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Weltmeister Thomas Häßler |11.02.2016|18:30

Häßler in Berlin: "Die Liga ist mir egal"

Das neue Führungsteam beim Club Italia: Präsident Giovanni Bruno, Trainer Thomas Häßler, Sportchef Eric Meissner und Vizepräsident Laurence Hein (von links). [Foto: imago]

Transfercoup eines Berliner Achtligisten: Der Club Italia Berlin hat in dieser Woche den 101-fachen deutschen Nationalspieler Thomas Häßler als neuen Trainer vorgestellt. Der 49-Jährige wird den Bezirksligisten zur neuen Saison übernehmen. Das Echo auf diese Meldung war riesig. In allen großen deutschen Medien - aber auch in Italien - hat die Geschichte für Schlagzeilen gesorgt.

Im Interview mit FUSSBALL.DE bezieht Häßler Stellung. Der Welt- und Europameister verrät, dass auch er über die umfangreiche Berichterstattung erstaunt war. Gleichzeitig stellt der gebürtige Berliner klar, dass die hohen Ziele der Verantwortlichen keineswegs unrealistisch sind: In acht bis zehn Jahren soll der Verein in der 3. Liga angekommen sein.

FUSSBALL.DE: Herr Häßler, haben Sie damit gerechnet, dass Ihr Engagement beim Club Italia Berlin ein solches Medienaufkommen nach sich ziehen würde?

Thomas Häßler: Nein, auf keinen Fall. Dass es so viel wird, das hätte ich nicht gedacht. Ich habe am Montag erfahren, dass sogar viele italienische Medien berichten – das ist schon stark. Das hat mich beeindruckt.

"Es ist ganz einfach: Andere Möglichkeiten hatte ich nicht"

Haben Sie die Berichterstattung denn auch verfolgt?

Häßler: Ja, ein bisschen. Aber so wichtig ist mir das ehrlich gesagt nicht. Mir geht es eher um das Sportliche. Darauf müssen wir unsere Aufmerksamkeit richten.

Wie war das Feedback in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis nach Ihrer Pressekonferenz am vergangenen Montag?

Häßler: Das war überwiegend positiv. Pierre Littbarski hat mich sogar direkt angerufen und mir gratuliert. Darüber habe ich mich sehr gefreut.

Wieso übernehmen Sie überhaupt die Aufgabe bei dem Berliner Achtligisten?

Häßler: Es ist ganz einfach: Andere Möglichkeiten hatte ich nicht. Ich bin froh, endlich wieder eine Aufgabe zu haben und bald wieder auf dem Platz zu stehen. Da ist mir die Liga egal.

Ist es für Sie auch eine Art Heimkehr?

Häßler: Na klar, Berlin ist meine Heimat. Diese Stadt ist immer in meinem Herzen geblieben, egal wo ich auf der Welt unterwegs war. Es ist toll, wieder nach Hause zu kommen. Es ist eine Rückkehr zu meinen Wurzeln.

Wie kam denn überhaupt der Kontakt zu den Verantwortlichen von Club Italia Berlin zustande?

Häßler: Sportchef Eric Meissner hat einen Fußballlehrer gesucht, der eine Verbindung zu Italien hat. Das hat mir ein gemeinsamer Bekannter (Paul Steiners Sohn Mirko, Anmerkung der Redaktion) beim Treffen zum 25. Jubiläum der Weltmeister im vergangenen Sommer erzählt. Ich fand das gleich sehr spannend. Als wir uns dann das erste Mal getroffen haben, waren wir uns direkt sympathisch.

Hatten Sie auch schon Kontakt zur Mannschaft?

Häßler: Nein, noch nicht. Ich werde mir jetzt in der Rückrunde sicher das eine oder andere Spiel anschauen.

Wie intensiv werden Sie in den kommenden Monaten bis zu Beginn Ihrer Amtszeit im Sommer bereits eingebunden sein?

Häßler: Ich muss mir jetzt einen Überblick verschaffen. Und dann werde ich gemeinsam mit Sportchef Eric Meissner den Kader für die kommende Saison planen. Es muss ja jetzt weitergehen.

Mit welchen Zielen treten Sie an?

Häßler: Wir wollen gemeinsam in acht bis zehn Jahren in den bezahlten Fußball. Wir sprechen hier also von der 3. Liga. Das muss unser Ziel sein. Wir wollen möglichst schnell den maximalen sportlichen Erfolg!

In acht bis zehn Jahren in der 3. Liga? Ist das wirklich realistisch?

Häßler: Man braucht Ziele im Leben. Und ich denke, wir haben hier alle Lust, gemeinsam etwas zu entwickeln. Wieso also nicht?

Wie sieht nun Ihre Planung bis zum Sommer aus?

Häßler: Wir müssen die Zeit nutzen, um eine gute Mannschaft für die neue Saison zusammenzustellen. Aber ich habe ja noch weitere Verpflichtungen. Bald beginnt die RTL-Show „Let’s Dance“. Dort werde ich bekanntlich einer der Teilnehmer sein. Das Training dafür wird auch viel Zeit in Anspruch nehmen.