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Kultfigur |08.04.2016|09:10

Josef Ring: Das Urgestein aus der Vulkaneifel

Auf den im vergangenen Jahr offiziell eingeweihten Rasenplatz sind Hubert Eiden, Josef Ring und Bernd Umbach (von links) besonders stolz. [Foto: Andreas Arens]

Spieler, Jugendtrainer, Platzwart und langjähriger Vereinsvorsitzender: Josef Ring ist beim SV Mehren aus dem Rheinland ein wahres Urgestein. Mit Rat und Tat steht der 73-Jährige dem noch immer zur Seite - auch wenn dafür manchmal die Familie zu kurz kommt. Josef Ring ist unsere neue Folge in der Serie Kultfiguren des Amateurfußballs.

Dieser Mann aus der Vulkaneifel ist ein echtes Vereinsurgestein: Ohne Josef Ring wäre beim Sportverein Mehren in den vergangenen Jahrzehnten wohl einiges nicht so glatt gelaufen, wie es sich im Nachhinein herausgestellt hat.

"Mir ist es immer wichtiger, unsere eigenen Mannschaften zu sehen, als den 'großen' Fußball im Fernsehen zu verfolgen"

Seit einigen Monaten ist Ring zwar nicht mehr Vorsitzender des SV Mehren („36 Jahre waren doch genug. Irgendwann müssen ja auch mal Jüngere ran“), trotzdem ist er seinem Klub unverändert ganz eng verbunden und ehrenamtlich für ihn aktiv: Um den Mitte vergangenen Jahres offiziell eingeweihten Rasenplatz kümmert er sich nämlich unverändert. „Josef kennt dort jeden Grashalm. Als Platzwart hat er immer noch einige ganz wichtige Funktion“, berichtet sein Nachfolger Bernd Umbach. Scherzhaft fügt der seit Dezember amtierende Vorsitzende hinzu: „Außerdem muss ich ihm immer noch Bericht erstatten, was im Verein so läuft.“

Der Rat und gerade die Tat des am 22. April 74 Jahre werdenden Ring stehen beim SV Mehren, der etwa auf halber Strecke zwischen Trier und Koblenz beheimatet ist, natürlich weiterhin hoch im Kurs. Schließlich hat das Wirken des Vaters zweier erwachsener Söhne Spuren hinterlassen. Ehefrau Maria gab ihm dabei die nötige Rückendeckung: „Sie ist zwar kein großer Fußballfan, hat es aber immer akzeptiert, wenn ich für den Sportverein im Einsatz war und mich auch oft begleitet.“

Mitte der fünfziger Jahre – gerade hatte Deutschland den ersten WM-Titel dank des legendären 3:2 über Ungarn errungen – trat er in den Sportverein ein, diente sich bis in die erste Mannschaft hoch, wo er als Allrounder fungierte. „Ob als Libero oder als Linksaußen – das war mir eigentlich egal", sagt Ring. Die familiären Pflichten wurden nicht selten auch schon mal dem Hobby geopfert: „Ich bekam zu Hause Probleme, als ich das Kühehüten mal wieder vernachlässigt hatte...“ Ende der Sechziger schlug der Ur-Mehrener, der zudem 30 Jahre lang Ortsbürgermeister war, die Funktionärslaufbahn ein. Als Jugendleiter und -trainer sammelte er die Kinder teilweise im Umkreis von bis zu 25 Kilometern ein, um ihnen in der strukturschwachen Eifel, in der längst nicht jedes Dorf einen Fußballverein hatte, das Kicken zu ermöglichen.

Ob Volksläufe, Sportfeste oder Tanzveranstaltungen, die sein Verein regelmäßig ausrichtete – immer mischte Ring ganz vorne mit. „Er war stets ein absolutes Vorbild, packte immer mit an“, berichtet sein langjähriger Weggefährte Hubert Eiden, der aktuell Kassenwart des SV Mehren ist.

Besonders stolz ist Vereins-Urgestein Ring auf den neuen Rasen. „Es ist der dritte Platz, an dem ich mitgewirkt habe“, kann er in aller Bescheidenheit feststellen. 1965 wurde ein Areal geschaffen, dessen Belag noch aus grobkörniger Lava war. Rund 20 Jahre später krempelten Ring & Co. wieder die Ärmel hoch und bauten einen Hartplatz. Die „rote Erde“ hatte dann wiederum rund drei Jahrzehnte später ausgedient. Hunderte von Arbeitsstunden investierte alleine Josef Ring in die Anlage, die zwischen 2013 und 2015 auch noch ein stark verbessertes Umfeld erhielt: Ob beim Pflastern oder dem Zaunbau: Das handwerkliche Geschick des langjährigen Vorsitzenden – beruflich einst als Maschinenschlosser tätig – kam hier voll zum Tragen. „Es gibt auch kaum ein Werkzeug, das Josef nicht hat“, weiß sein Nachfolger Umbach.

Das Geschenk des Sportvereins für Ring kostete zwar nur 9,50 Euro, hat aber einen hohen ideellen Wert: „Sportstätte Josef Ring“ prangt nun am schmucken Sportplatzgebäude der Anlage, die den Teams des Rheinland-B-Ligisten SG Mehren /Darscheid und zahlreichen Nachwuchsmannschaften als Heimstätte dient.

Die Spiele vor Ort verfolgt Ring noch regelmäßig – und das mit voller Überzeugung: „Mir ist es immer wichtiger, unsere eigenen Mannschaften zu sehen, als den 'großen' Fußball im Fernsehen zu verfolgen", sagt der 73-Jährige. „Hier bei uns ist die Basis, hier kennt jeder jeden – und die Leute teilen mit mir meine riesengroße Leidenschaft für den Fußball.“

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