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Themenwoche Trainer|03.10.2014|07:00

Frauentrainer müssen besonders sein

Motivator: Cosimo Algieri ist der Mr. Mädchenfußball des SV Niederursel. [Foto: Privat]

„Zickereien“, sagt Cosimo Algieri, „die gibt es natürlich.“ Mehr nicht. Es ist ein kleines Übel, mit dem sich der Trainer des SV Niederursel nicht lange aufhält. Weder im Gespräch noch im Training. Dabei könnte er doch eigentlich eine ordentliche Blase draus machen. Zumindest um landläufigen Vorurteilen neue Nahrung zu geben. Schließlich trainiert er die E- und C-Juniorinnen des Frankfurter Vorort-Klubs und ist zudem Betreuer bei den F-Mädchen und den Frauen.

Seit 2007 ist Cosimo Algieri der Mr. Mädchenfußball beim SV Niederursel. Damals übernahm er die U 14 des Vereins. Quasi aus familiärer Verbundenheit. Seine Cousine, Vanessa Grob, spielte in der Mannschaft. Und zwar nicht so erfolgreich. „Der damalige Trainer konnte nicht mehr, da habe ich okay gesagt und die Rückrunde gemacht“, erzählt der 37-Jährige.

Nicht völlig unbeleckt übernahm er sein Amt. Zuvor hatte er bereits drei Jahre die männliche A-Jugend gecoacht. Was aber nicht ganz so sein Ding war. „Die hören nicht, die streiten sich“, sagt er. Aber, ach, Schwamm drüber. Das gehört der Vergangenheit an.

“Mädchen machen besser mit“

"Wenn eine Spielerin Geburtstag feiert, dann fällt schon mal die komplette Mannschaft aus."

Cosimo Algieri ist mit seiner aktuellen Situation zufrieden. Weil die Resonanz gut ist. „Die Mädels nehmen eher Dinge an, die man ihnen sagt. Sie machen besser mit. Die Trainingsbeteiligung ist besser“, lobt er. Seine Arbeit fällt somit auf fruchtbaren Boden. Das motiviert auch ihn. „Ich bin mit Herz und Seele dabei“, sagt er.

Inhaltlich arbeitet er nicht anders als bei den Jungs. „Da gibt es im Prinzip keine Unterschiede“, erklärt Cosimo Algieri. Vielleicht den einen, dass die Jungs mehr Vorwissen mitbringen. Weil sie eher mit dem Fußball in Kontakt stehen. Mehr Fußball im Fernsehen gucken und auch mal ins Stadion gehen, um ein Spiel zu schauen. Das sei bei seinen Mädels weniger der Fall. Deswegen motiviert er sie dazu. „Ich bin zwar selbst kein Stadionfreak. Aber ich sagen ihnen: Geht hin und schaut es euch an! Man lernt durchs Sehen.“

“Ich mache mein Ding“

Das gilt auch für Cosimo Algieri selbst. Als Trainer ist er Autodidakt. Eine Lizenz besitzt er nicht. Und strebt er auch nicht an. Denn dafür fehlt ihm die Zeit. „Ich bin viel auf dem Sportplatz“, sagt er. Mindestens drei, aber auch schon mal fünf Tage in der Woche. Sein Wissen eignet er sich über das Internet oder Fachliteratur an. „Da finde ich genug Anregung“, erklärt er. „Ich mache mein Ding!“

Seine Spielerinnen übrigens auch. Zumindest gelegentlich. „Wenn eine von ihnen Geburtstag feiert, dann fällt schon mal die komplette Mannschaft aus“, berichtet Cosimo Algieri. Und wenn die Party auf einen Spieltag fällt, nun, dann muss halt das Spiel verlegt werden. Man muss ja Prioritäten im Leben setzen.

Da hat der Trainer volles Verständnis für seine Spielerinnen. Was er selbst sehr wichtig findet. Gegenseitig Akzeptanz. Auf einer Wellenlänge sein. Und das klappt bei ihm uns seinen Spielerinnen. „Ich bin zwar 37 Jahre alt, sehe aber nicht so aus“, sagt er. Und er gibt sich auch nicht so – oder gar älter.

Dass das Zusammenspiel zwischen Trainer und Spielerinnen funktioniert, zeigen auch die Ergebnisse. Als er 2007 die U 14 übernahm, „habe ich ein bisschen das System geändert“. Mit dem Resultat, dass sich die Resultate verbesserten. „Gegen Teams, gegen die wir in der Vorrunde nach hohe Niederlagen einstecken mussten, verloren wir nur noch 0:2 oder 0:3“, berichtet Cosimo Algieri.

Heute Kreispokalfinale

Es ging voran. Die Begeisterung stieg. Der Einsatz nahm zu. Nicht nur die ersten Siege stellten sich ein. Auch Titel wurden gewonnen. Zwei Meisterschaften, zwei Pokalsiege, zwei Aufstiege listet Cosimo Algieri als seine persönlichen Erfolge auf. „Mit der U 16 haben wir es ein Jahr in der Hessenliga versucht“, ergänzt er. „Zudem spielen die Frauen in der Gruppenliga.“ Mit ganz vielen Spielerinnen, die er in der Jugend trainiert hat.

Aber nicht nur beim SV Niederursel sind seine ehemaligen Schützlinge zu finden. Eintracht Frankfurt baut in der Regionalliga auf Sonja Ballmert und Aurelia Müller. Auch der 1. FFC Frankfurt hat in seinen Jugendmannschaften ein paar Niederurselerinnen. Eine Auszeichnung für den kleinen Frankfurter Vorort-Klub.

Die nächste soll aber wieder etwas für die Vereinsvitrine sein. Am heutigen Freitag steht das Finale im Kreispokal der U 14 an. Gegner ist der FV Eschersheim.

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