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Serie "Familienbande" |09.12.2015|12:36

Familie Thömmes: Wieder vereint in der B-Liga

Die Familie Thömmes: Yannik, Rudi, Harry senior, Philipp Lattig, Harry junior und Dominik (v.l.). [Foto: Arens]

Bei Eintracht Trier ist sein Name mit dem bislang größten Erfolg in der Vereinsgeschichte verbunden: Rudi Thömmes sorgte mit seinen Treffern gegen Borussia Dortmund und seinen Lieblingsklub Schalke 04 einst dafür, dass die Eintracht sensationell bis ins Halbfinale des DFB-Pokals vorpreschte. Dort war am 18. Februar 1998 allerdings Endstation – Trier schied unglücklich mit 10:11 nach Elfmeterschießen gegen den MSV Duisburg aus. Heute ist „Ruuuuudi“, wie ihn die Fans an der Mosel liebevoll rufen, Co-Trainer bei den Blau-Schwarz-Weißen unter Peter Rubeck, die überraschend an der Spitze der Regionalliga Südwest überwintern.

Doch damit gibt sich der 46-Jährige nicht zufrieden: Parallel ist er auch noch Trainer der SG Ehrang/Pfalzel II in der Kreisliga B Mosel/Hochwald . Egal, ob vierte oder neunte Liga - Rudi Thömmes ist mit Leidenschaft dabei: „Wer den Fußball so liebt wie ich, für den ist die Spielklasse egal. Außerdem bin ich bei Ehrang II mit vielen Kumpels zusammen.“

Ein Thömmes kommt aber selten alleine: Rudis ein Jahr jüngerer Bruder Harry schickt sich an, als Trainer der ersten Garnitur aus Ehrang und Pfalzel den Aufstieg in die Bezirksliga West zu schaffen. Ihm zur Seite steht Vater Harry senior, der als Betreuer, „Medizinmann“ und gute Seele fungiert. Und auch die Söhne der Thömmes-Brüder mischen kräftig mit: Rudis Sprössling Dominik (19) ist Reservetorwart bei der Eintracht, Harrys Filius Yannik (20) sammelt ein paar Kilometer moselabwärts beim SV Mehring Oberliga-Erfahrung – und Neffe Philipp Lattig (16) ist Kapitän der erfolgreichen Ehranger B-Jugend in der Rheinlandliga.

Flutlicht im Garten

"Wer den Fußball so liebt wie ich, für den ist die Spielklasse egal"

„Ohne Fußball läuft bei uns gar nix“, stellen sie bei der Familie Thömmes klar. Rudi tritt morgens um 5.30 Uhr seinen Dienst als Kurierfahrer an, ist dann bis zum frühen Nachmittag im Einsatz. Nach einer kurzen Pause geht es zum Eintracht-Training und zwei Mal die Woche nahtlos weiter rüber auf die andere Moselseite, wo die zweite Mannschaft von Ehrang/Pfalzel wartet. Normalerweise mischt die Trierer Pokallegende auch noch auf dem Feld mit, muss aber schon seit Wochen wegen Schambeinproblemen passen. Schmerzlich vermisst wird da besonders seine Stärke bei Standardsituationen.

Der Spieleraustausch zwischen erster und zweiter Mannschaft bei der SG wird familienintern während der Woche geklärt. Von Freitag an herrscht dann Hochspannung im Hause Thömmes: Entweder steht bei der Eintracht das Abschlusstraining an oder wie am vergangenen Wochenende ein Spiel (hier gab es ein 1:1 im Regionalliga-Hit bei der SV 07 Elversberg), samstags schaut der Thömmes-Clan bei Philipp in der B-Jugend oder bei Yannik in Mehring vorbei, sonntags kämpft zuerst die zweite und dann die erste Mannschaft der SG Ehrang/Pfalzel um Punkte. „Anschließend geht´s in unserem Sportlerheim in die Analyse. Da gibt es dann meist einiges zu besprechen“, sagen Rudi und Harry.

Auch zu Hause ist alles auf den Fußball ausgerichtet: Hinter dem Haus hat Opa Harry eigens Leuchtstrahler installiert, damit die Enkel auch im Dunkeln auf der großen Wiese kicken können. So erfolgreich zu sein wie Rudi, ist das große Ziel von Dominik, Yannik und Philipp. 2002 schaffte er nach 21-jähriger Abstinenz mit der Eintracht die Rückkehr in die zweite Bundesliga, wo er sich zuvor schon eine Saison lang 1989/90 bei Darmstadt 98 versucht hatte. Auch beim FSV Salmrohr zählte der begnadete Techniker in der damals noch drittklassigen Regionalliga zu den festen Größen. Bruder Harry wechselte einst in der C-Jugend vom damals so erfolgreichen ETuS Trier gemeinsam mit Rudi zur Eintracht, spielte später auch in Salmrohr, beim Luxemburger Erstligisten CS Grevenmacher und beim VfL Trier in der Oberliga.

Comeback auf dem Platz?

Viel fehlte nicht und der Name Thömmes hätte auch bei Werder Bremen Einzug gehalten. 1986 erhielten die Brüder eine Einladung des Bundesligisten, spielten ein paar Tage an der Weser vor. Rudi durfte auch schon gleich bei einem Hallenturnier mitmachen und schoss einige Tore. Trainer Otto Rehhagel und Manager Willi Lemke schienen angetan. „Ich hätte die Jungs direkt oben lassen können. Eine Trennung von zu Hause mit gerade mal 18 und 19 Jahren schien uns aber noch zu früh“, erinnert sich Harry senior, der die Leidenschaft seiner Söhne früh förderte. „Wenn wir früher zur Rheinlandauswahl sollten und parallel Schule war, gab es keine Diskussion, dass der Fußball Vorrang hatte“, blickt Rudi noch heute dankbar zurück.

Als Harry junior vor den Toren Triers vor gut zehn Jahren als Spielertrainer beim SV Sirzenich anheuerte, waren auf einmal alle drei Thömmes-Brüder vereint – neben Rudi kam auch noch Frank dazu. Der heute 36-Jährige spielte mit seinen beiden Brüdern später auch noch bei der SG Ehrang/Pfalzel in einem Team. „So ganz komplikationslos war das nicht“, schmunzelt Harry. Schließlich sind alle drei ausgewiesene Standard-Spezialisten. „Wenn wir uns mal absolut nicht einigen konnten, haben wir es schnell beim Schnick-Schnack-Schnuck ausgeknobelt“, schmunzelt Rudi. Er als „Zehner“, Harry als „Achter“ dahinter und vorne Sturmtank Frank – die Familie Thömmes war ein Garant für geballte Offensivpower.

Das Brüder-Trio ist nach der Winterpause übrigens wieder vereint: Nach seiner Demission als Co-Trainer des Luxemburger Erstligisten Etzella Ettelbrück kehrt Frank zur SG Ehrang zurück und will nach ausgeheilten Kniebeschwerden künftig für die Reserve in der Kreisliga B auf Torejagd gehen. Ob dann auch nochmal alle Drei auf dem Platz stehen? „Ich spiele nicht mehr“, stellt Harry fest. „Warte ab. Vielleicht geht ja da noch was …“, hat Rudi die Hoffnung auf ein neuerliches Familientreffen auf dem Platz noch nicht aufgegeben.

Vater Harry senior würde es jedenfalls freuen – und wenn die Knochen oder Muskeln mal bei einem seiner Söhne Probleme bereiten, würde er sicher das richtige Mittelchen aus seinem Medizinkoffer zaubern.

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