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Fairplay|15.09.2014|14:00

Großes Fairplay: Der Nachwuchs macht's vor

Hans Dieter Wichert zeichnet Timo Pascal Hahn für seine großartige Fairplay-Aktion aus. [Foto: FVN]

0:1 verloren – und ausgerechnet der Torwart hat für den entscheidenden Treffer des Gegners gesorgt. Kein Grund zur Traurigkeit für Timo Pascal Hahn, sondern vielmehr ein Grund zur Auszeichnung. In der vergangenen Saison hatte Hahn, damals in der D-Jugend des SV Scherpenberg zwischen den Pfosten, ein Tor des Gegners angezeigt. Der Schiedsrichter hatte den Ball nicht hinter der Linie gesehen, der Torhüter machte ihn darauf aufmerksam.

Das Spiel gegen den Rumelner TV ging mit 0:1 verloren, doch kein Mitspieler war sauer auf Hahn. Ein halbes Jahr nach seiner bemerkenswerten Aktion ist der heute 13-Jährige für sein Fairplay ausgezeichnet worden.

Der Vorsitzende des Kreises Moers im Fußballverband Niederrhein (FVN), Hans Dieter Wichert, überreichte dem heutigen C-Jugendlichen als Anerkennung einen Fußball, eine Urkunde, ein T-Shirt und eine Uhr vom Deutschen Fußball-Bund (DFB). „Mach weiter so, Timo Pascal. Hoffentlich nehmen sich viele ein Beispiel an deinem Fairplay-Verständnis“, sagte Wichert.

Fairplay auch bei den Männern: Gegner darf Ausgleich erzielen

Im März hatte der Schiedsrichter, bemerkenswerterweise ein Betreuer der Gäste aus Rumeln, einen Treffer seiner Mannschaft beim Spiel der Kreisklasse 1 in Scherpenberg nicht anerkannt. Seiner Meinung nach hatte der Ball die Torlinie nicht überschritten. Timo Pascal Hahn hatte eine bessere Sicht und eindeutig erkannt, dass der Ball hinter der Linie war – in seinem Tor. Also machte er sich auf zum Schiedsrichter, schilderte ihm die Situation und sorgte somit für die nachträgliche Anerkennung des Treffers. Und letztlich für den Rumelner Siegtreffer, wie sich später herausstellte. „Hätten wir 0:4 oder 0:5 verloren, hätte wahrscheinlich kein Hahn nach dieser Aktion gekräht“, meint Scherpenbergs Jugendgeschäftsführer Torsten Tarara.

Tarara schilderte den nicht alltäglichen Vorfall den Verantwortlichen des Fußballverbandes Niederrhein. Die reagierten begeistert. „Ich habe eine E-Mail an den Kreisjugendobmann und den Staffelleiter geschrieben. Dann nahm alles seinen Lauf“, erzählt Tarara. „Im Sport wird zwar Fairplay immer gepredigt, aber eher selten erlebt und umgesetzt“, sagte Hans Sommerfeld, Beisitzer im Kreisjugendausschuss im FVN und Staffelleiter der C- und D-Jugend, nun bei der Ehrung. „Timo Pascal Hahn zeigte eindrucksvoll, wie Fairplay zu verstehen ist."

Aber auch ein Beispiel, das Nachahmer findet. Das zeigte am vergangenen Wochenende bei den Männern die Bezirksliga Württemberg. 3:2 führte der TSV Heimenkirch in der Nachspielzeit beim SV Haisterkirch. Weil der Führungstreffer aber gefallen war, während ein Spieler der Hausherren verletzt am Boden lag, gab es lautstarke Proteste der Haisterkircher. Nach einer kurzen Mannschaftsbesprechung ließen die TSV-Spieler Lutolli Berat vom Anstoß an unbedrängt auf ihr Tor zulaufen und den Ball zum 3:3-Endstand einschieben.

Aktion „Fair ist mehr“ des DFB

Im Amateurbereich gibt es Woche für Woche zahlreiche faire Gesten. Doch nur die wenigsten bekommen die öffentliche Aufmerksamkeit, die jeder einzelnen eigentlich gebührt.

Aus diesem Grund zeichnet der Deutsche Fußball-Bund im Rahmen der Aktion „Fair ist mehr“ seit 1997 besonders faire Spieler, Mannschaften und Funktionäre aus. Die Initiative soll dazu beitragen, dass faires Verhalten nicht als erfolgshemmendes Element des Spiels gesehen wird. Das funktioniert. Seit der Gründung gingen weit über 6000 Meldungen ein. Eine imposante Zahl, die der Jury, die jedes Jahr die Bundessieger kürt, die Wahl nicht einfach macht. Faire Aktionen kann hier jeder melden.