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Kultfigur |30.12.2016|10:30

Marx: Lebenshilfe mit der 1000-Tore-Legende

Auf einer Fotowand lässt Bernd Marx den Krettnacher Fußballaufschwung in den Siebziger Jahren Revue passieren. Mit ihm als Stürmer gelang der Sprung bis in die höchste Verbandsklasse. [Foto: Arens]

Seinem SV "Tälchen" Krettnach war und ist er eine sehr bedeutende Stütze – und auch weit darüber hinaus hat Bernd Marx im Fußballverband Rheinland Akzente gesetzt. Seine soziale Ader lebt er mittlerweile in einem Förderverein aus. Dank "Mach mit, Fußballer helfen" werden im Raum Trier Kinder und Jugendliche unterstützt. Der 62-Jährige macht sich hier für die Integration von Menschen mit Behinderungen, von Flüchtlingen und solchen aus einem sozial schwierigen Umfeld stark. Marx ist unsere FUSSBALL.DE-Kultfigur der Woche.

Das Hallenfußballturnier zu Gunsten der Lebenshilfe, das diesmal von Freitag bis Sonntag, 6. bis 8. Januar 2017, in der Konzer Saar-Mosel-Halle über die Bühne geht, ist Bernd Marx besonders ans Herz gewachsen. Die 22. Auflage steht an – und wieder werden mehr als 80 Mannschaften von den Bambini bis zu den Senioren am größten regionalen Hallenturnier teilnehmen, um sich nicht nur zum „Budenzauber“ zu treffen, sondern auch den guten Zweck zu erfüllen, wie Marx betont: „Bislang sind insgesamt schon mehr als 100.000 Euro an Spenden für die Lebenshilfe zusammen gekommen. Aber es geht an diesen drei Tagen noch um viel mehr, nämlich die Inklusion: Menschen mit und ohne Behinderung spielen mit- oder gegeneinander Fußball und haben großen Spaß dabei.“

In seinen 15 Jahren als Vorsitzender des Fußballkreises Trier-Saarburg setzte sich der heute 62-jährige Marx immer massiv für das Lebenshilfe-Turnier ein („Die Vorbereitungen gehen schon vier Monate vorher los. Bis die Spielpläne stehen, habe ich einige hundert E-Mails geschrieben und etliche Telefonate geführt.“) . Nun bringt er sich hier über den im Herbst 2015 gegründeten Förderverein „Mach mit, Fußballer helfen“ ein. Dort ist der Krettnacher als "Vize" Stellvertreter des Vorsitzenden Michael Herrmann: „Wir richten Fußballcamps oder Jugendturniere aus, wollen mit dem Erlös sozial Benachteiligten unter die Arme greifen.“

Seinen Beruf als Angestellter bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übt der diplomierte Betriebswirt zwar nicht mehr aus, fußballerisch ist Marx aber auch nach seiner Zeit als Kreisvorsitzender (bis Mitte 2015) im „Unruhestand“. Von einer schweren Erkrankung hat er sich inzwischen erholt, kann sich so zudem mehr denn je für seinen SV "Tälchen" Krettnach engagieren. Als Sprecher des dreiköpfigen Präsidiums leitet Marx hier die Geschicke.

"Meine Frau Marion habe ich quasi auf dem Fußballplatz kennen gelernt"

39 Jahre war die erste Mannschaft in überkreislichen Ligen vertreten und verkörperte das leuchtende Aushängeschild des Klubs aus dem Konzer Stadtteil vor den Toren Triers. Als kopfballstarker und durchsetzungsfreudiger Angreifer hatte Marx einst selbst großen Anteil an den Goldenen Zeiten, in denen man phasenweise in der damals noch viertklassigen Verbandsliga Rheinland (heute: Rheinlandliga) vertreten war. „In der Jugend haben wir noch richtige Klatschen kassiert, gegen Eintracht Trier mal 0:21 verloren. Später waren wir einer der besten Fußball-Adressen in der gesamten Eifel-Mosel-Hunsrück-Region“, erinnert sich Marx. Als „besonders legendär“ stuft er ein Bezirksligaspiel irgendwann Mitte der achtziger Jahre in Neidenbach ein: „Da haben wir in der 78. Minute 0:4 zurück gelegen, dann aber noch 5:4 gewonnen.“

Statistiker haben ermittelt, dass Marx in seiner gesamten Zeit als Spieler des SV Krettnach (Jugend bis Alte Herren) mehr als 1.000 Tore (!) erzielt hat. Mit 48 kickte er noch in der zweiten Mannschaft, die er als (Spieler-) Trainer zu vier Meisterschaften führte: „Drei Mal haben wir aber auf einen Aufstieg verzichtet, wollten lieber weiter in der Kreisliga D spielen." Auch als Coach der Trier-Saarburger Kreisauswahl („Wir wurden sieben oder acht Mal Rheinlandmeister“) verzeichnete der A-Lizenz-Inhaber bemerkenswerte Erfolge.

Sportlich läuft es im „Tälchen“, wo die Orte Nieder- und Obermennig sowie Krettnach in einem Seitental der Mosel angesiedelt sind, inzwischen nicht mehr so rund. Die erste Mannschaft kämpft in der Kreisliga B Trier/Saar gegen den Abstieg, die zweite Garnitur ziert eine Etage tiefer, in der Kreisliga C Saar , gar das Tabellenende. „Der Nachwuchs fehlt, außerdem hat es viele gute Spieler aus beruflichen Gründen weggezogen“, berichtet der Präsidiumssprecher. „Dafür“, ergänzt er, „ist die Kameradschaft prima, sogar besser als wir noch ein paar Ligen höher gespielt haben“.

Seine Leidenschaft für den Fußball hat Marx von Vater Johann geerbt. Dieser zählte 1946 zu den Gründungvätern des Vereins, war lange hier Aktiver und auch noch über ein Vierteljahrhundert hinweg als Schiedsrichter im Einsatz.

Nun schon seit knapp 40 Jahren powert der Vater zweier Töchter („Meine Frau Marion habe ich quasi auf dem Fußballplatz kennen gelernt.“) im Vorstand des SV Krettnach, hat es in der jüngsten Vergangenheit auch geschafft, dass sich der Klub zu einem Mehrspartenverein mit guter Zukunftsperspektive entwickelt hat: „Im Skat haben wir es sogar mal bis in die Zweite Bundesliga gepackt.“

Auf ein Klub-Mitglied sind Marx & Co. übrigens besonders stolz: Alfons Berg ging von 1989 und 2002 für den SV Krettnach in der Bundesliga an den Start und leitete hier insgesamt 155 Spiele. Bei den Konzer Lebenshilfe-Hallenturnieren bringt sich der frühere Top-Referee und DFB-Schiedsrichter des Jahres 1997 aus Niedermennig immer wieder mit ein, beweist ebenfalls sein großes Herz für die guten Sache – wie Bernd Marx, der einstige Kreisvorsitzende im „Unruhestand“.

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