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Familienbande |09.05.2018|12:10

Funkel in Landesliga: Gute Gene abbekommen

Drei Funkels, eine Leidenschaft - der Fußball: Leon, Wolfgang und Friedhelm Funkel (v.l.).[Foto: FUSSBALL.DE, Imago/Collage: FUSSBALL.DE]

Zum sechsten Mal hat Fortuna Düsseldorf die Rückkehr in die Bundesliga geschafft und zum sechsten Mal hat Rekordaufsteiger-Trainer Friedhelm Funkel eine Mannschaft in die höchste deutsche Spielklasse gebracht. Das freut auch Leon Funkel – warum genau, das steht in der neuesten Folge unserer Serie „Familienbande“ auf FUSSBALL.DE.

Düsseldorf gegen München: Das waren große Duelle vor allem in den 70er Jahren. Ältere Fußball-Fans werden sich sofort daran erinnern, wie die Fortuna die Bayern einmal mit 7:1 aus dem Rheinstadion nach Hause schickte. Jeweils zweimal Klaus Allofs, Wolfgang Seel und Emanuel Günther trafen gegen Sepp Maier, ein weiteres Tor steuerte Gerd Zimmermann bei. Fast 40 Jahre ist das her, und wie weit sich die beiden Klubs sportlich voneinander entfernt haben, weiß heute jeder Fußball-Anhänger. Doch in der nächsten Saison begegnen sich die beiden Klubs wieder auf Augenhöhe – zumindest spielen sie zweimal in einer Liga gegeneinander.  „Dann kann mein Vater den Onkel Friedhelm ja wenigstens mal auf Eintrittskarten anhauen“, sagt Bayern-Fan Leon Funkel lachend.

Friedhelm Funkel ist sein Großcousin, die Großväter seines Vaters und des Düsseldorfer Coaches waren Brüder. Zwischen ihm und Friedhelm Funkel liegen 44 Jahre, der Kontakt ist nur sporadisch. „Meinen Großonkel Wolfgang sehe ich einmal im Jahr beim großen Neusser Bürgerschützenfest, aber Friedhelm ist da eher selten“, berichtet Leon Funkel.

„Wunder von der Grotenburg“

"Durch den Namen fühle ich mich nicht unter Druck gesetzt"

Friedhelm und Wolfgang Funkel, da fällt älteren Fußball-Fans sofort das „Wunder von der Grotenburg“ ein. Am 19. März 1986 schreibt Bayer 05 Uerdingen Fußballgeschichte. Nach einer 0:2-Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel des Europapokals der Pokalsieger bei Dynamo Dresden brauchen die Krefelder beim Wiedersehen in der heimischen Grotenburg einen 3:0-Erfolg, um ins Halbfinale einzuziehen. Zur Halbzeit steht es 0:2, der Pokalsieger aus der früheren DDR wähnt sich international schon in der Runde der letzten Vier.

Dann passieren die vielleicht verrücktesten 45 Minuten der Fußballhistorie, ähnlich wie das 6:1 des FC Barcelona vor einem Jahr in der Champions League gegen Paris St. Germain (Hinspiel 0:4). Als Wolfgang Funkel in der 58. Minute per Foulelfmeter zum 2:3 trifft, sind die Uerdinger immer noch vier Treffer vom Weiterkommen entfernt – sie schießen fünf! Vierfacher Torschütze ist Wolfgang Funkel, der nervenstark sogar einen weiteren Strafstoß verwandelt. Sein vier Jahre älterer Bruder Friedhelm trifft zwar nicht, ist aber mit einer starken Leistung natürlich ebenso am „Wunder von der Grotenburg“ beteiligt.

