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Kultfigur |17.02.2017|14:30

Fitter Sebastian (82): Will nicht nach Hause

Nicht nur sein Alter macht unsere "Kultfigur der Woche" zu einer besonderen Erscheinung auf den Fußballplätzen, sondern auch seine Statur: Johann Sebastian von TuSpo Richrath. [Foto: privat, Matzerath / Collage: FUSSBALL.DE]

Saubere Liegestütze auf ruhenden Fußbällen schafft nicht wirklich jeder Sportler, selbst wenn er meint, gut trainiert zu sein. Auch die B-Junioren-Kicker von TuSpo Richrath müssen da manchmal passen, wenn ihr Co- und Torwart-Trainer ihnen seine Lieblingsübung vormacht. Der heißt Johann Sebastian und hat stolze 82 Jahre auf dem Buckel – er ist die FUSSBALL.DE-Kultfigur der Woche.

Doch nicht nur sein Alter macht Johann Sebastian zu einer besonderen Erscheinung auf den Fußballplätzen, sondern auch seine Statur. Der rüstige Rentner ist nämlich nur 1,58 Meter groß und erinnert ein wenig an Dettmar Cramer, den man im Fußball früher auch „den kleinen Napoleon“ rief. „Johann Sebastian wird bei uns hinter vorgehaltener Hand auch Meister Yoda genannt“, sagt Adriano Evangelista, Chefcoach bei der Richrather U 17, lachend.

"Was soll ich denn zu Hause?"

Seit 1969 ist Johann Sebastian inzwischen als Trainer im Rheinland zwischen Düsseldorf und Köln tätig, zunächst beim 1. FC Monheim und später bei TuSpo Richrath. „Mein Sohn Detlef hat mich zum Verein gebracht“, erklärt der ewige Trainer. Er selbst spielt zuvor bei Preußen Werl, einem kleinen Klub zwischen Dortmund und Hamm, muss aber die aktive Karriere bald dran geben. „Ich war beruflich oft auf Montage und viel im Ausland unterwegs, daher hatte ich leider kaum Zeit für den Fußball“, berichtet Johann Sebastian.

Der gelernte Maschinenschlosser wechselt schließlich den Job und zieht in den Düsseldorfer Süden, um weiter auf dem Platz stehen zu können. Als Trainer und Jugendwart macht er sich nicht nur beim 1. FC Monheim verdient, sondern betreut von 1972 an 28 Jahre lang auch die Solinger C-Jugend-Kreisauswahl. „Mit der Kreisauswahl war ich 1996 mal für vier Wochen in den USA. Wir haben New York, Las Vegas, San Francisco und Los Angeles gesehen. Das war mein schönstes Erlebnis“, erinnert sich Johann Sebastian mit leuchtenden Augen.

In der Kreisauswahl schult er im Laufe der Zeit etliche Talente, unter ihnen seinen heutigen Richrather Kollegen. „Mit 14 war er in der Kreisauswahl auch mal mein Trainer“, verrät Adriano Evangelista. „Heute ist es eine Ehre für mich, mit ihm zusammen arbeiten zu können. Er weiß so viel über Trainingslehre, da bräuchte ich eigentlich keinen Lehrgang.“

Fünf- bis sechsmal die Woche ist Johann Sebastian im Sportpark am Schlangenberg in Langenfeld zu finden. Neben den üblichen Einheiten mit der B-Jugend des TuSpo Richrath gibt er auch noch Sondertraining für die Torhüter des Klubs. „Was soll ich denn zu Hause?“, fragt Johann Sebastian und liefert gleich selbst die Antwort: „Wer rastet, der rostet! Ich will beschäftigt sein, die Arbeit mit den Jugendlichen macht mir unheimlich viel Freude und hält einen jung.“

Die Kids selbst haben vor ihrem betagten Trainer, dem sie alle längst über den Kopf gewachsen sind, höchsten Respekt. „Herr Sebastian bringt eine riesen Begeisterung für den Fußball mit“, steckte Torhüter Jonas Schweitzer dem WDR-Fernsehen, der in einem Beitrag für die Aktuelle Stunde über „den ältesten Trainer im Rheinland“ berichtete.

Wie lange Johann Sebastian noch weiter machen will, darüber macht er sich keinen Kopf. Er raucht und trinkt nicht und geht jeden Mittwoch in die Sauna. Außerdem scheinen die guten Gene in der Familie zu liegen. „Meine Tante ist 108“, verrät Johann Sebastian. So lange er selbst noch so fit ist, wie jetzt, fährt er also weiterhin fast täglich von Monheim nach Richrath, um mit jungen Menschen zusammen sein und ihnen etwas von seinem Fußball-Sachverstand mit auf den Weg geben zu können. „Für ihn wäre es wahrscheinlich der schönste Tod, wenn er eines Tages auf dem Fußballplatz sterben würde“, meint Adriano Evangelista.

Bis es so weit ist, wird Johann Sebastian aber wohl noch einige Torhüter-Jahrgänge in der Jugend von TuSpo Richrath trainieren.

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