seiner eher defensiven Position krönt er sich sowohl in der Kreis- als auch der Bezirksliga mit 28 Treffern zum Torschützenkönig. Mit 29 macht Kellmeyer schließlich den Trainerschein und wird auf Anfrage für ein Jahr Spielertrainer – kommt in der Landesliga allerdings körperlich an seine Grenze. „Auf dem Niveau machte es für mich keinen Sinn mehr“, so der 33-Jährige. Ein Knorpelschaden zwingt ihn schließlich endgültig dazu, etwas kürzer zu treten - so entscheidet er sich für eine Rückkehr zu seinem Heimatverein TuS Ormesheim.

"Der Profi war mir nie vergönnt. Die Knie haben einfach 'nein' gesagt"

Sein Comeback wird eine Erfolgsgeschichte. Die Saarländer bleiben auch dank ihres neuen alten Mittelfeldmotors über 17 Spiele in Folge ungeschlagen – holen 49 von möglichen 51 Punkten. Dass Kellmeyer dabei oft für die jungen Wilden ins zweite Glied rutscht, stört ihn nicht. „Wir haben Spaß und die Jungs sind klasse“, lobt er das Mannschaftsgefüge. Seinen unvergesslichen persönlichen Höhepunkt der Saison holt er sich dafür am 12. Spieltag ab: Beim furiosen 30:0-Sieg gegen die TuS Wörschweiler gelingt dem Edeltechniker ein Hattrick innerhalb von nur vier Minuten.

Noch heute ist das Ereignis für ihn schwer bergreiflich. „Wir waren Tabellenführer und spielten zuhause“, erinnert sich der Saarländer zurück. „Wir galten ohnehin schon als klarer Favorit.“ Auch sonst habe nicht vieles für die Gäste aus der Saarpfalz gesprochen. Wörschweiler, ohnehin eher ein Kandidat für die hinteren Tabellenplätze, hatte durchaus schon einmal höher verloren - auch zweistellig. „Der Verlauf der Partie war so allerdings trotzdem nicht vorherzusehen.“

Bereits zur Pause gehen die Gastgeber mit 16:0 in Führung, Trainer Tumaj Talimy wechselt in der Halbzeit durch und gibt so auch Kellmeyer seine Chance - die er mit seinen Treffern in der 69., 70. und 73. Minute direkt nutzt. „Es waren keine herausragenden Tore“, gesteht der Ormesheimer. Dennoch netzt an diesem Tag keiner schneller ein als er. „Das gegnerische Team hatte sich aufgegeben“, versucht Kellmeyer das sinnbildliche Schützenfest zu erklären. „Und wir haben einfach Lust gehabt, etwas Großes zu schaffen - den zukünftigen Gegner zeigen, dass mit uns zu rechnen ist. Am Schluss konnten wir es selbst nicht glauben.“

Auch sonst endete die Spielzeit für den TuS Ormesheim weit über den Erwartungen. Nach 24 Spieltagen stand die Mannschaft aus dem Mandelbachtal uneinholbar auf Platz eins und krönte eine überragende Saison mit dem Meistertitel. Selbst für Wandervogel Kellmeyer ein besonderer Moment. „Es passiert nicht oft, dass man das schafft. Einige spielen ihr Leben lang Fußball und werden nicht einmal Meister.“ Zudem hat der Triumph auch eine besondere Note: „In Ormesheim haben sie 26 Jahre auf einen Titel gewartet. In der Bezirksliga haben sie noch nie gespielt. Daher ist das das Tollste, was ich mir vorstellen konnte.“

Umso schöner, dass der Saarländer diesen Moment mit seinem langjährigen Freund Pasquale Varsalona zusammen erleben konnte, mit dem er bereits bei seinen vorherigen vier Stationen zusammen kickte. „Es ist das Persönliche, was mir wichtig ist. Irgendwann versteht man eben, dass Freundschaft und Kameradschaft ist, was wirklich zählt“, zieht er sein persönliches Resümee nach fast 20 lebhaften Jahren im Amateurfußball.

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