Für Leon Funkel ist das viel zu lange her, er wird erst elfeinhalb Jahre später geboren. Der Name Funkel aber zieht bis heute. „Natürlich wird man immer wieder darauf angesprochen“, nickt der 20-Jährige und fügt hinzu: „Meist aber mit etwas Verzögerung, weil die Leute im Verein sich vielleicht nicht sofort trauen nachzufragen, ob und wie ich mit Friedhelm Funkel verwandt bin. Durch den Namen fühle ich mich nicht unter Druck gesetzt, meine Eltern haben in der Hinsicht auch nie irgendetwas gesagt, sondern mich mein Ding machen lassen. Ich bin eher froh, dass ich fußballerisch wohl etwas von den Genen meiner beiden Großonkel abbekommen habe.“

Kaum kann er laufen, ist Leon Funkel auch schon im Verein angemeldet. Sein Vater Hermann-Josef ist zwar selbst kein Kicker, sondern Kunstturner, doch den kleine Leon zieht es schnell auf den Fußball-Platz. Sein erster Verein ist die SVG Neuss-Weißenberg , bald schafft er es in die Kreisauswahl und nimmt an einem Sichtungsturnier des Fußballverbandes Niederrhein in der Sportschule Wedau teil. Als er 13 ist, klingelt jemand von Borussia Mönchengladbach bei den Funkels an. „Ich wurde zum Probetraining eingeladen, doch ein Wechsel zu den 'Fohlen' kam nicht zustande. In der C-Jugend bin ich dann zum Gladbacher Partnerverein Union Nettetal gegangen und habe dort in der Niederrheinliga gespielt“, berichtete Leon Funkel und meint lachend: „Das war taktisch schon ein anderes Niveau als mit Weißenberg in der Bauernliga, wo wir fast alles gewonnen haben.“

Nicht lange später schließt sich der Funkelsche Kreis. Im zweiten B-Jugend-Jahr schließt sich Leon dem KFC Uerdingen an, dem Nachfolgeverein von Bayer, mit dem Friedhelm und Wolfgang früher in der Bundesliga gekickt haben. „Viele Leute sagen auch, ich sehe meinem Großonkel Wolfgang auf dem Platz ein wenig ähnlich, obwohl ich mit 1,75 Meter schon deutlich kleiner bin als er“, sagt Leon und verrät: „Ich wollte zwar auch immer unbedingt Fußballprofi werden, besonders als ich das Probetraining in Mönchengladbach hatte, aber irgendwann war eigentlich klar, dass es für mich im Fußball nicht ganz so weit nach oben gehen würde.“

Er bleibt nur zwei Jahre in Uerdingen und wandert dann mit seinem Trainer Thorsten Spee ein wenig weiter. Die weiteren Stationen in der A-Jugend sind für ein halbes Jahr der ASV Süchteln und für eineinhalb Jahre BV 04 Düsseldorf . Die Golzheimer richten einmal im Jahr ein großes Osterturnier aus, bei dem die Talente unter anderem aus Mönchengladbach, Dortmund, Köln, Salzburg, von Besiktas Istanbul oder Benfica Lissabon am Rhein vorspielen.

Leon Funkel für TSV Meerbusch II am Ball

Für Leon Funkel geht es von Düsseldorf weiter nach Köln. Sein erster Verein in den Senioren ist der Landesligist SG Köln-Worringen , doch durch viel Verletzungspech mit mehreren Bänderrissen im Sprunggelenk kommt er nur auf zehn Einsätze in Worringen. Seit dieser Saison spielt er nun beim TSV Meerbusch II , wieder ganz in der Nähe des Funkelschen Heimatortes Neuss und beginnt ein duales Studium als Physiotherapeut. Kurios bei den Blau-Gelben: Die erste und die zweite Mannschaft spielen zusammen in einer Klasse, der Landesliga 1 Niederrhein . „Die Erste ist allerdings klar Spitzenreiter und steigt in die Oberliga auf, während wir um den Klassenerhalt kämpfen“, erzählt Leon Funkel.

Am kommenden Sonntag (15 Uhr) hat die "Zwote" des TSV beim Tabellen-16. VdS 1920 Nievenheim ein weiteres Sechs-Punkte-Duell vor der Brust. Mit dem wichtigen 4:1-Sieg am vorigen Samstag gegen den Vorletzten 1. FC Viersen ist der Sprung über den Strich gelungen. „Zehner“ Leon Funkel will die Truppe von Trainer Daniel Klinger zum nächsten Dreier führen. Inzwischen hat er auch das Champions-League-Aus seines Lieblingsklubs bei Real Madrid verdaut – und freut sich schon darauf, wenn die Bayern im nächsten Jahr mal wieder fast vor seiner Haustür spielen. An Tickets für die Arena am Rhein dürfte er ja kommen...

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