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Familienbande |02.05.2018|17:12

Drei Keita-Kicker: Einer bleibt in Leipzig

Drei Familienmitglieder mit Fußball-Leidenschaft (v. li.): Die Brüder Naby und Petit Keita sowie Cousin Mohamed Camara.[Foto: Verein (2), Getty Images / Collage: FUSSBALL.DE]

Er ist das Schaltzentrum im zentralen Mittelfeld. Der Spieler, der den Unterschied ausmacht. Der Spieler, der für bis zu 70 Millionen Euro im Sommer nach England zum FC Liverpool wechseln wird. Die Rede ist von Naby Keita vom Bundesligisten RB Leipzig. Im Schatten ihres prominenten Familienmitgliedes versuchen in dieser Saison zwei Familienmitglieder Keitas im deutschen Amateurfußball ihr Glück zu finden. In unserer neuen Folge der Serie Familienbande betrachtet FUSSBALL.DE den Weg vom kleineren Bruder Petit Keita und dem Cousin Mohamed Camara, die in dieser Spielzeit für den FC International Leipzig aufgelaufen sind.

Die Namen von Spielern mit Weltklasse-Format hatten Sie bereits seit der Geburt. Naby Deco Keita ist spätestens mit dem Wechsel zum FC Liverpool auf dem besten Weg in ähnliche Fußstapfen wie die des portugiesischen Weltstars Deco zu treten, der ebenfalls in England spielte und im Zentrum des Spielfeldes beheimatet war. Auch der jüngere Bruder Petit Keita weist mit dem ehemaligen Kölner Petit einen prominenten portugiesischen Namensvetter auf, doch auf dem Spielfeld unterscheiden sich beide total. Petit Keita ist nämlich Stürmer und spielt momentan in der U 19 vom FC International Leipzig. „Ein klassischer Mittelstürmer, der mit einem hohen Arbeitspensum und Aggressivität klar zu den besten Stürmer der U19 gehört“, sagt Trainer Heiner Backhaus im Gespräch mit FUSSBALL.DE . Petit sei zudem ein „sehr lernwilliger Spieler“, der innerhalb seines ersten Jahres in Leipzig schon „flüssiges Deutsch“ spricht und die Spielphilosophie versteht.

Wie die Verwandten Keitas auf den NOFV-Oberligisten gestoßen sind? Backhaus erklärt: „Als Naby Keita zu RB Leipzig wechselte, suchten Petit Keita und Mohamed Camara einen internationalen, weltoffenen Verein. Wir haben seit jeher gute Drähte zu RB Leipzig und wollten den Jungs ein neues Zuhause geben“.

Dieses neue „Zuhause“ heißt FC International Leipzig, ein 2014 neugegründeter Verein aus Leipzig. Kurios: Trainer Backhaus ist beim FCI sogar das Gründungsmitglied Nummer Zwei! Der Verein ist eine Herzensangelegenheit für den ehemaligen Zweitliga-Profi vom FC Arminia Bielefeld, der sich der 36-Jährige mit voller Leidenschaft verschreibt. „Tradition haben wir leider noch nicht, aber ich denke, wir arbeiten sportlich trotzdem ganz passabel. Wir sind ein internationaler Verein, der mitten im Zentrum von Leipzig liegt und schon heute mehr als 250 Jugendlichen aus zirka 30 Nationen eine Heimat bietet. Auch wenn uns enorme Steine in den Weg gelegt werden, wollen wir anpacken, die Infrastruktur entwickeln und vielen Jungs eine Perspektive bieten“, erzählt Backhaus mit entschlossener Stimme.

"Wir haben seit jeher gute Drähte zu RB Leipzig und wollten den Jungs ein neues Zuhause geben"

Der zweite Verwandte von Naby Keita ist sein Cousin Mohamed Camara. Beide wuchsen gemeinsam auf, spielten bis 2014 zusammen beim FC Istres in Frankreich, ehe sich die sportlichen Wege trennten. „Er ist ein Spieler mit einem Top-Regionalliga-Format und ist gegen den Ball sogar noch besser als Naby“, lobt Heiner Backhaus den Offensivspieler.

Naby verlässt die Stadt Leipzig. Droht nun auch der Verlust vom 17-jährigen Stürmertalent Petit Keita? „Petit geht hier in Leipzig zur Schule und wird hier bleiben. Er braucht trotz seiner besonderen Anlagen auch sportlich noch ein bisschen Zeit, aber ich traue ihm den Durchbruch in die erste Mannschaft zu, wenn er am Boden bleibt“, sagt Backhaus.

Als Sprungbrett für Talente wie Petit Keita hat sich der erst knapp vier Jahre alte Verein schon mehrfach ausgezeichnet, da Spieler wie Kai Druschky (zu Rot-Weiss Essen), Christos Papadimitriou, Marcelo de Freitas (zu Energie Cottbus) oder Bocar Djumo (zum FC Oberlausitz Neugersdorf) den Weg in die Regionalliga fanden und auch Stürmer Ogün Gümustas oder Kimmo Hovi bereits etliche Interessenten aus höheren Ligen haben. „Inter schreibt sich auf die Fahne, Talenten aus aller Welt ein Sprungbrett in höhere Ligen zu sein und den Spieler bei der Integration zu helfen. Trainiert wird deshalb täglich, die Spielphilosophie basiert auf Pressing plus schnelles Umschalten. Für viele ausländische Talente immer noch Fremdworte", so Backhaus.

Ein vorbildliches Engagement des Vereins aus Leipzig und vielleicht wird man eines Tages in der Bundesliga einen weiteren Keita bestaunen dürfen.


Anmerkung der Redaktion: Dieser Text wurde nach Anmerkungen des FC Internationale Leipzig am 3. Mai aktualisiert.

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