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Familienbande |11.04.2018|16:40

Kehl: Abstiegskampf in der Kreisoberliga

C-Jugend beim SV Lahrbach: Trainer Dieter Kehl (r.) mit Alexander Kehl (2.v.r.o.) und Sebastian Kehl (4.v.l.u).[Foto: privat]

Der Koch hat keine Zeit. Das Landhaus ist voll, gerade an den Feiertagen oder an einem weißen Sonntag wie dem letzten. Und dann sind jetzt auch noch ständig Spiele, nachdem vorher alles ausgefallen war! Trotzdem kommt die Zerrung jetzt zur Unzeit, denn die Lage im Kampf um den Klassenerhalt ist ernst. Benjamin Kehl weiß das und will auf die Zähne beißen. Er ist der jüngere Bruder von Ex-Nationalspieler Sebastian Kehl – die neueste Folge unserer Serie Familienbande.

Freitag-Sonntag-Freitag-Sonntag, und immer so weiter. In der Kreisoberliga Fulda ist im Saisonendspurt richtig was los. Kein Wunder, denn im März konnte in Osthessen witterungsbedingt so gut wie kein Spiel stattfinden, und jetzt drängt die Zeit. Der Tabellenletzte, die SG Ulstertal , muss bis zum letzten Spieltag am 20. Mai noch elf Mal ran. „Da in dieser Saison voraussichtlich nur eine Mannschaft absteigt, sind wir guter Dinge, dass wir die Liga noch halten können“, meint Kapitän „Benni“ Kehl. „Leider haben wir die ersten drei Partien in diesem Jahr verloren und nur sechs Zähler auf dem Konto, aber wir sind nicht chancenlos, müssen jetzt aber natürlich anfangen zu punkten.“

Mit fünf Jahren läuft der heute 35-Jährige zum ersten mal für seinen Heimatklub auf – so wie vor ihm seine älteren Brüder Alexander (41) und Sebastian (38). Da heißt der noch SV Lahrbach, ehe es ab dem Jahr 2011 nach einer Fusion mit dem SV Tann und der SG Habel/Neuschwarmbach im Seniorenbereich als SG Ulstertal weiter geht, die Jugendabteilung startet als JSG Rhön.

Während „Basti“ mit 18 Profi wird und über Hannover 96 sowie den SC Freiburg zu einer Führungsfigur von Borussia Dortmund wird und es Alexander immerhin mit Borussia Fulda in die Regionalliga schafft, schlägt Benjamin einen anderen Weg ein. „Ich habe mich mit 16 für meinen Beruf Koch und somit gegen den höherklassigen Fußball entschieden, obwohl ich vielleicht die Voraussetzungen dafür mitgebracht hätte“, bemerkt der Feinschmecker, der im nächsten Jahr die Leitung im „Landgasthaus Kehl“ in Tann von seinen Eltern übernimmt.

"Wir hatten bei uns auf dem Dorf eine tolle, unbeschwerte Kindheit, waren viel draußen und die meiste Zeit natürlich auf dem Fußballplatz"

Beschweren möchte er sich über seine Situation nicht, denn er hat seinen Traumberuf gefunden und kann nebenbei das Hobby Fußball weiterhin in seinem Heimatverein ausüben. Bei der SG Ulstertal ist er nicht nur Kapitän der ersten Mannschaft, sondern auch zweiter Vorsitzender. Schon Vater Dieter kickte an der Kirchstraße und hatte in der C-Jugend als Trainer alle drei Söhne, Alexander und Sebastian sogar zusammen, unter seinen Fittichen.

Von den Eltern gut behütet und in einer landschaftlich schönen Gegend, wachsen die Kehls zwischen heimischer Gaststätte und dem Fußballplatz vor der Tür auf. „Wir hatten bei uns auf dem Dorf eine tolle, unbeschwerte Kindheit, waren viel draußen und die meiste Zeit natürlich auf dem Fußballplatz“, berichtet Benjamin Kehl. „Wenn der Platzwart nicht hingeschaut hat, sind wir immer oben auf den Rasen gegangen und haben auf ein Tor gebolzt. Und wenn wir nicht auf dem Lahrbacher Sportplatz waren, haben wir auch mal auf die Kisten am örtlichen Getränkemarkt gekickt. Allerdings mussten wir alle auch unseren Eltern im Landhaus helfen, so dass wir schon früh wussten, was Arbeit bedeutet.“

Drei Jahre nach Alexander kommt Sebastian auf die Welt. Schon früh wird deutlich, dass der Linksfuß ein Riesentalent ist „Basti hat viel mit Alex und seinen Kumpels gekickt, also den Älteren, mit denen er schon früh gut mithalten konnte, aber selbstverständlich hat er auch mit mir und den Jüngeren Fußball gespielt“, erinnert sich Benjamin Kehl und betont: „Ich bin stolz darauf, welche Karriere Basti im Sport hingelegt hat und dass er auch jetzt, nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn, eine gefragte Persönlichkeit ist. Auf der anderen Seite ist es mir auch egal, ob er Fußballprofi geworden ist oder Müllmann geworden wäre: Er ist mein Bruder!“

Dass der Vizeweltmeister und dreifache Deutsche Meister nun voraussichtlich in verantwortlicher Position nach Dortmund zurückkehrt, freut den zweifachen Vater. Dessen sechsjähriger Sohn Henry – der dreijährige Leo dürfte bald folgen – kickt natürlich ebenfalls schon bei der JSG Rhön. „Die BVB-Vereinsfarben passen gut zu Basti und zu uns, denn der SV Lahrbach beziehungsweise die SG Ulstertal und die JSG Rhön tragen auch schwarz-gelbe Trikots“, sagt Benjamin Kehl grinsend.

Alex, den ältesten der drei Kehl-Brüder, hat es inzwischen in die Nähe von Frankfurt am Main verschlagen. Er ist bei T-Mobile im mittleren Management tätig und engagiert sich im Fußball beim SV Somborn 09. Nächste Woche kommt sogar Sebastian Kehl beim Klub aus dem kleinen Städtchen Freigericht vorbei, am 18. April trainiert der Ex-Nationalspieler mit den Jugendteams des Klubs.

Für Benjamin Kehl geht es am Freitag wieder um Punkte gegen den Abstieg, um 18.30 Uhr gastiert der FSV Steinau/Steinhaus in Ulstertal. Die Zerrung will der Kapitän der SG bis dahin auskuriert haben – und falls nicht, das nächste Spiel ist schon 45 Stunden später, am Sonntag.

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