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Kultfigur Manni|11.08.2017|23:00

Helfer mit Down-Syndrom: Manni, die Kultfigur

Mit vollem Herzen ein Rot-Weißer: Manni Buhl. [Foto: Jewko]

Bei der SG Rot-Weiss Frankfurt ist Manfred Buhl der eigentliche Star. Der 44-Jährige, der das Down-Syndrom hat, ist seit seiner Jugend im Verein. „Er ist ein Mensch mit einem Riesenherzen und unglaublich engagiert“, sagt Trainer Daniyel Cimen. Buhl übernimmt jede Woche zahlreiche Aufgaben beim Hessenligisten. FUSSBALL.DE hat die Kultfigur der Woche besucht.

Viel Zeit bis zum Anstoß bleibt nicht mehr. Etwas hektisch holt Manfred Buhl, den hier alle nur „Manni“ nennen, ein gelbes Leibchen aus der Schublade in seinem Büro und streift es über. Auf dem Rücken steht in großen schwarzen Buchstaben ein Wort: Ordner. „Jetzt bin ich der Chef“, sagt er mit einem Lächeln und macht sich auf den Weg in Richtung Spielertunnel. Dort hat er ein Auge auf die Schleuse zwischen Kabine und Rasen, auf die Spieler und Verantwortlichen, die sich zwischen dem Innenraum des Stadions und dem Spielfeld tummeln. „Ich will Rot-Weiss helfen. Ich mache meine Aufgaben gerne, das macht mich glücklich“, erzählt Buhl im Gespräch mit FUSSBALL.DE .

"Manni ist ein Symbol für Rot-Weiss"

An diesem Samstagnachmittag empfängt die SG Rot-Weiss Frankfurt im Stadion am Brentanobad den KSV Baunatal zum ersten Heimspiel der Saison in der Hessenliga. „Der Aufstieg in die Regionalliga wäre schön. Dabei will ich helfen“, sagt Buhl vor dem Anpfiff. Sein heutiger Tipp: ein souveräner 4:1-Sieg. Seit 29 Jahren ist er Mitglied im Verein. Buhl hat noch die Glanzzeiten miterlebt, als die Frankfurter mit Spielern wie Jürgen Klopp, dem heutigen Trainer des FC Liverpool, zu Beginn der 1990er Jahre um den Aufstieg in die 2. Bundesliga spielten.

„Manni ist ein Symbol für Rot-Weiss. Er ist sehr hilfreich und fleißig“, sagt Verwaltungsratsmitglied Mithat Gürser, der sich mit Buhl ein Büro teilt. Buhl packt an allen Ecken im Verein mit an. Er wurde mit dem Down-Syndrom geboren, das statistisch gesehen bei etwa 600 bis 700 Geburten einmal vorkommt. Er wohnt nur wenige hundert Meter vom Stadion entfernt und ist bei den Praunheimer Werkstätten angestellt, dem nach eigenen Angaben größten Arbeitgeber für Menschen mit geistiger Behinderung in Frankfurt.

Eigener kleiner Fanshop

Viel lieber hängt er bei den Frankfurtern aber die Bandenwerbung vor den Spielen auf oder unterstützt die Jugendmannschaften – mal als Linienrichter, mal als Helfer der medizinischen Abteilung.  Auch bei der Mannschaft der „Löwen“, die unter dem Dach des Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband in der Hessenliga spielt, hilft Buhl im Hintergrund mit. Der Verein selbst trägt jährlich ein nationales Behindertenturnier mit mehr als 200 Mannschaften aus.

„Manni gehört einfach zum Verein. Er macht seine Aufgaben mit viel Leidenschaft und will immer nur das Beste vom Besten“, sagt Zeugwart Antonio Curcio, dessen Tochter ebenfalls das Down-Syndrom hat. Manchmal läuft Buhl bei Meisterschaftsspielen symbolisch mit ein oder baut seinen Fanshop auf. Auf einem kleinen Stehtisch verkauft er dann Schals, Kugelschreiber, Tassen und Schlüsselanhänger – beworben mit kleinen selbstgebastelten Schildern.

Immer wenn Buhl, der Fan vom FC Bayern München ist, über Rot-Weiss Frankfurt redet, strahlen seine Augen. Er erzählt, dass das Trainerteam einen guten Job mache, die Mannschaft gut verstärkt worden sei und dass sowieso alle im Verein hervorragende Arbeit leisten würden. „Immer, wenn man Manni sieht, gibt einem das unheimlich viel Lebensenergie“, sagt Frankfurts Kapitän Anil Mus.

Als Mirkan Kara in der 14. Minute die 1:0-Führung für die Frankfurter erzielt, setzt Buhl zum Jubellauf an. „Manni ist eigentlich immer positiv. Wir sind froh, ihn zu haben“, sagt Trainer Daniyel Cimen. Nur wenn es sportlich nicht rund läuft, zieht sich Buhl etwas zurück. Als die Gäste aus Baunatal 20 Minuten vor Schluss nach einem Torwartfehler in Führung gehen, beobachtet er die Partie alleine von der Tribüne aus. Das gelbe Leibchen, seine Aufgabe als Ordner, hat er abgelegt. Aus sicherer Entfernung muss er noch das 1:3 ansehen – und damit die erste Saisonniederlage seiner Frankfurter.

„Wenn wir verlieren, schickt uns Manni manchmal eine Sprachnachricht. Da wird er dann auch emotional und sagt, was ihm nicht gefallen hat“, erzählt Mus. Vermutlich wird Buhl auch dieses Mal einige Worte an die Mannschaft gerichtet haben. Auch das zählt zu den Aufgaben der Vereinsikone.

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