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Kultfigur |02.12.2016|21:50

Ex-Bundesliga-Schiri Fux: Der Unspektakuläre

Immer noch in der badischen Kreisliga aktiv: Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Hans Fux (70). [Foto: FC Viktoria Neupotz]

Früher Bundesliga, jetzt Kreisliga: Auch im Alter von 70 Jahren ist Schiedsrichter Hans Fux vom FC Germania Friedrichstal noch immer aktiv. Der ehemalige Referee aus der deutschen Eliteliga ist Woche für Woche in den Gefilden des badischen Amateurfußballs unterwegs und nach wie vor mit Professionalität bei der Sache. Hans Fux ist unsere FUSSBALL.DE-Kultfigur der Woche.

Starallüren kennt er nicht. Hans Fux ist auf dem Boden geblieben und immer noch ganz der Alte. Arroganz oder Überheblichkeit gibt es beim 70-Jährigen nicht. Wenn Fux das Feld in der Kreisliga betritt, dann ist er genauso nur ein Mensch, wie alle anderen auf dem Platz. Und dann versucht er, die bestmögliche Spielleitung an den Tag zu legen. „Ein Amateurverein hat genauso eine gute Leistung verdient wie ein Bundesligaverein“, erklärt Fux im Gespräch mit FUSSBALL.DE.

"Ein Amateurverein hat genauso eine gute Leistung verdient wie ein Bundesligaverein"

Da, auf dem Amateurplatz, da fühlt er sich auch ganz wie Zuhause. Dort wird er immer warmherzig empfangen und bislang gingen auch alle geleiteten Partien reibungslos über die Bühne. „Die Spiele laufen alle wie ein Uhrwerk. Sonst würde ich das auch nicht machen“, sagt er. Es erinnert ihn fast an früher, seine Bundesliga-Zeiten. Auch seine Besuche in der Bundesliga glichen mehr einem Treffen unter Kumpels und Kollegen. Fux berichtet: „Man darf das nicht so lustig sehen, aber es war tatsächlich so.“ Nach seinen Erzählungen sei der Draht zwischen Schiedsrichter und Verantwortlichen beziehungsweise Spielern sehr eng gewesen – eine Tatsache, die Fux als angenehm wahrgenommen hat. „Ich möchte die Zeit, in der Form, wie sie ablief, nicht missen.“

Manchmal kam es gar vor, dass er Freunde vom Platz stellen musste. So geschehen 1993, als er Spielleiter der Bundesliga-Begegnung zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Bayern München war und seinem Bekannten Michael Sternkopf die Gelb-Rote Karte zeigte. „Er sagte zu mir: Hans, das kannst du nicht tun. Aber ich sagte ihm: Mir sind die Hände gebunden, ich tue meine Pflicht.“ Auch wegen der „komischen Randerscheinung“ ist es generell eines der 56 Erstligaspiele, die ihm besonders in Erinnerung geblieben sind – neben dem Revierderby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund (1993, 1:0).

Das Spiel Nummer eins im Gedächtnis von Fux ist allerdings seine Abschiedsbegegnung am 22.04.1994 zwischen dem SV Werder Bremen gegen den 1.FC Köln. „Das ist immer leise in Erinnerung und steckt im Verborgenen.“ Dieser Abgang sorgte auch für einen passenden Abschluss seiner Schiedsrichterlaufbahn im Profibereich. Denn das letzte Spiel lief so ab, wie fast alle seiner Spiele: Unspektakulär – ein Wort, welches seine Zeit im Profibereich gut umschreibt. Fux: „Ich hatte nie das Gefühl, dass etwas gefährlich werden konnte.“

Sein vielleicht ereignisreichstes Spiel erlebte Fux im DFB-Pokal-Viertelfinale 1989. Wenn er an seinen Einsatz im Niedersachsen-Derby zwischen Eintracht Braunschweig und dem VfL Osnabrück denkt, fängt er an zu schwärmen. „Das war ein tolles, rassiges Spiel bei Regen. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Da hat Rolf Töpperwien (ZDF-Moderator, Anmerkung der Redaktion ) nach dem Spiel gesagt: 'Für so ein gutes Spiel haben wir heute vier Minuten'.“ Abgerundet wird seine Karriere im Profifußball mit 47 Zweitligapartien, drei Relegationsspielen und weiteren acht DFB-Pokal-Begegnungen.

Von der Entwicklung des heutigen Fußballs ist der Schiedsrichter des FC Germania Friedrichstal im Übrigen kein großer Freund. „Das Zwischenmenschliche ist seit 20 Jahren sukzessive zurückgegangen. Aber das ist der Lauf der Zeit. Wenn das Kommerzielle steigt, können die Verbindungen nicht hoch sein.“ Zudem stehen die Schiedsrichter nun mittlerweile unter ständiger Beobachtung. Aber das, sagt Fux, darf keine Ausrede für eine schlechte Leistung sein. „Der, der den Druck nicht aushält, muss weg.“

Nur ungern aber würde Fux Teil dieser anderen Welt sein. Lieber schleppt er sich noch über die Amateurplätze und pfeift Kreisklassen-Derbys zwischen der DJK Rüppurr und der RFG Rüppurr III (2:2). Oder aber zuletzt, da leitete der Schiedsrichter das Kreisklassen B-Spiel zwischen dem VfR Kronau II und dem FC Unteröwisheim (0:2). Doch auch das wird er nicht mehr lange machen. Seine offiziellen Funktionen hat er schon abgegeben, nach Saisonende „schmeiße ich auch die Pfeife weg“, erklärt Fux. Im Prinzip ist das Noch-Dasein als Unparteiischer auch mehr nur eine „lästige Pflicht“ und mehr nur ein Schutzmechanismus von Fux. Ansonsten wüsste er gar nicht, was er an einem Sonntag machen sollte. Zudem möchte er damit einen Beitrag zu seiner Gesundheit leisten.

Die Schiedsrichterei startete er übrigens mehr nur seinem Verein aus Friedrichstal zuliebe. Er wollte einen Beitrag leisten, um seinem Klub bei der Abstellpflicht der Schiedsrichter zu helfen. In der Folge habe ihn dann „der Ehrgeiz gepackt.“ Denn, so sagt Fux im Interview mit FUSSBALL.DE : „Früher habe ich lieber Fußball gespielt.“ Gut, dass sich die Meinung des 70-Jährigen verändert hat.

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