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Promi-Bruder |23.02.2019|22:15

Illgner: "Die kleinen Vereine werden gehört"

Weltmeister-Bruder Dirk Illgner (r.): "Bodo findet mein ehrenamtliches Engagement toll." [Foto: 2019 Getty Images]

Dirk Illgner diskutiert als Sportlicher Leiter des SV Rot-Weiß Dünstekoven auf dem Amateurfußball-Kongress in Kassel an diesem Wochenende über die Zukunft des Amateurfußballs. Im FUSSBALL.DE -Interview spricht der Bruder von Weltmeister Bodo Illgner über Kindheitserinnerungen auf dem Bolzplatz, seinen Eindruck vom Kongress und die Chancen der EURO 2024 für die Amateurvereine.

FUSSBALL.DE: Herr Illgner, stehen Sie mit Ihrem Bruder noch in regelmäßigem Kontakt?

Dirk Illgner: Wir telefonieren immer mal wieder, schreiben uns Mails oder WhatsApp-Nachrichten. Gestern habe ich ihm ein Video geschickt und ihm erzählt, dass ich in Kassel bin. Da meinte er, dass er es toll findet, dass ich mich ehrenamtlich engagiere. Da habe ich direkt zu ihm gemeint, dass er das auch machen und bei uns als Torwarttrainer anfangen könnte. Bisher kam da aber noch keine Rückmeldung. (lacht)

Haben Sie oft mit Bodo auf dem Bolzplatz gekickt?

"Wir haben immer gekickt, bis uns der Hausmeister mit dem Schäferhund verjagt hat."

Illgner: Ab dem Alter von 16 Jahren war er dann ja schon in Köln und viel unterwegs, aber davor natürlich. Es fing bei den gemeinsamen Sommerurlauben mit unseren Eltern an. Schon damals war er trainingsbesessen und wir haben stundenlang gespielt. In Bonn hatten wir an der Realschule einen Rasenplatz, auf dem wir immer gekickt haben, bis uns der Hausmeister mit dem Schäferhund verjagt hat.

Holen Sie sich von ihm gelegentlich Tipps für Ihre Tätigkeit als Sportlicher Leiter beim SV Rot-Weiß Dünstekoven?

Illgner: Das ist nicht der Fall. Er ist mit den Themen eines Dorfverein auch nicht so vertraut. Daher erzähle ich ihm schon manchmal davon und er erkennt das auch an, aber Tipps tauschen wir nicht aus.

Wie sind Sie zu Ihrem Amt als Sportlicher Leiter des B-Ligisten gekommen?

Illgner: Zum Ende meiner Laufbahn habe ich noch in der A-Klasse selbst gespielt und den Verein als liebenswert und familiär kennengelernt. Dünstekoven ist ein kleiner Dorfverein. Vor fünf Jahren signalisierte der Vorstand, dass er aufhören wollte. Dann haben wir uns mit ein paar alten Weggefährten zusammengetan und ich habe mich bereiterklärt, mich im sportlichen Bereich zu engagieren.

Mit welchen Herausforderungen haben Sie vor Ort zu kämpfen?

Illgner: Wir hatten lange einen Aschenplatz, den wir mithilfe von Sponsoren in einen Rasenplatz umgewandelt haben, um unsere Existenz zu sichern. Und ich würde behaupten, dass wir die Zeichen der Zeit erkannt haben. Es geht nicht mehr nur um den Wettkampf. Ob es bei den Alten Herren ist oder bei unserer Damenmannschaft, die ich trainiere: Wir holen die Leute auch mit Freizeitfußball ab. Meine jüngste Tochter kam vor eineinhalb Jahren auf mich zu und meinte, 'Papa, du musst uns trainieren. Wir wollen Fußball spielen'. Der Job als Trainer ist definitiv eine Bereicherung für mich und macht einfach Spaß.

Vor dem Kongress sagten Sie, dass Sie ohne Erwartungen nach Kassel reisen. Wie fällt ihr Zwischenfazit nach zwei Tagen aus?

Illgner: Ich bin sehr froh, dass ich diese Erfahrung machen darf. Man lernt viel über die Herausforderungen der anderen und bekommt das Gefühl, mitgenommen zu werden. Beim Amateurfußball-Kongress werden auch die kleinen Vereine gehört und aktiv in die Gestaltung der Zukunft eingebunden.

Gibt es Formate, die Ihnen besonders gefallen?

Illgner: Es ist der Mix aus allem. Einige Inhalte waren für mich persönlich sehr interessant und helfen mir für die Arbeit bei RW Dünstekoven. Zum Beispiel der Vortrag von Alexander Woll, der über die veränderten Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen gesprochen hat. Das hat mich beeindruckt. Andere Vorträge fand ich wiederum nicht so spannend, aber es ist diese inhaltliche Vielfalt, die den Kongress ausmacht.

Ein Thema, das bereits gestern diskutiert wurde, ist die Chance, die ein großes Heimturnier wie die EURO 2024 auch für Amateurvereine eröffnen kann. Wie wichtig ist die Nationalmannschaft in ihrer Vorbildrolle, um Kinder in die Amateurvereine zu bringen?

Illgner: Nationalspieler sollten sich ihrer Vorbildrolle durchaus bewusst sein. Wir sehen die Kinder in ihren Trikots, da finde ich es immer schade, dass es meistens Messi- oder Ronaldo-Trikots sind und keine deutschen Spieler auf den Trikots beflockt sind. Durch ein Heimturnier bin ich mir sicher, dass wir wieder einen Zuwachs an kleinen Kindern in unsere Vereine bekommen. Wobei der Impuls zum Vereinsbeitritt immer über die Eltern kommt. Sie gilt es als Verein anzusprechen.

Ihr Bruder feierte 1990 den WM-Titel. Haben Sie damals einen Effekt auf die Fußballstimmung in Deutschland wahrgenommen?

Illgner: Die Begeisterung im Land war toll damals. Public Viewing fing gerade an und in den Kneipen wurde plötzlich Live-Fußball geschaut, was es vorher so nicht wirklich gab. Und auch 2006 bei der Heim-WM spürte man die Begeisterung bei den Kindern. Ich bin im Sportfachhandel tätig und allein an den Verkaufszahlen ließ sich das gut erkennen. Deshalb bin ich auch für die Europameisterschaft 2024 optimistisch, dass es wieder eine ähnliche Euphorie in Deutschland geben wird. Es wird jedoch wichtig sein, im Vorfeld positive Signale auszusenden. Von Seiten der Nationalspieler und natürlich auch vom DFB.

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