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Kultfiguren|26.09.2014|16:30

Eugen Igel: Echte Ikone aus dem Norden

Zehnmal Meister, dreimal im DFB-Pokal dabei: Eugen Igel. [Foto: Oliver Jensen]

Eugen Igel bezeichnet sich selbst als fußballsüchtig. “Für mich ist dieser Sport immer eine Droge gewesen. Niemals konnte ich darauf verzichten”, sagt der 74-Jährige. Von 1963 bis 2013 war er fast durchgängig im Hamburger Amateurfußball beschäftigt. Seine Bilanz als Trainer ist beeindruckend: Zehnmal gewann er in Hamburg die Meisterschaft, dreimal den Hamburger Pokal, dreimal war er mit seiner Mannschaft im DFB-Pokal vertreten, sechsmal wurde er in Hamburg zum Trainer des Jahres gewählt.

“Ich bin der erfolgreichste Trainer im Hamburger Amateurfußball”, stellt er mit einer ordentlichen Portion Stolz fest. Überhaupt war der Fußball stets der Mittelpunkt seines Lebens. Hauptberuflich ist er 35 Jahre lang Angestellter des Hamburger Fußballverbandes gewesen. Und als wäre das nicht schon genug, schrieb Igel auch noch für eine Tageszeitung über das Geschehen im Fußball. Zeit für andere Dinge blieb kaum übrig. Seine Ehe ist daran gescheitert. “Ich bereue nichts. Ich würde alles wieder genauso machen. Zumal ich zu meiner Ex-Frau ein sehr gutes Verhältnis habe."

Igel ließ Profiklubs abblitzen

Igel selbst war kein sonderlich begabter Fußballer. Als Manndecker gewann er zwar den einen oder anderen Zweikampf. Ansonsten aber war er froh, wenn er den Ball schnell wieder abspielen konnte. Als er aufgrund einer Knieverletzung mit dem aktiven Sport aufhören musste, schlug er die Trainerlaufbahn ein. Schon mit 23 Jahren begann er beim SV Bendestorf in der Bezirksliga. Von 1966 bis 1970 war er Geschäftsführer beim FC St. Pauli, welcher damals noch in der Regionalliga spielte. “Dann kam der umstrittene Präsident Ernst Schacht, der alles umgewirbelt hat und keine Angestellten mehr haben wollte, weil der Verein keine Kohle hatte”, erinnert sich Igel an sein Ende beim "Kiez-Club".

"Ich bin der erfolgreichste Trainer im Hamburger Amateurfußball."

Vier Jahre später stieg St. Pauli in die 2. Bundesliga auf. Wehmut kam bei Igel deshalb nicht auf. Angebote, als Trainer im Profifußball aktiv zu werden, gab es auch so genügend. Unter anderem der VfL Osnabrück, damals Zweitligist, war in den 70er Jahren an ihm interessiert. “Dafür hätte ich mein Beruf beim Fußballverband aufgeben müssen. In Osnabrück wurden die Trainer damals reihenweise gefeuert. Das war mir zu unsicher”, sagt Igel. Also richtete er sein Fokus als Trainer auf den Hamburger Amateurfußball.

Der Name von Eugen Igel wird in und um Hamburg besonders mit dem FC Elmshorn (früher noch Raspo Elmshorn) in Verbindung gebracht. Rund 17 Jahre ist er dort tätig gewesen. Hauptsächlich als Trainer, später auch als Sportlicher Leiter und Teammanager. “Dort stimmte einfach alles. Wir hatten einen tollen Platz, ein tolles Gelände und tolle Spieler. Man konnte sich dort einfach nur wohl fühlen.”

Igels Markenzeichen war die Zigarre nach dem Spiel. “Eigentlich bin ich Nichtraucher. Aber eine Zigarre und ein Weizen nach Spielende gehörten für mich einfach dazu. Das wurde Tradition”, erzählt er schmunzelnd. 1997/1998 führte er Elmshorn zur Meisterschaft in der Verbandsliga. Nicht nur dieser Erfolg, sondern auch die vielen Testspiele gegen Profivereine waren Highlights in der Karriere von Eugen Igel. Der aktuelle Trainer des FC St. Pauli, Thomas Meggle, erinnert sich noch an ein Testspiel im Jahre 1997, bei dem er als junger Pauli-Profi auf Elmshorn traf. “Eugen Igel hat damals seine Truppe gegen uns richtig heiß gemacht”, sagt Meggle: “Der Mann ist eine Ikone im Hamburger Fußball.”

Norbert Meier und Collin Benjamin trainiert

Wer sich mit Eugen Igel über Fußball unterhält, sollte ordentlich Zeit mitbringen. Er hat viel Spaß dabei, eine Anekdote nach der anderen zu erzählen. Zum Beispiel, wie er mit dem Hummelsbütteler SV in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga spielte oder mit dem SC Urania Hamburg in die dritte Runde des DFB-Pokals einzog. Gerne berichtet er auch von Spielern, denen er das Rüstzeug für eine Profikarriere vermittelte. Der derzeitige Bielefelder Trainer Norbert Meier und der ehemaliga HSV-Profi Collin Benjamin zählen dazu.

Trotz der vielen tollen Erlebnisse kam im Jahr 2007 der Zeitpunkt, an dem Igel mit dem Trainerdasein abschloss. “Ich hatte bereits das Rentenalter erreicht. Daher wollte ich für junge Menschen Platz machen”, sagt er. Mehr als sechs Jahre war er noch im Management bei Elmshorn und dem SC Sperber tätig, bis er zum Jahreswechsel 2013/2014 seinen Rücktritt erklärte.

Das heißt allerdings nicht, dass der Hamburger Amateurfußball nun ohne seine Kultfigur auskommen muss. Für die Hamburger Fußballzeitschrift Sport Mikrofon schreibt Igel wöchentlich eine Kolumne, zudem spricht er Kommentare für den Internetsender Elbkick.tv . Überhaupt weiß Eugen Igel die moderne Berichterstattung über den Amateurfußball zu schätzen: “Die Vereine genießen heute viel mehr Aufmerksamkeit. Nicht nur die Tageszeitungen und Sportzeitschriften, sondern vor allem im Internet wird viel berichtet. Dass man bei FUSSBALL.DE alle Informationen zu sämtlichen Spielen abrufen kann, ist einfach super. Das hat es damals alles nicht gegeben.” Da sage noch mal einer, früher sei alles besser gewesen.

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