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Familienbande |01.08.2018|14:00

Herget: Fußball-Verbot vom Ex-Nationalspieler

Nadine Herget: "Meine Eltern wollten nicht, dass ich in den Fußball-Verein gehe."[Foto: privat (2) / Collage: FUSSBALL.DE]

Wer erst mit 20 in den Verein geht, hat normalerweise kaum noch eine Chance, mit den Teamkollegen und Gegenspielern auf gleichem Niveau zu kicken. Die fußballerische Grundausbildung fehlt, weil in den Kinderjahren Technik, Taktik und Kondition nicht ausreichend geschult worden sind. Oder man hat einfach genügend Talent in die Wiege gelegt bekommen, um auch im Erwachsenenalter auf dem Platz noch durchzustarten. So wie Nadine Herget, die Tochter des früheren Nationalspielers Matthias Herget – die neueste Folge unserer Serie Familienbande.

Gelsenkirchen-Rotthausen: Auf der Sportanlage „Auf der Reihe“ sind zwei Vereine zu Hause, die Platz-Derbys gehören zu den Höhepunkten der Saison. Früher waren es vier Klubs, aber dann fusionierten der insolvente SV Rotthausen und der FC Achternberg zum SSV/FCA Rotthausen sowie der TuS und die DJK zu DJK TuS Rotthausen .

Letztere werden auch die „Löwen“ genannt, so gesehen ist Nadine Herget ein Raubtier. Sie spielt seit 14 Jahren bei der DJK TuS Rotthausen, eine Ewigkeit, aber dann wiederum noch nicht einmal die Hälfte ihres Lebens,erst mit 20 trat sie in den Verein ein. „Ich durfte vorher nicht“, verrät die inzwischen 34-Jährige. „sondern erst, als ich erwachsen war und den Mitgliedsantrag selber unterschreiben konnte.“

Wer Papa Matthias heute trifft, kann sich nicht wirklich vorstellen, dass er solch ein strenger Vater war. Doch seiner Nadine hat er früher eines verboten: das Fußball spielen. „Ich sollte mir nicht die Knochen kaputt machen“, erklärt Nadine Herget und lacht. „Wirklich: Meine Eltern wollten nicht, dass ich in den Fußball-Verein gehe. Ich habe dann Tennis gespielt, aber mir hat es eben immer in den Füßen gejuckt, deshalb habe ich in der Freizeit gekickt. Jeden Tag ging es nach der Schule auf den Bolzplatz oder wir haben schon auf dem Schulhof gepöhlt – natürlich immer mit Jungs.“

"Ich sollte mir nicht die Knochen kaputt machen"

Matthias Herget kam es nie in den Sinn, dass seine Töchter – in zweiter Ehe folgte Annika, die ebenfalls Tennis spielt – im Fußball einmal ähnlich erfolgreich werden sollten wie er. In Annaberg-Buchholz in der früheren DDR geboren, wächst der heute 62-Jährige in Gelsenkirchen auf, spielt zunächst bei den Amateurklubs Rot-Weiß Wacker Bismarck und SC Gelsenkirchen 07, ehe 1976 der damalige Erstligist VfL Bochum auf den Techniker aufmerksam wird.

Ein Libero wie Beckenbauer

Herget spielt Libero, wie Franz Beckenbauer, elegant und offensiv. Nach zwei Jahren an der Castroper Straße wechselt er zu Rot-Weiss Essen in die zweite Liga, bevor die Karriere des auch „Bruder Leichtfuß“ genannten Edeltechnikers richtig startet. Bei Bayer 05 Uerdingen wird er Teil der legendären Mannschaft um die Funkel-Brüder Friedhelm und Wolfgang, die 1985 mit einem 2:1-Sieg über Bayern München den DFB-Pokal nach Krefeld holt und am 19. März 1986 das „Wunder von der Grotenburg“ gelingt. Nach einer 0:2-Pleite im Viertelfinal-Hinspiel des Europapokals der Pokalsieger bei Dynamo Dresden schlägt Bayer im Rückspiel die Sachsen im heimischen Grotenburg-Stadion mit 7:3 – und zwar nach einem 1:3 zur Halbzeit!

Zu lange her für Nadine Herget. Als ihr Papa 1983 Nationalspieler wird, ist sie noch gar nicht geboren, die WM 1986 in Mexiko und die EM 1988 in Deutschland erlebt sie als kleines Kind. „Natürlich kennen viele ältere Fußball-Fans meinen Papa noch von früher, auch in Rotthausen, aber das beschränkt sich eher auf die Männer. Bei uns oder den Gegnerinnen ist mein Name eher kein Thema“, bemerkt Nadine Herget.

Mit dem Frauen-Team der DJK TuS Rotthausen ist sie im Mai in die Kreisliga abgestiegen. Erst am 9. September geht es wieder um Punkte, dann ist der SV Preußen Sutum zu Gast „Auf der Reihe“. Das erste Testspiel zur Vorbereitung auf die neue Saison haben die „Löwinnen“ am vorigen Sonntag mit 5:4 bei der DJK Adler Union Frintrop 2 mit 5:4 gewonnen. Am kommenden Sonntag geht es mit einem weiteren Freundschaftsmatch gegen den SV Altenbochum 01 weiter.

Mit Fischer, „Abi“ und Thon unterwegs

Für Matthias Herget ist es längst in Ordnung, dass seine Tochter doch noch Fußballerin geworden ist. Im Gegenteil, so oft es geht, schaut er sich die Spiele der Rotthauserinnen an. Im Amateurfußball kennt er sich schließlich gut aus, nach seiner aktiven Karriere wird er Trainer unter anderem bei der SSV Buer, zeitweise zusammen mit seinem älteren Bruder Hans. Zuletzt war er Sportlicher Leiter beim Oberligisten Schwarz-Weiß Essen. „Und wenn einer von uns spielt, feuern wir uns gegenseitig an“, berichtet Nadine Herget.

„Matthes“ spielt in der Schalker Traditionsmannschaft, gemeinsam mit königsblauen Legenden wie Klaus Fischer, Rüdiger Abramczik und Olaf Thon ist er an vielen Wochenenden in ganz Deutschland oder auch darüber hinaus unterwegs. Wenn der in Essen wohnhafte Ex-Nationalspieler aber in der Nähe spielt, dann steht S04-Fan Nadine am Rand und schaut zu. So wie Matthias Herget auch mit 62 Jahren noch mit dem Ball umgeht, davon kann man schließlich eine Menge lernen.

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