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Familienbande |10.09.2016|12:00

Filip Barbarez: Als Papa das Kicken verbot

Filip Barbarez mit seinem berühmten Vater (Bild links) und als Amateurfußballer (Bild oben rechts, rechts). Vater Sergej war einst Fanliebling beim HSV (Bild rechts unten). [Foto: Fotos Getty, privat; Collage FUSSBALL.DE]

"Hamburg, meine Perle", singt "Lotto King Karl" voller Inbrunst, wenn er auf der Hebebühne vor der HSV-Fankurve im Volksparkstadion steht. Einem besonderen Spieler der "Rothosen" hat der Musiker, der eigentlich Gerrit Heesemann heißt, vor einigen Jahren sogar mal eine persönliche Hymne gewidmet: "Zvijezda Bosne", "Stern von Bosnien" – und zwar zu Ehren von Sergej Barbarez. Der Stürmer aus Mostar, im Jahr 2001 zusammen mit dem damaligen Schalker Ebbe Sand Bundesliga-Torschützenkönig, lebt nach wie vor in Hamburg. Auf den Fußballplätzen an der Alster geht auch heute noch ein Barbarez auf Torejagd: Sohn Filip André. Die neueste Folge unserer Serie Familienbande.

Der 22-Jährige kickt seit dieser Saison für den TuS Osdorf , allerdings zurzeit in der zweiten Mannschaft in der Kreisliga. Weil er erst verletzt war und dann in den Urlaub geflogen ist, verpasste Filip Barbarez die komplette Vorbereitung beim Team aus der Oberliga Hamburg. 1994 in Berlin geboren, wo Vater Sergej seinerzeit beim 1. FC Union spielte, war der 1. FC Quickborn in der Nähe von Pinneberg sein erster Fußballverein. "Dort war ich vier Jahre, ehe wir nach Hamburg gezogen sind und ich mich beim SC Nienstedten angemeldet habe", erinnert sich Filip Barbarez.

"Mein Vater hat mich nie unter Druck gesetzt, was meine Fußballerkarriere angeht, sondern ihm war immer die Schule wichtig"

Acht Jahre lang bleibt er in Nienstedten, einem Kreisligisten im Hamburger Westen, ehe er im Herrenfußball doch mal eine Etage höher angreifen will. Teutonia 05 Ottensen , der SV Halstenbek und der SV Blankenese (Landesliga bzw. Oberliga Hamburg) sind die Stationen, jeweils eine Saison lang. Verletzungen werfen Filip Barbarez häufig zurück, schon fünf Mal sind die Bänder im Sprunggelenk gerissen. "Als ich in Halstenbek gespielt habe, musste ich nach einer Operation fünf Monate pausieren, das hat mich zurückgeworfen“, sagt der 1,90 Meter lange Angreifer.

Früh zeichnet sich ab, dass er kein berühmter Fußballprofi wie sein Vater werden würde - doch das war auch gar nicht sein Ziel. "Mein Vater hat mich auch nie unter Druck gesetzt, was meine Fußballerkarriere angeht, sondern ihm war immer die Schule wichtig. Als einmal meine Noten schlecht wurden, da war ich 13, hat er mir sogar mal kurzzeitig das Fußballspielen verboten. Ich fand das damals natürlich übel, aber letztlich hatte er ja Recht“, sagt Filip Barbarez.

Jetzt ist er froh, überhaupt wieder auf dem Platz kicken zu können, auch wenn es in Osdorf zurzeit nur in der Kreisliga ist. „Für mich war klar, dass ich immer Fußball spielen wollte, aber dabei habe ich mir nie das Ziel gesetzt, wie hoch ich mal spielen will", sagt Filip Barbarez und verrät: "Ich war immer recht schnell, aber nie der große Techniker, sondern eher ein Arbeiter und Kämpfer." Dass er einen bekannten Namen trägt, ist ihm weder Last noch Bürde. Natürlich kennt jeder Fußballer in der Stadt seinen Vater, doch "ich denke nicht, dass ich etwas Besonderes bin, nur weil ich so heiße und möchte nicht auf den Namen Barbarez reduziert werden".

Sergej Barbarez hat noch einen jüngeren Sohn, den 16-jährigen Sergio Luis. Filips Bruder allerdings hat nie den Drang verspürt, im Verein zu kicken, sondern sich neben dem Fußball auch schon im Tennis und an der Geige probiert. "Schade, dass er nicht so verrückt auf Fußball ist wie ich, sonst würde aus ihm bestimmt ein richtig Guter werden, er ist nämlich sehr intelligent", sagt Filip.

Während Sergio Luis in Hamburg noch zur Schule geht, hat Filip André eine Ausbildung zum Medienkaufmann begonnen. Zurzeit wohnt er noch bei seinen Eltern, denn trotz eines berühmten Vaters, der im Fußball viel Geld verdient hat, möchte er finanziell auf eigenen Beinen stehen: "Eine eigene Wohnung kann ich mir von meinem Lehrlingsgehalt nicht leisten."

Filip Barbarez wirkt zufrieden mit dem, was er macht. Im Fußball die große Karriere hinzulegen, ist schließlich nicht immer das Wichtigste im Leben – auch wenn manche Spieler dafür mit einer eigenen Hymne besungen werden.

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